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Liebes Forum,
ich möchte Euch heute um Rat fragen.
Bevor ich die Samen (Tomaten, Paprika, Chili) in die Erde bringe, lege ich diese meistens für 24-48h ins Wasser zum Vorquellen. Einige der Samen bleiben an der Wasseroberfläche, einige fallen auf den Grund des Gefäßes.
Welche Samen nehmt ihr? Diejenigen, die auf den Boden des Gefäßes gesunken sind oder diejenigen die weiter an der Wasseroberfläche sind?
Ich habe immer diejenigen genommen, die auf den Boden des Gefäßes gesunken sind … bin mir aber nicht sicher ob es einen Unterschied macht.
Danke vorab,
Mischa
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Hallo Mischa, die Samen die oben schwimmen sind NICHT keimfähig!
Ich weiche 24 Stunden in Wasser und dann 24 Stunden in 1 oder 2%iger Nititpökellake ein. Ihr könnt aber auch Meersalz nehmen.
Die Tomate ist eine Frucht, die wohl unmittelbar aus dem Paradiese zu uns gekommen sein muß, und wenn sie nicht die hesperidischen Äpfel bedeutet, gewiß der Apfel gewesen ist, den Paris der Venus bot, sehr wahrscheinlich auch der, welchen die Schlange zur Verlockung der Eva anwendete.
Eugen van Vaerst
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Hallo zusammen,
das finde ich ein spannendes Thema. Dass die oben schwimmenden Samen nicht keimfähig sind, höre / lese ich das erste Mal, danke für den Hinweis, wieder was gelernt :-).
Ich lege sie immer 24 Std. in Schwarztee ein. Was bewirkt das Meer- bzw. Pökelsalz?
Danke und viele Grüße
Kerstin
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27.01.26, 11:40
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.01.26, 11:44 von asmx91.)
Das soll die Keimfähigkeit erhöhen. Dann werden die Samen noch desinfiziert.Bei mir klappts zu 80 %.
Habe aber oft sehr alte Samen und hatte in den letzten 30 Jahren noch keine samenbürtigen Krankheiten und das bei Samen aus der ganzen Welt.
Die Tomate ist eine Frucht, die wohl unmittelbar aus dem Paradiese zu uns gekommen sein muß, und wenn sie nicht die hesperidischen Äpfel bedeutet, gewiß der Apfel gewesen ist, den Paris der Venus bot, sehr wahrscheinlich auch der, welchen die Schlange zur Verlockung der Eva anwendete.
Eugen van Vaerst
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Hallo zusammen,
Ich weiche immer über Nacht in Kamillentee ein.
Gruß Steffi
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Vielen lieben Dank für Eure schnellen Antworten.
Ich hatte es auch so in Erinnerung das die oben schwimmenden Samen nicht keimen werden. Weiß denn jemand warum dem so ist oder hat weitere Infos dazu?
Grund meiner Frage: ich habe in einem Shop für 2 Paprika- und eine Chili-Sorte Samen gekauft. Nach knapp 48 Stunden schwimmen sämtliche Samen - ca. 25 - der drei Sorten oben. Das hatte ich noch nie, das nicht ein Teil der Samen nach unten gesunken ist.
Jetzt habe ich einen Löffel genommen, leicht herumgerührt und siehe da, 3 Samenkörner (von 25) sind nach unten gesunken... Würde ich etwas fester herumrühren, würden wahrscheinlich noch mehr Samen nach unten sinken.
Jetzt ist es natürlich so, dass Paprika-Samen tendenziell etwas größer sind als Tomatensamen und damit eine größere Fläche haben und ... schon bin ich im Reich der Spekulationen

Also wenn jemand dazu mehr weiß oder eine Idee hat, gerne her damit.
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Also ich säe auch die oben schwimmenden aus, weil ich manchmal die gleiche Erfahrung gemacht habe wie du - nach umrühren sinken doch einige zu Boden. Ob auch einige der oben schwimmende gekeimt hatten kann ich aber im Nachhinein nicht sagen.
Gruß Steffi
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Tomatensamen weiche ich nicht ein. die kommen direkt in Anzuchterde.
Nur Chili/Paprikasamen kommen für 48 Std. in Destilliertes Wasser. Habe mal gelesen, das sich auch in Kamillentee Keime bilden können, die schlecht für die Keimfähigkeit sein sollen. Ob das so ist...?
Wegen dem Absinken der Samen, kann ich mir vorstellen, das Samen welche auch nach paar Stunden und mehrmaligen schwenken noch oben schwimmen nur leere Hüllen sind, ohne Keimfähiger Kern.
Gruß Ruth
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Ich weiche auch nicht ein, nachdem ich festgestellt hatte, dass es keinerlei Unterschied macht.
Aus Neugierde hatte ich mal den Versuch gemacht und einige Samen eingeweicht und einige nicht. Es gab keinerlei Unterschied in der Keimfähigkeit. Fast alle sind nach ca. 7 Tagen gekeimt, egal ob eingeweicht oder nicht.
Was ich mache ist, dass ich die Samen in die Erde lege ca. 0,5 cm tief und dann alle paar Tage mit einer Zerstäuberflasche die oberste Erdschicht nass sprühe, ähnlich dem nächtlichen Tau.
Gruß Jörg
Wenn sich alle Experten einig sind, ist Vorsicht geboten.
Bertrand Russell
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30.01.26, 06:56
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.01.26, 06:57 von hhh13.)
Bei frischen, gut keimfähigen Samen bringt es natürlich nicht viel - mehr als 100% kann ja auch nicht keimen.
Bei sehr altem Saatgut oder einigen Wildsorten hilft es schon, auch Rocotos tun sich leichter.
LG
Harald