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Jörgs Balkontomaten
(15.06.22, 23:54)Anna_MUC schrieb: Hallo Jörg,

Ich verfolge Deine Wintertomaten schon ne Weile und finde es faszinierend, wie lässig Du mit Deinem Rostmilbenbefall umgehst. Mich irritiert ein wenig, dass es bei Dir offenbar keine Auswirkung auf den Geschmack der Früchte hat, wohingegen andere im Forum berichten, dass bei ihnen die Früchte bei Rostmilbenbefall ungenießbar waren. Erklärst Du Dir das mit den oben erwähnten Nützlingen, die den Befall in Schach halten?

BTW, die Nadelhölzer bei Dir da im Hintergrund sehen nicht so knusper aus. Weißt Du was da los ist?

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Grüßle,
Anna

Die Nadelhölzer im Hintergrund sind durch 3 Jahre Wassermangel geschädigt. Sie stehen auf einem Nachbargrundstück.

Die meisten Nadelbäume sind Flachwurzler und deshalb betrifft es auch hier im Deister sehr oft Fichten, die absterben.

Die Tomaten schmecken bei Rostmilbenbefall genauso gut wie ohne Befall. Meine Frau kann das bestätigen.

Verkorkte Früchte bei sehr starken Befall natürlich nicht. Aber fast alle Tomaten haben keinerlei Verkorkungen, weil die Rostmilben von unten her angreifen und der Blütenstand ja oben ist und nur selten betroffen ist.

Nur wenn man spritzt (letztes Jahr hatte ich es gemacht) dann waren bei mir die Früchte im Geschmack etwas beeinträchtigt.

Letztes Jahr haben meine wenigen Pflanzen den Befall überlebt und bis zum Schluss schmackhafte Früchte geliefert. Wie es dieses Jahr wird werde ich sehen. Im Moment vermehren sie sich wieder stark.

Aber wie gesagt ich habe auch schon Nützlinge entdeckt. Bilder kommen nachher noch.
"Mit 90 Prozent aller Menschen nicht übereinzustimmen ist eine der wichtigsten Anzeichen für geistige Gesundheit."


Oscar Wilde
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Hier wieder ein paar Bilder.

Die Ernte ist von letzter Woche, so dass ich täglich wieder mein Tomatenbrötchen hatte.

Die bloody Butcher hat schon 2 Tomaten die beginnen sich zu verfärben.

Die Tigerella hat auch sehr guten Fruchtbehang. Die wild gekeimten machen sich auch gut.

Bei der mex. Honig sieht man jetzt sehr gut die Vergilbungen der unteren Blätter. Ein Zeichen der beginnenden Massenvermehrung durch die warmen Nachttemperaturen.

Letztes Jahr hat die mex. Honig auch so ausgesehen und trotzdem enorme gut schmeckende Tomaten geliefert.

Sie hatte mehr Tomaten als Blätter zum Schluss und sie haben hervorragend geschmeckt. Wie es diese Jahr wird weiß ich nicht.

Die grünen Raubwanzen konnte ich dieses Jahr noch nicht entdecken. Sie sind größer als die Sichelwanzen und werden sogar in Gewächshäusern eingesetzt gegen weiße Fliegen und Spinnmilben.

Sie hatten sich bei mir von ganz alleine eingefunden. Um ihnen das Überwintern zu erleichtern hatte ich das Vogelhäuschen mit Tannenzapfen gefüllt und eine Kiste mit Laub auf dem Balkon gestellt für Überwinterungsverstecke.

Die abgestorbenen Blätter der Tomaten kommen auch alle in diese Kiste, weil an Ihnen die Gelege der Nützlinge sind. Die Milben wandern ja von unten nach oben. Die Blätter kommen aber erst in die Kiste, wenn die Pflanze sie von selbst abwirft.
"Mit 90 Prozent aller Menschen nicht übereinzustimmen ist eine der wichtigsten Anzeichen für geistige Gesundheit."


Oscar Wilde
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Die Fuzzy Wuzzy sieht optisch ja super aus!

Deine Pflanzen sind schon sehr weit.

Dieses Jahr ist bis dato sehr gut. Meine sehen jetzt so aus wie sonst tlw. im Juli.

Lg
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Ja, mit der Fuzzy Wuzzy bin ich zufrieden. Sie scheint die Rostmilben am besten zu verkraften.

Vielleicht wegen der Behaarung und eventuell stärkeren Zellwänden, wer weiß.

Den Tumbling Tom hat es dagegen schlimmer erwischt, aber er treibt auch schon neu aus.
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Oscar Wilde
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https://d-nb.info/978746090/34

An der Fuzzy Wuzzy habe ich jetzt Exemplare dieser Weichwanze entdeckt. Sie liebt behaarte Pflanzen und ernährt sich auch von Milben.
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Oscar Wilde
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Heute wieder ein paar Bilder. Dank der warmen Witterung entwickeln sich die Tomaten gut.

Die bloody butcher hat schon mehrere rote Tomaten und auch die Tigerella errötet.

Ich bin mal gespannt wie schwer die eine dicke Tomate bei bloody butcher ist. Von der werde ich dann die Samen nehmen.

Die Rostmilben setzen weiterhin meinen zwei Wintertomaten zu. Die gelben Blätter lasse ich dabei bewusst an der Pflanze, bis sie von selbst abfallen.

Die Tomaten der Fuzzy Wuzzy und der Tumbling Tom schmecken trotz Rostmilben sehr gut. Keinerlei Unterschied zu früher und auch verkorkte Früchte hatte ich bis jetzt noch nicht.

Mal sehen wann die Biester meine 3 im Mai gepflanzten Tomaten befallen. Lange kann es nicht mehr dauern. Letztes Jahr kam die bloody butcher am besten mit den Milben klar. Die mex. honig dagegen wurde mehr gebeutelt, vermutlich weil sie dünnere Zellwände hat.

Ich glaube nicht, dass die Rostmilben es schaffen meine Tomaten zu killen. Es gibt ja schließlich auch kleine Helferlein, die sich aber nur einstellen und vermehren können, wenn man nicht gleich alles totspritzt.
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Oscar Wilde
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Jetzt habe ich doch schon die dicke Tomate der bloody butcher abgemacht und gleich noch die restliche Ernte.

Die Tomate wiegt doch glatt 90 Gramm, hätte ich so nicht gedacht.

Es sind immer nur ganz vereinzelt ein paar große Tomaten bei bloody butcher dabei, scheint sortentypisch zu sein.

Jetzt kann sie noch einige Tage nachreifen und dann mache ich von der Samen.

Die erste Tomate der Tigerella hatte dagegen nur 50 Gramm.
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Oscar Wilde
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So, heute nach 2 Wochen wieder ein paar Bilder.

Heute ist ungewohntes Herbstwetter mit nur 14 Grad und Regen. Wenn auch nicht viel, aber die Natur freut sich über jeden Tropfen.

Und heute nachmittag kann ich dann schwimmen gehen. Dann ist der Baggersee schön leer und das Schwimmen macht noch mehr spaß.

Mit den Tomaten bin ich trotz der Rostmilben zufrieden.

Meine Frau sagte mir, dass die Tomaten dieses Jahr nicht ganz so schlimm aussehen wie letztes Jahr. Also müssen doch irgendwelche Nützlinge am Werk sein. Ich konnte aber in den letzten Tagen nichts entdecken.

Wahrscheinlich sind es so kleine Nützlinge, dass man sie genauso wie die Rostmilben mit bloßem Auge nicht erkennen kann.

Aber egal. Die 2 Wintertomaten leben noch und die anderen Tomaten wehren sich sehr gut gegen die Milben.

Die Bloody Butcher und die Tigerella tragen sehr gut.

Und auch die dreikeimblättrige Tigerella hat gut angesetzt. Sie ist ja "wild" gekeimt. Ich hatte einfach letzten Herbst eine Tomate in einen 10-er Topf unter den Kirschbaum gestellt und sich selbst überlassen.

Und obwohl die Kerne frei auf der Erde lagen nachdem die Tomate sich zersetzt hatte und auch noch Frost im Winter abbekommen hatten sind etliche gekeimt.

Und nur die dreikeimblättrige habe ich dann in den 90 Liter Kübel gepflanzt, wo sie jetzt unausgegeizt zu einem ansehnlichen Busch herangewachsen ist.
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Oscar Wilde
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Heute wieder ein paar Bilder von meinen Tomaten.

Trotz Rostmilben kann ich immer noch gut ernten. Geschmacklich gibt es auch keinerlei Unterschiede zu früher.

Obwohl gestern hier bei uns ein Temperaturrekord vom 20.07.2006 geknackt wurde haben meine Tomaten es gut überstanden.

Es hat sage und schreibe 16 Jahre gedauert diesen alten Rekord zu brechen. Ich schreibe mir privat immer meteorologische Daten der vier Jahreszeiten auf, aber immer von meinem Wohnort.

Der alte Rekord stammte vom 20.07.2006 und betrug exakt 39,1 Grad gemessen in einer amtlichen Wetterstation (Barsinghausen/Hohenbostel).

Der neue Rekord von gestern beträgt 39,5 Grad.

Und meinen Tomaten scheint es nicht geschadet zu haben, weil es etwas windig war.

Trotz 20 Grad Temperaturrückgang (aktuell 20 Grad) heute nacht hat es fast gar keinen Regen gegeben.

Normal ist das nicht.

Die wild gekeimte Tigerella mit den 3 Keimblättern sieht irgendwie kräftiger aus als die Vorgezogene.

Vermutlich werden die Tomaten auch schwerer und dann werde ich von ihr Kerne nehmen und mal schauen ob sich das Dreikeimblättrige vererbt.

Insgesamt bin ich mit der Ernte zufrieden trotz Rostmilben. Irgendwann wird sich ein Gleichgewicht einstellen zwischen Nützlingen und Rostmilben.
"Mit 90 Prozent aller Menschen nicht übereinzustimmen ist eine der wichtigsten Anzeichen für geistige Gesundheit."


Oscar Wilde
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https://www.wurzelwerk.net/2020/11/23/mi...r-tomaten/

Wieder was gelernt.

Ich hatte meine wild gewachsene dreikeimblättrige Tigerella aus Mangel an Platz einfach in den Kübel der Kletterbohnen gepflanzt.

Dann konnte ich beobachten, dass die Tigerella, die sonst nur Tomaten bis 50 Gramm hervorbringt mit einem mal richtig große Tomaten am Start hat, schätzungsweise 100 Gramm.

Jetzt weiß ich auch warum. Bohnen entziehen der Luft Stickstoff mit Hilfe der Knöllchenbakterien, mit der ihre Wurzeln in Symbiose leben.

Und dieser Stickstoff gefällt den hungrigen Tomaten, also eine "winwin" Situation.

Beide Pflanzen lieben auch Wärme und hassen nasse Füße. Obendrein kommen beide aus Südamerika.
"Mit 90 Prozent aller Menschen nicht übereinzustimmen ist eine der wichtigsten Anzeichen für geistige Gesundheit."


Oscar Wilde
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