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| Aussaat – Einweichen/Vorquellen der Samen |
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Geschrieben von: Mischa - 27.01.26, 08:31 - Forum: Anbau und Pflege
- Antworten (15)
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Liebes Forum,
ich möchte Euch heute um Rat fragen.
Bevor ich die Samen (Tomaten, Paprika, Chili) in die Erde bringe, lege ich diese meistens für 24-48h ins Wasser zum Vorquellen. Einige der Samen bleiben an der Wasseroberfläche, einige fallen auf den Grund des Gefäßes.
Welche Samen nehmt ihr? Diejenigen, die auf den Boden des Gefäßes gesunken sind oder diejenigen die weiter an der Wasseroberfläche sind?
Ich habe immer diejenigen genommen, die auf den Boden des Gefäßes gesunken sind … bin mir aber nicht sicher ob es einen Unterschied macht.
Danke vorab,
Mischa
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Kübelkultur mit Dochtbewässerung, Erfahrung und KI |
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Geschrieben von: Sarah - 24.01.26, 21:54 - Forum: Anbau und Pflege
- Antworten (3)
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Hallo zusammen,
ich pflanze schon sehr, sehr lange Tomaten auch gerne in Kübel. Damals aus praktischen Gründen - ich hatte keinen Garten, sondern nur einen Balkon. Heute bepflanze ich den Balkon auch, um meine Anbaufläche zu vergrößern und um die schöne Süd-Ost-Lage und die Überdachung zu nutzen. Aber ich habe in den letzten 3-4 Jahren Probleme damit, nicht immer lief alles rund. Heuer muss ich wegen zunehmender Tomatenstängelfäule meine Kübel komplett neu befüllen, deswegen möchte ich gerne einen neuen Ansatz probieren, der aus meinen Erfahrungen, aus Recherche und aus KI-Optimierungen besteht.
Hier war mir extrem wichtig, dass diesmal das Pflanzsubstrat komplett steuerbar ist. Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten werde ich in den Kübeln auch nicht mehr organisch düngen, sondern mineralisch. Mit Unterstützung von Chat GPT habe ich auf dieser Grundlage nun ein fertiges Konzept erstellt. Die Datei ist sehr groß, deswegen beginne ich hier zunächst mit einem kleinen Spoiler, also einer Kurzfassung, in welche das Wichtigste in aller Kürze dargestellt ist:
Kurzfassung: Das Docht-Reservoir-System
Tomaten, Paprika & Chili ruhig, stabil und stressfrei im Kübel kultivieren
1. Die Grundidee in einem Satz
Das Docht-Reservoir-System versorgt Kübelpflanzen gleichmäßig mit Wasser und Nährstoffen, ohne Trocken- oder Stressphasen –
und überlässt der Pflanze die Feinregulation innerhalb stabiler Rahmenbedingungen.
Oder einfacher gesagt:
Das System nimmt der Pflanze Stress – und dir das Rätselraten.
2. Warum klassische Kübel oft Probleme machen
Beim herkömmlichen Gießen im Kübel entstehen fast zwangsläufig Schwankungen:
- oben nass, unten trocken
- mal zu viel, mal zu wenig
- Salzansammlungen im Substrat
- gestresste, flach wurzelnde Pflanzen
Die typischen Folgen sind bekannt:
hängende Blätter trotz feuchter Erde, Blütenabwurf, instabile Früchte.
Das Problem ist nicht mangelnde Pflege,
sondern Unruhe im System.
3. Was das Docht-Reservoir-System anders macht
Das System trennt konsequent zwei Aufgaben:
Wurzelraum (Innenkübel)
Steuerung (Außenkübel / Reservoir)
- Wasser
- Nährstoffe
- Kontrolle
Beide Bereiche sind nur über Dochte verbunden.
Wasser wird kontinuierlich von unten bereitgestellt –
ohne Staunässe, ohne Gießimpulse.
Die Pflanze reguliert ihre Wasseraufnahme weitgehend selbst,
innerhalb der durch Temperatur, Luftfeuchte und Salzkonzentration vorgegebenen Grenzen.
Das Ergebnis ist ein ruhiger Wasserfluss,
auf den Tomaten, Paprika und Chili besonders positiv reagieren.
4. Warum Kübelgröße entscheidend ist
Im Dochtsystem gilt:
Mehr Volumen bedeutet nicht mehr Arbeit, sondern mehr Ruhe.
Bewährt haben sich:
- 45 Liter ? funktionierende Untergrenze
- 65 Liter ? entspannter Standard
Größere Kübel bieten:
- stabilere Temperaturen
- gleichmäßigere Wasserversorgung
- höhere Fehlertoleranz bei Hitze und Düngung
Gerade anspruchsvolle Tomatensorten profitieren deutlich davon.
5. Substrat: Luft schlägt Nährstoffreichtum
Im Docht-Reservoir-System ist das Substrat kein Wasserspeicher,
sondern der Arbeitsraum der Wurzeln.
Entscheidend sind:
- dauerhafte Luftführung
- Strukturstabilität über Monate
- moderate Wasserpufferung
Deshalb besteht das Substrat überwiegend aus mineralischen Strukturträgern
(Bims, Lava, Perlit), ergänzt durch begrenzte organische Anteile.
Stark vorgedüngte oder feine Erden sind ungeeignet,
weil sie bei Dauerfeuchte verdichten und Sauerstoff verdrängen.
6. Gedüngt wird das Wasser – nicht die Erde
Die Nährstoffversorgung erfolgt ausschließlich über das Reservoir
und bewusst mineralisch.
Warum?
- mineralische Nährstoffe sind sofort verfügbar
- sie lassen sich exakt dosieren
- sie verhalten sich stabil im wässrigen System
Organische Flüssigdünger sind im Reservoir ungeeignet,
da sie Sauerstoff verbrauchen, gären und unkontrollierbar wirken.
Das zentrale Steuerinstrument ist der EC-Wert:
- niedriger EC ? fördert Wasseraufnahme und Wachstum
- höherer EC ? bremst, festigt, erhöht Stressresistenz
Entscheidend ist nicht der absolute Wert,
sondern wie ruhig er sich verändert.
7. Stammlösungen statt Impulsdüngung
Gedüngt wird nicht „nach Gefühl“, sondern über Stammlösungen:
- W-Lösung ? Wachstum, Stickstoff, Calcium
- B-Lösung ? Blüte, Frucht, Kalium, Phosphor
Beide laufen parallel –
das Verhältnis steuert die Entwicklung.
Gedüngt wird pro nachgefülltem Liter Wasser,
nicht pauschal pro Kübel oder nach Kalender.
So bleibt das System:
- skalierbar
- reproduzierbar
- fehlertolerant
8. Calcium: Ruhe statt Druck
Blütenendfäule ist fast immer ein Transportproblem,
kein reiner Calciummangel.
Wichtig sind:
- gleichmäßige Wasserversorgung
- moderater EC
- zurückhaltender Kaliumeinsatz
Calcium wird:
- im Substrat gepuffert
- kontinuierlich moderat zugeführt
- nicht aggressiv hochgedüngt
9. Der monatliche Reset
Etwa einmal im Monat:
- Reservoir leerlaufen lassen
- 1–2 Tage nur Wasser
- danach normal weiter
Das verhindert Salzaufbau und entlastet die Wurzeln.
In kühlen Perioden oder bei sehr niedrigem EC
kann der Abstand auch größer sein.
Entscheidend ist nicht der Kalender,
sondern Wasserverbrauch, Düngermenge und Temperatur.
10. Für wen dieses System geeignet ist
Besonders geeignet für:
- Tomaten, Paprika und Chili
- größere Kübel
- hitzeexponierte Standorte
- Gärtnerinnen und Gärtner, die Stabilität statt Dauerpflege wollen
Es ist kein System für schnelle Effekte,
sondern für ruhige, verlässliche Ergebnisse über die ganze Saison.
Merksatz zum Schluss
Ein ruhiges System arbeitet leise –
man merkt erst im Hochsommer, wie gut es funktioniert.
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Vielleicht hat ja schon jemand ähnliche Gedanken gehabt oder kennt die typischen Probleme in Kübeln - eben Hitzestress und gerne einmal Blütenendfäule. Und bitte nicht wundern: Ich bin manchmal etwas sehr akribisch und beschäftige mich sehr intensiv mit Düngesystemen - das kommt durch ein anderes Hobby - der Pflanzenpflege in Aquarien. Keine Fische - tatsächlich nur Pflanzen und Wirbellose. Deswegen habe ich auch einiges hier und bin es gewohnt, mit Leitwerten zu rechnen.
Wer mehr lesen möchte, hier ist der Link zum kompletten Dokument (ich hoffe, er funktioniert)
Über einen Erfahrungsaustausch oder Feedback wäre ich sehr glücklich, Fragen und Kritik sind natürlich auch gern gelesen!
Liebe Grüße
Sarah
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| 35 Sorten gemischt in 100 Samen - wie testen? |
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Geschrieben von: Lycopersicon berlinum - 14.01.26, 22:33 - Forum: Anbau und Pflege
- Antworten (13)
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Liebes Forum,
ich habe eine Zufallsmischung von 100 Samen mit 35 Sorten einmal günstig gekauft, was würdet ihr an meiner Stelle tun?
a) Diszipliniert alle 100 aussähen, maximal mögliche Pflanzen fruchten lassen, Samen gewinnen und eine Zuordnung haben
b) Samen nach Größe sortiert aussähen, schauen ob dies mit der Frucht korreliert - große Samen große Frucht (Fleischtomate), kleine Samen kleine Frucht (Cherry bis Johannisbeertomate)
c) ?
Liebe Grüße
LB
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| Tomatenanbau auf den Philippinen |
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Geschrieben von: Steff Philippinen - 06.12.25, 09:50 - Forum: Anbau und Pflege
- Antworten (8)
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Hi Leute,
ich möchte es hier auf den Philippinen noch mal mit Tomatenanbau probieren, nachdem ich voriges Jahr nur mäßige Erfolge hatte.
Hier ist jetzt Hochsaison, Dezember, Januar Februar März und ich will das mal mit einheimischen Sorten probieren.
Hat jemand Erfahrung?
Erfahrungsaustausch mit Tomatenanbau in den Tropen?
Welche Erde verwenden, Kompost und Beet Erde gibt's hier nicht zu kaufen, zumindest nicht hier in Dumaguete.
Welchen (Natur) Dünger verwenden?
Anbau im Garten selbst oder im Container? (Habe im Garten genug PLatz.)
Überdacht oder im freien? (In Deutschland natürlich überdacht, bin aber auf den Philippinen mit klimatisch angepassten Sorten.)
Das ist hier und in Thailand der "Platzhirsch", die Tomate "Super Pope". Sie ist auf jedem Markt und jedem Geschäft mit Gemüse, zu finden. Sie scheint mir am besten geeignet zu sein, selbst anzubauen, da sie wohl am besten an tropisches Klima gewöhnt ist obwohl geschmacklich nur mittelmäßig.
Siehe Bild als Beilage Bild der Tomate "Super Pope"
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| Doppelbepflanzung Kübel |
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Geschrieben von: Stine - 19.11.25, 16:00 - Forum: Anbau und Pflege
- Antworten (6)
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Hallo ins Forum, hier eine jahrelange Mitleserin, die sich nun doch mal angemeldet hat.
Ich baue seit einigen Jahren Tomaten an und entwickle mich langsam aber sicher zur Sortensüchtigen. Die Dosis steigt von Jahr zu Jahr, sprich ich möchte mehr und mehr Sorten gleichzeitig anbauen. Seltsamerweise wächst mein Anbauplatz nicht proportional mit...
Bei mir sind es fast ausschließlich Kübel, Töpfe, dazu diverse Hochbeete und nur 2 Plätze in der Erde. So hatte ich dieses Jahr 41 Sorten mit je einer Pflanze im Anbau.
Jetzt bin ich in der Anbauplanung für 2026 - ja ich weiß, ist noch früh, aber ich brauch das, um mich in schöneres Wetter zu träumen. Meine ganzen Sorten konnte ich mit viel Gewürge auf auf 53 Must-Haves einschränken, aber es sind noch so viele Sorten, die ich eigentlich auch gerne anbauen würde.
Wenn ich die Beschreibungen der Sorten bei diversen Verkäufern im Netz sehe, fängt das Denken bei 20L Töpfen überhaupt erst an. Die meisten Sorten eher mit 30L aufwärts. Außer klar bei Micro Dwarfs. Hier in den Sortenbeschreibungen steht oft etwas von 10L Töpfen, auch bei großen Sorten.
Ich hab mich bislang brav an die Verkäuferempfehlungen gehalten. Meine Frage ist nun, wie klein ist groß genug?
Ich habe zum Beispiel 7 Kübel mit 40L.
Dafür ich habe ich die Sorten
Goldita,
Stormin' Norman,
Mex. Honigtomate,
Pink Princess,
Orange Russian 117,
Marshmallow in Chocolate und
Cherokee Lime Stripes in der näheren Auswahl (ich kenne alle noch nicht).
Was sagt Eure Erfahrung, kann ich da noch Sorten dazupflanzen? Bis zu welcher Größe belegt Ihr Töpfe doppelt? Wie klein geht Ihr bei Einzelbelegung?
Danke schon mal!
Nebelige Grüße von Stine
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