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Themabewertung:
  • 2 Bewertung(en) - 4.5 im Durchschnitt
Des lustigen Mannes verzweifelter Kampf gegen die Naturgewalten
#91
Ich habe diesmal mit Heckenschnitt (Hainbuche) die meisten Beete und im Gewächshaus gemulcht. Die Wiese ist auch abgemäht, aber das war nicht viel - dann habe ich noch einiges an Kleefläche - aber auch hier war es so trocken, dass es zum Mulchen nicht reicht.
Stickstoffdünger habe ich gar nicht nachgelegt - das traue ich mich nicht bei der Hitze. Aber es sollte auch genug im Boden sein, die Brennnesseln wachsen im Vergleich zum Gemüse hervorragend. :laugh:
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#92
Hallo Sarah, das ist völlig in Ordnung so.

Da dein Heckenschnitt hauptsächlich aus Blättern besteht und kaum Holzanteil hat, musst du nicht extra mit Stickstoff nachdüngen. Zudem enthält Hainbuche wenig Gerbstoffe, sodass das Material schnell und problemlos verrottet.
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#93
An einigen Stellen haben sich einige Tomatenpflanzen nicht so entwickelt, wie ich mir das wünschte. Pflanzen und Früchte sind mikrig. Früchte schmecken nicht. Entweder habe ich an den Stellen zu wenig Kompost eingearbeitet oder hier war von den Nadelbäumen zu viel abgefallen. Alle drei Nadelbäume sind bei der Hitze kaputt gegangen und haben ihre Nadeln verloren. Die Nadelbäume mußte ich fällen.

Nach der großen Hitze und der ersten Regenphase haben sich die meisten Pflanzen prächtig entwickelt. Inzwischen tragen die meisten Pflanzen viele sehr gut schmeckende Früchte. Plötzlich tragen die Paprikapflanzen unheimlich viele Paprika. Da half wohl bei der großen Hitze auch das ständige Gießen nicht viel.

Die ca. 10 Dwarf-Sorten, die ich im Kübel zog, waren zum großen Teil nicht so der Hit. Die Dwarf Russian Swirl schmeckt ganz gut und erinnert an German Gold, Märchenfrucht oder Anna Meyer vom Geschmack her.

Ein Erlebnis ist die Cherokee Lime (nicht zu verwechseln mit der Cherokee Lime Stripes). Diese grüne Tomate ist richtig gut. Süß, aber nicht zu süß und eine gewisse Säure. Wird wieder angebaut.

Auch die Nepal hat mich begeistert. Die erste griechische Sorte, die ich angebaut habe, ist ebenfalls empfehlenswert. Die Batala. Der typische, alte Tomatengeschmack. Einziges großes Manko. Sie hält vielleicht ein bis zwei Tage. Danach fängt sie an zu faulen. Hatte eine Puszta Kolosz und eine Lehrertomate daneben, die geschmacklich ähnlich sind. Die halten deutlich länger. Ertrag von der Batala ist sehr gut.

Bei den Italienern hat mich die Costoluto di Fiorentino durch ihren süßen, fruchtigen Geschmack überzeugt, sowie die Costoluto di Castellamonte. Verstehe da nicht, dass die Nonna Antonia immer so hochgelobt wird, die ist aus meiner Sicht richtig fade und kann in keinster Weise mit den beiden vorgenannten Sorten mithalten.

Interessant ist einmal wieder zu beobachten, wie sich die zweite und dritte Generation Samen der eigenen Tomaten entwickelt hat. Habe das am Anfang ja nicht so ganz glauben wollen, aber da ist viel dran. Der eigene Samen stellt sich auf die eigenen Bodenbedingungen ein. So zu beobachten bei Smaragdapfel und der Lehrertomate. Die Pflanze von Smaragdapfel ist mit ca. 90 cm relativ klein. Sie trägt aber eine Unmenge an Früchten und die schmecken noch besser als in den Vorjahren. Die Lehrertomate trägt inzwischen richtig gut und ich muss die Früchte teilweise verschenken, weil sie so gut Früchte hervor bringt.

Marshmallow Chocolate ist vom Geschmack sehr gut und wird wieder angebaut. Sie ist aber von der Blütenendfäule stark betroffen.
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#94
Noch einige Beobachtungen:

Eine interessante Sorte ist die Napoli. Nicht die tolle Sorte, aber die Pflanze ist vielleicht 40 cm hoch, produziert aber eine Unmenge an etwa sechs Zentimeter langen Tomaten. Werde, wenn ich dazu komme, in das Tauschpaket einige Samen spendieren. Habe hier vergessen, die Pflanze umzutopfen und sie steht in einem Ein-Liter Topf(!). Sie hat dennoch um die 15 bis 20 Früchte produziert. Geschmack ist nicht der Topgescheschmack, aber gut für Pasta und Salate.

Die griechische Batala ist geschmacklich eine hervorragende Sorte mit dem alten Tomatengeschmack. Sie produziert sehr große Früchte. Das Problem bei der Batala ist die Haltbarkeit. Zwei Tage nach der Ernte sind bereits Fäulestellen feststellbar. Das ist auch im Internet der Kritikpunkt an dieser Sorte. Ein paar Pflanzen weiter (wollte schon schreiben: "Ein paar Häuser weiter") steht die Puszta Kolosz - eine meiner Stamsorten. Geschmacklich ist die Puszta Kolosz ähnlich, produziert vielleicht etwas mehr Früchte, ist aber viel besser in der Haltbarkeit. Warum soll ich dann zukünftig noch die Batala anbauen? Irgendwann baue ich die vielleicht wieder an. Aber hier ziehe ich die Puszta Kolosz, Kosovo Ochsenherz oder die Lehrertomate aufgrund der höheren Haltbarkeit vor.
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