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@Mischa
Ich benutze unseren Hühnermist als Jauche, also mit Wasser gemischt, abgedeckt ca 10-14 Tage stehen lassen & dann verdünnt gießen, bei den Tomaten ist da wohl weniger mehr & anfänglich wäre ich da zurückhaltend. Wenn die Pflanzen dann schon blühen/Früchte haben, tut ihn ein Schlückchen bestimmt besonders gut.
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Gibt es Empfehlungen dazu, wie man die Humusschicht im eigenen Garten weiter aufbaut, ohne dass es zu einem problematischen Nährstoffüberschuss kommt?
Was ich problemlos in größeren Mengen bekommen kann ist Pferdemist (inkl. etwas Stroh) und gefühlt ist der bei meinem lehmigen Untergrund auch ein guter Humusbildner, führt aber halt auch zu signifikantem Kalium- und Phosphateintrag.
Von mehr Humus erhoffe ich mir bessere Bearbeitbarkeit des Bodens, tiefere Durchwurzlung und daher in Dürrejahren auch bessere Wasserverfügbarkeit. Außerdem wächst Wurzelgemüse im Humus besser als im Lehm. Die Lehmschicht beginnt in meinem neuen Garten bei ca. 20-25cm Tiefe, im älteren so bei 30cm.
Mein neuer Garten gleich nebendran wurde vom Vorbesitzer über viele Jahre nie gemulcht und hatte im 1. Jahr auch kaum Regenwürmer. Deren Zahl hat sich in einem Jahr gefühlt schon mal verzehnfacht.
Nährstoffanalyse habe ich mir vorgenommen im Frühjahr 2023 für beide Gärten zu machen. Im alten Garten ist die letzte auch schon 7 Jahre her. Ist halt auch nicht gerade billig.
MfG
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Der Nährstoffüberschuss ist nur schädlich für Schwach- und Mittelzehrern. Bei Kartoffeln z.B. mache ich beim Legen, gleich eine Schaufel Komposterde auf die Kartoffeln drauf, vor dem Abdecken.
Mein Kompost wird angereichert mit Wurmhumus, Totholz, Äpfel, Laub, Moos, Rasenschnitt vom Sportplatz, Hühner- und Kaninchenmist und Brennnesselschnitt. Ich finde der Einsatz von Brennnesselschnitt ist besser als Brennnesseljauche. Kuhmist und Pferdemist verwende ich nicht. Es besteht die Gefahr, dass Rückstände von Medikamenten drin sind.
Wichtig ist, dass die Beete nicht brach liegen bleiben. Gründüngung kommt zur Anwendung. Mich stört auch, wenn manche sich Kuhmist holen, der dann in der prallen Sonne vertrocknet.
Ich habe mir ganz viele 200 Liter Ölfässer zugelegt. Die versuche ich nun, ständig gefüllt und abgedeckt zu halten. Die Trockenzeit kommt bestimmt.
Man sollte im Garten viele Bäume haben, die wirken als Schattenspender. Die Sonne kann da nicht so viel Wasser verdunsten.
Einen Garten habe ich waagerecht und eben gemacht. Da kann das Regenwasser nicht weglaufen und das Arbeiten ist angenehm.
Die Regenwürmer sind bei mir in der Regenwurmgrube, wo sie Wurmhumus erzeuge. Im Garten gibt es kaum Regenwürmer. Dafür sorgen Maulwürfe, Wühlmäuse und Amseln.
Nähstoffanalysen lasse ich nicht machen. Mir reicht es, wenn es den Pflanzen gut geht.
Anzuchterde, Pflanzerde und Blumenerde kaufe ich nicht mehr. Ich bin da schon oft damit eingebrochen. Ich verwende nur noch eigene Komposterde, die ich mit anderen Zutaten mische.
LG Chris