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(02.07.26, 00:06)Sammeltasse schrieb: (29.03.26, 06:27)Lustiger Mann schrieb: Meine Stammsorten:
...,
Pantelli ganz tolle Lagertomate. Die halten sich bei mir im Keller bis Februar. Toller Geschmack
....
Hallo LM
"Deine" Pantelli schmeckt super! Habe heute die Erste ernten können. Bei dem leckeren Geschmack kaum vorstellbar dass da viele Früchte fürs lagern übrig bleiben.
Habe diese Saison zum ersten Mal zwei Sorten Lagertomaten. Pantelli und De Penjar d'Alcala de Xivert.
Bin echt am überlegen ob ich mir noch zwei Stecklinge ziehe....
Viele Grüße
Sammeltasse
Die Pantelli ist nicht umsonst jedes Jahr mit dabei. Freut mich, wenn sie Dir so schmeckt.
Die "De Pentar usw." kenne ich nicht. Kannst ja mal berichten, wie die schmeckt.
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Das mit dem Paprikapflanzen ausgraben und überwintern, werde ich mir sparen. Die treiben im Moment zwar Klasse aus, aber es haben ca. 20% der Pflanzen überlebt. Der Aufwand ist mir einfach zu groß. Werde hier weiter von diesen Pflanzen berichten.
Es sind bisher erstaunlich wenige Fruchtbildungen bei den Tomaten ersichtlich. Nehme an, das hängt mit der Hitze zusammen.
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Hast Du die Pantelli geschützt oder ungeschützt?
Habe sie ungeschützt.
Ja, liegt an der Hitze. Viele Blüten verbrannt/vertrocknet. Wenig offene Blüten. Da bekommt ein Regenschutz eine zweite Bedeutung.
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Pantelli habe ich bisher immer geschützt angebaut. Das ist aber eine Idee, sie einmal ungeschützt auszuprobieren. Hatte ich bisher nicht gemacht.
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Vorgestern die Tomaten alle hochgebunden. Unter der Pergola entwickeln sich die Pflanzen gut. Fruchtbildung ist unterdurchschnittlich. Viele Blüten sind verbrannt und fallen ab. Laufe täglich durch und schüttle die Stricke, an den die Tomaten festgebunden sind, um die Befruchtung zu fördern.
Eine Indigo Rose entwickelt sich erstaunlich schlecht. Wächst nicht, bildet braune Blätter. Vermute hier gibt es Schädlinge an den Wurzeln. Meist sind das Larven. Wühlmäuse habe ich dort nicht. Alle anderen Pflanzen entwickeln sich in deren Umgebung gut.
Bewährt hat sich das Mulchen. Bin damit beschäftigt, zwei ca. 15 Meter hohe Birken, die gefällt worden sind zu zerkleinern. Laub und kleine Zweige werden mit der elektrischen Heckenschere klein gemacht und als Mulch für Tomaten und Paprika verwendet. Einige Cocktailtomaten, die erst Anfang Juni ausgepflanzt wurden, wuchsen aufgrund der großen Hitze nicht richtig. Irgendwann ist mir Intelligenzbolzen eingefallen, ich habe diese Pflanzen nicht gemulcht und mußte sie gießen. Seitdem ich diese gemulcht habe, muss ich sie auch nicht mehr gießen und sie wachsen langsam, aber stetig an.
Eine andere Erkenntnis ist der Kompost aus dem Kompostwerk. Inzwischen siebe ich diesen durch. Eine sehr zeitaufwendige Arbeit, da ich hier ca. schätzungsweise 700 Liter per Hand dieses Jahr bereits gesiebt habe. Aber was ich hier an Scherben und anderen Müll heraus nehme, da macht die Arbeit Sinn. Eine Diskussion, was manche Zeitgenossen in den Kompost werfen, ist - meiner Meinung nach - sinnlos.
Zur Erkenntnis: An einigen Stellen - gerade die Randstellen werde ich zukünftig mit noch mehr Kompost beglücken. Bei den Randstellen fällt mir auf, dass die Pflanzen häufig nicht so stark sind, wie die zentral gelegenen Stellen. Hier helfe ich aktuell mit einer Kompost-Mulch-Mischung nach und das zeigt Wirkung. Werde aber zukünftig hier bei der Aufarbeitung der Beet akorater vorgehen.
Prächtig entwickeln sich inzwischen meine Paprikapflanzen. Gepflanzt im Abstand von ca. 10 bis 15 cm werden diese richtig stark. Insbesondere hier zahlt sich auch wieder das Mulchen aus.
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Habe gerade ein Glass mit getrockneten Tomaten vom letzten Jahr aufgemacht. Hatte die in Öl eingelegt. Alles total vergoren. Kann man alles wegschmeißen.
Schade darum, Da steckte viel Arbeit drin.
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Hallo Lustiger Mann,
das ist wirklich schade um die eingelegten Tomaten.
Damit die nächsten Gläser lange haltbar sind, kannst du die Tomaten nach dem Trocknen einfach kurz in einem Essig-Wasser-Sud (5% Säure) für 1–2 Minuten aufkochen und danach komplett abtrocknen lassen, bevor sie ins Öl kommen. Das verhindert die Gärung durch Restfeuchte und sorgt für ein saureres Milieu. Der Essig senkt nämlich den pH-Wert unter die kritische Grenze von 4,6, bei der sich Keime nicht mehr vermehren können. Geschmacklich bringt das übrigens auch einen richtig tollen Kick, weil die Tomaten dadurch leicht rehydrieren, schön saftig-fleischig werden und eine feine, pikante Note bekommen.
Aus genau diesem Grund gebe ich selbst auch je nach Lust und Laune immer einen Schuss Balsamico in meine Tomatensauce, bevor ich sie heiß in Gläser abfülle – einfach um über die Säure auf Nummer sicher zu gehen. Die Menge variiere ich dabei je nachdem, was für Tomatensorten ich gerade einkoche. Tomaten liegen beim pH-Wert nämlich meistens in einem ziemlichen Grenzbereich zwischen 4,0 und 4,7.
Hatten die Tomaten noch zu viel Restfeuchte, bevor du sie ins Glas gefüllt hast, oder hast du vielleicht noch frische Kräuter dazu getan?
Birkenmulch
das mit dem Mulchen aus den gefällten Birken ist eine super Idee, da Birkenlaub kaum gerbstoffhaltig ist und den Boden im Gegensatz zu Rindenmulch nicht übersäuert.
Da die zerkleinerten Holz- und Zweiganteile beim Zersetzen extrem viel Stickstoff aus dem Boden ziehen (den deine Tomaten und Paprika dringend brauchen), mische den Birkenmulch am besten mit frischem oder leicht angetrocknetem Rasenschnitt. Das liefert den nötigen Stickstoffausgleich und sorgt dafür, dass die Schicht locker bleibt, ohne dass den Pflanzen wichtige Nährstoffe entzogen werden.
Wenn du auch dickere Äste ab ca. Armdicke schredderst, zieh am besten vorher kurz die Rinde ab. Das geht bei frischer Birke meistens leicht. In der weißen Rinde steckt nämlich eine Menge Betulin – das wirkt wie eine eingebaute Verrottungsbremse. Die Rinde zersetzt sich im Beet sonst über Jahre hinweg fast gar nicht und bringt deinen Pflanzen leider gar nichts. Bei den ganz dünnen Zweigen kannst du dir die Arbeit aber natürlich sparen und sie einfach so mit durchjagen.
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Sammeltasse, das war richtig gut, was Du da geschrieben hast. Werde ich einmal ausprobieren.
Beim Mulchen habe ich aktuell leider keinen Rasenabschnitt.
Die dickeren Äste werden bei mir als Grillkohle verwendet. Ganz dickere Äste - ab Unterarmdicke - werden dem Nachbarn für seinen Kachelofen vermacht. Das dünne Zeug mag er nicht.
Nochmals vielen Dank für die tollen Erläuterungen.
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Hallo Lustiger Mann,
freut mich riesig, dass dir die Tipps helfen.
Falls du den Versuch übrigens ohne den Essig-Sud wagst, achte unbedingt darauf, dass die Tomaten nach dem Trocknen wirklich absolut keine Restfeuchte mehr haben. Auch wenn du Kräuter hinzugibst, sollten diese am besten komplett getrocknet sein. Schon winzige Mengen Wasser im Öl können sonst wieder eine Gärung in Gang setzen.
Wenn du für den Birkenmulch gerade keinen Rasenschnitt hast, kannst Du den Stickstoffentzug der Zweige auch super einfach ausgleichen, indem du vor dem Mulchen eine Handvoll Hornspäne, Hornmehl oder etwas Kaffeesatz auf der Erde verteilst. Eine regelmäßige Gabe von Jauche ( Brennnessel, Beinwell, Löwenzahn, Giersch, Schafgarbe, Ackerschachtelhalm, Breitwegerich, Spitzwegerich, Kamille, Ringelblume oder was du sonst eben im Garten hast) fängt das Ganze ebenfalls perfekt ab. Das wirst Du als alter Tomatenhase aber bestimmt wissen.
Die Idee mit der Grillkohle aus den dicken Ästen ist toll. Wenn du die Kohle fein zerkleinerst und sie vor dem Ausbringen im Beet in etwas Jauche oder flüssigem Dünger einweichen lässt (um sie mit Nährstoffen "aufzuladen"), hast du die perfekte, selbstgemachte Pflanzenkohle. Das verbessert die Bodenstruktur deiner Beete dauerhaft enorm.
Liebe Grüße,
Sammeltasse
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