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Hallo,
ob Samen absinken oder oben schwimmen, hat nichts mit der Keimfähigkeit zu tun. Auch in Laboren, werden keine Samen entsorgt, die oben schwimmen, denn dafür gibt es viele Ursachen, die nichts mit der Keimfähigkeit zu tun haben. Bei Bohnen funktioniert das, aber auch nur bedingt.
Dennoch: ich lasse Samen auch gerne in Wasser vorquellen, das gibt die stabileren Keimlinge.
Wegen evt. Pilzsporen weiche ich die Samen am Vortag in einer ganz schwachen Wasserstoffperoxid-Lösung (0,5% für 10 Minuten = 20g H2O 3% in 100g Wasser) ein.
Danach werden sie mindestens dreimal in reinem Wasser gespült. Anschließend werden sie in reinem Wasser für einen Tag eingeweicht und kommen dann ins Anzuchtsubstrat.
Liebe Grüße
Sarah
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Eine recht interessante Diskussion, wie ich meine, die ihr hier führt.
Ich hatte hier unterschiedliche Erfahrungen mit der Keimung. Habe aber hier nicht Buch geführt und meine Beobachtungen sind recht widersprüchlich. Bin letztlich dazu übergegangen: Was kommt, das kommt. Sehe es letztlich als schlimmer an, wenn die Anzuchtbox komplett umkippt oder alle Keimlinge verdörren und damit alles vernichtet ist. Beide Unglücksfälle habe ich bereits hinter mir. Aber wie gesagt, das Thema ist interessant und ich lese munter mit.
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Spannendes Thema.
Wurde letztens ziemlich angegangen, als ich gesagt habe, ich sehe es als „sinnlos“ an, schwimmende Samen zu entsorgen. Denn letztendlich macht es kaum einen Unterschied, ob man fünf oder 10 Samen in die Erde gibt. Bei Tomaten keimt nahezu alles, bei Paprika nehm ich immer ein bisschen mehr Saatgut.
Ich frage mich, wer das sagt, dass schwimmende nicht keimen sollen. Gibts da eine Studie dazu?
Oder hat jemand direkt einen Keimvergleich zwischen schwimmenden und nicht schwimmenden gemacht?
Lg Susanne
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Hallo,
ich denke nicht, dass es Studien zum Float-Test bei Tomaten oder Paprika gibt, weil das nicht zum standardisiertem Keimtestsystem gehört. Dass so kleine Samen wie von Tomaten oben schwimmen, kann zu viele Ursachen haben - Lufteinschlüsse im Perikarp, uneinheitliche Dichte in Abhängigkeit vom Nährstoffgehalt im Samen usw. Tomatensamen sind ja sehr klein und leicht, also nahe dran an der Dichte von Wasser. Tote Tomatensamen hingegen können z.B. auch sinken. Das hat alles physikalische Gründe, aber keine biochemischen.
Bei großen Bohnenkernen bringt der Float-Test vielleicht was - aber ich weiche meine dicken Bohnen auch immer in Wasser ein und kann ganz sicher sagen, dass auch abgesunkene Kerne manchmal nicht keimen.
Von daher - der Schwimmtest ist wahrscheinlich so zuverlässig wie das Gärtnern nach Mondphasen - beim einen passt das, beim anderen nicht.
Nur: ein Grund zum Streiten ist das ja wirklich nicht, die schwimmenden Tomatensamen werden bestimmt nicht zu Killertomaten mutieren, wenn man sie nicht entsorgt.
Liebe Grüße
Sarah
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(05.02.26, 15:42)Susa schrieb: Spannendes Thema.
Wurde letztens ziemlich angegangen, als ich gesagt habe, ich sehe es als „sinnlos“ an, schwimmende Samen zu entsorgen. Denn letztendlich macht es kaum einen Unterschied, ob man fünf oder 10 Samen in die Erde gibt. Bei Tomaten keimt nahezu alles, bei Paprika nehm ich immer ein bisschen mehr Saatgut.
Ich frage mich, wer das sagt, dass schwimmende nicht keimen sollen. Gibts da eine Studie dazu?
Oder hat jemand direkt einen Keimvergleich zwischen schwimmenden und nicht schwimmenden gemacht?
Lg Susanne
Das war leider immer so, dass du von einigen Leuten wegen deiner Meinung angegangen wirst. Aber inzwischen stehe ich meist darüber. Ich versuche zu argumentieren und wenn das nichts nutzt, naja, bei vielen Leuten ist das sinnlos dann weiter zu sprechen. Typische Beispiele sind hier Politik, Religion oder Fussball. Oft fängt das schon im Nachbarschaftsdialog an: "Ihr Zaun hat mich verletzt, weil ein Draht überstand!" - "Nein, das ist Ihr Zaun, der Sie verletzt hat!" - "DAs mag schon sein, auf jeden Fall hat mich aber Ihr Zaun verletzt!" - Ich stehe dann oft daneben und frage mich: "Ihr habt wohl nix besseres zu tun, oder?" - Sandkastenspiele von spätreifen Kollegen
Bei Tomaten sehe ich das genauso, wie du. Da hast du eine sehr hohe Keimrate. Bei Paprika bin ich anfangs verzweifelt, glaube aber inzwischen zu wissen, wie es geht. Das ist aber schwieriger als bei Tomaten.
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(05.02.26, 15:42)Susa schrieb: Spannendes Thema.
Wurde letztens ziemlich angegangen, als ich gesagt habe, ich sehe es als „sinnlos“ an, schwimmende Samen zu entsorgen. Denn letztendlich macht es kaum einen Unterschied, ob man fünf oder 10 Samen in die Erde gibt. Bei Tomaten keimt nahezu alles, bei Paprika nehm ich immer ein bisschen mehr Saatgut.
Ich frage mich, wer das sagt, dass schwimmende nicht keimen sollen. Gibts da eine Studie dazu?
Oder hat jemand direkt einen Keimvergleich zwischen schwimmenden und nicht schwimmenden gemacht?
Lg Susanne
Das war leider immer so, dass du von einigen Leuten wegen deiner Meinung angegangen wirst. Aber inzwischen stehe ich meist darüber. Ich versuche zu argumentieren und wenn das nichts nutzt, naja, bei vielen Leuten ist das sinnlos dann weiter zu sprechen. Typische Beispiele sind hier Politik, Religion oder Fussball. Oft fängt das schon im Nachbarschaftsdialog an: "Ihr Zaun hat mich verletzt, weil ein Draht überstand!" - "Nein, das ist Ihr Zaun, der Sie verletzt hat!" - "DAs mag schon sein, auf jeden Fall hat mich aber Ihr Zaun verletzt!" - Ich stehe dann oft daneben und frage mich: "Ihr habt wohl nix besseres zu tun, oder?" - Sandkastenspiele von spätreifen Kollegen
Bei Tomaten sehe ich das genauso, wie du. Da hast du eine sehr hohe Keimrate. Bei Paprika bin ich anfangs verzweifelt, glaube aber inzwischen zu wissen, wie es geht. Das ist aber schwieriger als bei Tomaten.
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