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Saison 2026: XXL-Tomatendach und Alpakas!
#1
Mein Saisonstart 2026: Von Keimboxen, dem XXL-Traumdach und Alpakas!

Hallo zusammen,
nachdem ich gefühlt der absolute Nachzügler hier im Forum bin, möchte ich euch heute auch endlich mal ein Update zu meiner aktuellen Tomatensaison geben.

Die Anzucht: Später Start & Luxusprobleme
Los ging es bei mir dieses Jahr erst am 20.03. – damit war ich gefühlt der Letzte hier im Forum. Ich habe mich dieses Jahr für die Keimbox-Methode in flachen Tupperdosen entschieden. Die Strategie war: Erst die frischen Samen rein, und sobald Platz frei wurde, wanderten die älteren Samen nach.

Weil ich mich bei der gigantischen Auswahl - Dank des Forums - an tollen Sorten einfach absolut nicht entscheiden konnte, ist das Ganze etwas eskaliert. Das Ende vom Lied: Der Keimerfolg war so überwältigend gut, dass ich nun ein echtes Luxusproblem habe – es sind viel mehr Pflanzen geworden, als ich eigentlich Platz im Garten und Zeit zur Pflege habe!

Mein diesjähriger Fokus liegt ganz klar auf den dunklen Tomaten. Letztes Jahr habe ich nämlich extrem gute Erfahrungen mit Antho-Sorten gemacht – insbesondere mit drei blauen Sorten. Die waren bei mir im Garten der absolute Hammer und wurden erst als allerletzte von der Braunfäule befallen, als rundherum schon fast alles platt war. Deshalb habe ich dieses Jahr bei der Sortenwahl gezielt in diese Richtung aufgestockt.

Ein kleiner Wermutstropfen: Rund 20 Sorten wollten leider gar nicht keimen, auch nicht nach vielen Wochen. Und das, obwohl ich sie zuvor extra einen Tag in Wasser und einen Tag in Nitritpökelsalz eingeweicht hatte. Aber gut, bei der Masse an Pflanzen, die es geschafft haben, fällt das kaum ins Gewicht.

Das Bauprojekt: Mein neues XXL-Tomatendach
                                   
In die Planung dieses Daches habe ich unheimlich viel Zeit gesteckt. Um das Ganze statisch und konstruktiv sauber hinzubekommen, habe ich mir dieses Mal eine KI zu Hilfe genommen – und ich muss sagen, ich habe dadurch extrem wertvolle Tipps für die detaillierte Planung und die Bewerkstelligung des gesamten Projektes bekommen. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an lustiger Mann und Grill Fan für eure tollen Anregungen hier aus dem Forum!

Heute vor genau einer Woche ist das Dach endlich fertig geworden. Alles in allem hat der Bau allerdings deutlich länger gedauert als ursprünglich geplant.
Für die Heimwerker unter euch hier die Daten und Details zur Konstruktion:
  • Fundament: Das Grundgerüst steht auf sechs einbetonierten H-Ankern und sechs Bodeneinschlaghülsen mit einer Tiefe von 90 cm. Die einbetonierten Fundamente haben eine L- bzw. U-Form, sind zwischen 75 und 95 cm tief und in der Regel 20 x 25 cm breit. Insgesamt habe ich dafür stolze 30 Säcke Zement à 25 kg verbraucht.
  • Holz & Träger: Als Pfosten kamen KDI-Hölzer im Format 7 x 7 cm zum Einsatz. Da diese noch recht feucht von der Kesseldruckimprägnierung sind, werden sie erst später gestrichen. Darüber hinaus habe ich KDI-Konstruktionsholz, KDI-Terrassendielen sowie upgecyceltes Palettenholz von normalen Paletten und von Aufzugspaletten verbaut. Das Ganze wurde in stabilem Sandwich-Bauweise zu großen Trägern zusammengeschraubt.
  • Schrauben: Bei der Holzkonstruktion habe ich ausschließlich verzinkte Teilgewinde-Tellerkopfschrauben verwendet – die kleinste Größe war 5 x 40 mm, die längste 6 x 140 mm.
  • Anstrich: Alle Einzelteile (bis auf die noch feuchten KDI-Pfosten) wurden im Vorfeld bis zu dreimal mit Wetterschutzgel gestrichen.
  • Was noch ansteht: Sobald ich mit dem Auspflanzen komplett fertig bin, werden noch die Kopfbänder zur zusätzlichen Stabilisierung montiert. Eine Regenrinne wird später ebenfalls noch angebracht.
Das große Drama mit dem Dach:
Hätte ich vorher gewusst, was das für ein absolutes Geficke mit den gebrauchten Kunststoffpaneelen wird, hätte ich mir ohne zu zögern neue Hohlkammerplatten gekauft! Ich hatte mir die Paneele über Kleinanzeigen kostenlos zur Abholung besorgt. Die Ernüchterung kam schnell: Teilweise sind die Dinger schon ordentlich vergilbt, nicht mehr ganz komplett transparent und in sich verzogen.
Die Paneele sind jeweils 20 cm breit und werden eigentlich ineinandergeschoben. In der Realität war das ein einziger, extrem zeitraubender Kampf. Das erste Viertel des Daches hat mich so viele Nerven gekostet, dass ich die Paneele dort gar nicht erst ineinandergeschoben, sondern einfach leicht überlappend direkt mit hochwertigen Edelstahl-Spenglerschrauben festgeschraubt habe. Die restlichen drei Viertel habe ich dann in mühsamer Arbeit, mit jeder Menge Kraft und dem Fäustling buchstäblich ineinandergeschlagen. Am Ende ist es zwar dicht und stabil, aber die Platten haben mich echt an den Rand des Wahnsinns getrieben!
Mitunter das zweitschwierigste am ganzen Projekt war es übrigens, die Löcher absolut passend durch die Pfosten zu bohren, damit sie exakt in die H-Anker und Bodeneinschlaghülsen passen. Gerade bei den H-Ankern bin ich zwischenzeitlich wirklich verrückt geworden, aber am Ende hat es zum Glück hingehauen!

Der Auspflanz-Marathon & die Standort-Strategie
Seit einer Woche bin ich nun nonstop am Auspflanzen – und ehrlich gesagt bis zum heutigen Tage immer noch fleißig dabei. Auch hierbei bin ich gefühlt der Letzte im Forum. Um die ganzen Pflanzen unterzubringen, habe ich meine bisherigen Flächen nicht nur wieder komplett belegt, sondern auch noch einmal ordentlich vergrößert.

Beim Verteilen der Pflanzen sehe ich die Sache mit dem perfekten Standort dieses Jahr übrigens nicht mehr ganz so dramatisch. Letztes Jahr musste ich nämlich die bitteren Erfahrung machen, dass es am Ende überhaupt keine große Rolle gespielt hat, ob eine Sorte explizit für das Freiland oder für den geschützten Anbau unter dem Regendach ausgewiesen war – als das Wetter umschlug, haben bei mir schlichtweg alle Tomaten gleichzeitig die Braunfäule bekommen.
Trotzdem bin ich dieses Jahr taktisch ein bisschen zweigleisig gefahren:
  • Große Fleischtomaten versuche ich nach Möglichkeit auf jeden Fall unter dem neuen Regenschutz zu ziehen, da sie einfach am empfindlichsten sind. Leider passen nur 40 Pflanzen komplett unter das Dach. Weitere 12 Pflanzen stehen immerhin noch zur Hälfte geschützt – hierbei handelt es sich passenderweise komplett um Tomaten mit Anthocyanen, welche für ihre dunkle Ausfärbung ja dringend das UV-Licht benötigen.
  • Die Antho-Sorten allgemein müssen sich flexibel beweisen: Sie stehen teils komplett geschützt, wandern direkt ungeschützt ins Freiland oder nutzen eben hälftig den Dachrand für den optimalen UV-Kick.
  • Kleinere Cocktailtomaten sind zäh, denen habe ich dieses Jahr durchaus auch wieder das raue Freiland zugemutet.
Das Dünger- & Mulch-Setup
Beim Thema Nährstoffe und Bodenpflege probiere ich dieses Jahr eine ganze Reihe an verschiedenen Komponenten aus:
  • Alpaka-Kacka: Mein Hauptdünger für die Beete in diesem Jahr.
  • Hühnermist: Hier habe ich sowohl ein Jahr lang gelagerten Restbestand als auch frischeren Mist komplett mit verbraucht.
  • Alpaka-Wolle: Kommt als Langzeitdünger und Wasserspeicher unten in die Töpfe und Kübel.
  • Hornspäne:     Hatte ich von einer Bekannten frisch vom Pferd bekommen. Bei meiner Pflanzenmasse waren die aber ruckzuck aufgebraucht.
  • Bockshornklee-Pulver: Mein Ersatz-Stickstofflieferant, auf den ich umgestiegen bin, als die Hornspäne leer waren. Das habe ich seither allerdings nur im Freiland verwendet.
  • „Goldwasser“: Da einige Pflanzen wegen des verzögerten Auspflanzens etwas zu lange in den kleinen Töpfen ausharren mussten und schon gelbe Blätter bekamen, musste eine schnelle Lösung her. Als hochwirksamer, rein biologischer Stickstofflieferant aus eigener, kostenloser Produktion kam hier flüssiges Gold zum Einsatz. In den Töpfen und Kübeln verwende ich es natürlich verdünnt, aber im Freiland gab es das auch schon mal in kleiner Menge unverdünnt direkt an die Pflanzen. Der perfekte Erste-Hilfe-Push, der extrem schnell wirkt!
Und zum Thema Mulchen:
Damit der Boden schön feucht bleibt, wird dieses Jahr fleißig gemulcht. Zum Einsatz kommen hier Rasenschnitt, feinstes Stroh und das Stroh-Heu-Gemisch von den Alpakas.
Es bleibt also spannend, wie sich die unterschiedlichen Dünger-Kombis auf die verschiedenen Sorten auswirken. Ich halte euch auf dem Laufenden!
Während die meisten von euch wahrscheinlich schon entspannt im Liegestuhl sitzen und ihren Tomaten beim Wachsen zuschauen, wünsche ich der kleinen, tapferen Fraktion der „Dauer-Auspflanzer“ – falls es da draußen tatsächlich noch jemanden gibt, der so hinterherhinkt wie ich – weiterhin gutes Durchhaltevermögen beim Endspurt!
Viele Grüße
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#2
Wow einfach ganz große Klasse, was für ein tolles und interessantes Projekt. Sehr schön geachrieben, liest sich sehr gut. Die viele Arbeit wird sich in den nächsten Jahren rentieren denke ich und mit soviel Zement werden da noch deine Enkel gärtnern können :laugh: 

Ich bin ja auch ein großer Fan der Antho Sorten, unter anderem wegen der von dir erwähnten Freiland Tauglichkeit. Ich bin gespannt wie es weiter geht.
Lass dich nicht aus der Ruhe bringen, der Sommer ist noch lang.

Gruß Flo
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#3
RESPEKT.. . :thumbup:

Man kann dieses "knisternde  Herzblut"  förmlich in den Zeilen lesen.

Es ist schwer , die Masse an Arbeit für solche Projekte auch nur annähernd wieder zu spiegeln.
Auch wird man im laufe der Zeit noch das ein oder andere abändern oder für sich selber verbessern.

Seit einer Woche bin ich nun nonstop am Auspflanzen – und ehrlich gesagt bis zum heutigen Tage immer noch fleißig dabei. Auch hierbei bin ich gefühlt der Letzte im Forum.

Bullshit.. .
Das musst DU anders sehen:
Die letzten werden die Ersten sein.. .

Ich freue mich schon auf deine Saisonerfolge.. . Yes
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#4
Danke euch für das tolle Feedback! ? Das mit dem Zement musste einfach sein, sicher ist sicher!
Flo, schön, dass du auch ein Antho-Freiland-Fan bist – ich bin echt gespannt, wie sich die Dunklen dieses Jahr schlagen. Ich habe nämlich leider bereits sechs Pflanzen mit Braunfäule, die es nicht mal bis zum Auspflanzen geschafft haben.

Bei ein paar Antho-Sorten war ich übrigens erstaunt, dass für diese ein geschützter Standort empfohlen wird. Eine komplette Reihe, die ich heute gesetzt habe, besteht übrigens aus insgesamt sieben Pflanzen und das sind alles Anthos. Tomate Nummer 1 dieser Reihe ist eine Antho Striped Dwarf und steht unter dem kleinen Bäumchen regengeschützt hahaha.
   

Heute habe ich aber immerhin wieder 19 Pflanzen in der Erde versenkt. Fünf Löcher waren bereits gestern Abend gegraben, die restlichen musste ich heute bei satten 34 Grad ausheben. Passend dazu habe ich heute direkt eine ganze Kofferraumladung voll Nachschub an Alpaka-Kacka geholt – und der erste Sack ist auch schon wieder fast komplett verbraucht!
   

Beim Dünger handhabe ich es dieses Jahr ganz nach dem Motto: Lieber ein bisschen mehr als ein bisschen zu wenig. Da muss ich unweigerlich an Annalise denken, weil ich meine, dass sie irgendwo mal so etwas geschrieben hat wie: „Leute, düngt eure Tomaten!“

Eine Black Icicle, die ich vor zwei oder drei Tagen gepflanzt habe, kommt allerdings nach wie vor schlapp daher. Wassermangel dürfte es nicht sein, sie wurde angegossen bzw. gegossen wie alle anderen auch. Sicherheitshalber hat sie heute noch einen Schluck bekommen. Ich hoffe einfach, dass es nur einer längeren Eingewöhnungsphase bedarf und sie in ein paar Tagen wie eine Eins dasteht.
   

Beim heutigen Angießen habe ich allerdings eine schräge Entdeckung gemacht: Nachdem ich ungefähr 6 Liter Wasser an eine Pflanze gegeben hatte und schon beim nächsten Loch war, wurde beim vorherigen plötzlich gefühlt der Stöpsel gezogen – und das ganze Wasser ist auf einen Schlag weggesackt! Das ist mir nun schon das dritte Mal passiert. Ich weiß es mittlerweile einfach, dass da eine Spitz- oder Feldmaus ihre Gänge im Spiel hat.

Grill-fan, um noch auf dein „Die Letzten werden die Ersten sein“ zurückzukommen: Da könntest du absolut recht haben! Ich habe hier tatsächlich schon drei beziehungsweise insgesamt sogar vier Pflanzen mit bereits roten Früchten stehen, die demnächst geerntet werden. Bei den bereits reifen Früchten handelt es sich bei der einzeln stehenden Pflanze um eine Altrosa Cocktail, und bei den drei nebeneinander, die heute gesetzt und endlich aus ihren zu kleinen Töpfen befreit wurden, um zweimal Prinzip Borghese und einmal Pantelli.
       

PS: Dieses Jahr bin ich drei Wochen früher mit der Aussaat dran gewesen und mit dem Beginn des Auspflanzens zwei Wochen später.
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#5
Nachdem ich ungefähr 6 Liter Wasser an eine Pflanze gegeben hatte und schon beim nächsten Loch war, wurde beim vorherigen plötzlich gefühlt der Stöpsel gezogen – und das ganze Wasser ist auf einen Schlag weggesackt!


Aus dem Grund werden meine Freilandtomaten nur im "geschützten" Kübel etwas.

Dein besagter Stöpsel..,bei mir kann man jedes mal fast einen Turnschuh in besagten "Krater" werfen. 

Mittlerweile fülle ich diese Löscher solange mit Sand auf, bis das Gießwasser wieder normal absagt.

Derzeit umkreisen meine "Mitbewohner" heftig die Paprikapflanzen. (Kleinen Saubiester.. Angel2   )
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#6
Hut ab und jede Menge Respekt was Du da an Arbeit und Energie rein gesteckt hast.
Und dann noch solche Mengen auspflanzen bei diesen Temperaturen ist nicht gerade ein Kinderspiel.

Die solide Bauweise (Beton) bedeuted zuerst viel Aufwand, dafür aber eine Garantie für Stabilität und Langlebigkeit.
Mein GWH (Tomaten) ist jetzt rund 45 Jahre alt, musste damals auch eine Stürtzmauer zur Hangstabilisierung betonieren.
Als (damals noch) junger Kerl null Ahnung vom Einschalen und Betonieren hatte ich das Glück das mein damaliger Nachbar sich den Murx wohl nicht mehr länger mit ansehen konnte,
über den Zaun stieg und mit anpackte. Die Stützmauer und das GWH stehen heute noch, wenn auch das Dach und die Verglasung im Laufe der Jahre mehrmals verbessert bzw. getauscht wurden.

Wenn Du irgendwann das aktuelle Dach ersetzen musst (was ja offensichtlich nicht so das Gelbe vom Ei ist) nimm unbedingt Acrylglas (Plexiglas) Wellplatten, nicht Polycarbonat das ein paar €ros
günstiger ist. Dann hast Du Minimum 30 Jahre Ruhe, lässt sich leicht selbst montieren und bleibt schön klar ohne durch UV Strahlung zu vergilben oder porös zu werden.
Las die Finger von den Doppelstegplatten, die setzen irgendwann innen zwischen den Kammern sich mit Algen oder Moos zu. Das macht nur Sinn um ein GWH gegen Kälte etwas besser zu isolieren, nicht aber für ein frei stehendes Dach.

Wünsche Dir gutes Gelingen und bin mal gespannt auf deine weiteren Berichte...............

LG  Werner
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#7
Hallo grill-fan,

herrlich, dann bin ich ja zumindest nicht allein mit diesem Phänomen! ? Das mit dem Turnschuh beschreibt es aber auch perfekt – man erschrickt im ersten Moment echt, wie schnell so viel Wasser einfach im Erdboden verschwinden kann. Bei mir haben diese Gänge übrigens die klassischen ca. 5 cm Durchmesser.

Ich hatte in der Vergangenheit schon mal deinen Beitrag dazu gelesen, wie du deine Freilandtomaten in den Mauerkübeln einpflanzt, und war zuerst ehrlich gesagt etwas verwundert darüber. Dein Beitrag, wie genau du das Ganze macht, hat mir dann aber absolut Aufschluss gegeben. Da ich seither keinerlei Anlass gesehen oder Probleme hatte, war das für mich eigentlich nie ein Thema. Zumindest bis jetzt hatte ich durch die (Spitz-)Mäuse keine Probleme beziehungsweise Einschränkungen.

Die Idee mit dem Sand ist übrigens genial, das werde ich mir definitiv merken! Da ich allerdings keinen Sand da habe, stopfe ich das Loch in solchen Fällen einfach mit etwas Rasenschnitt und Erde. Bereits aufgehäufte Hügel trete ich dann einfach direkt mit dem Schuh platt.

Hoffen wir mal, dass deine „Mitbewohner“ deine Paprikapflanzen bald in Ruhe lassen und die kleinen Raubtiere sich ein anderes Jagdrevier suchen!

***

Hallo Werner,

vielen Dank für das liebe Feedback und den Respekt! Ja, das Auspflanzen bei den Temperaturen hat mich echt an meine Grenzen gebracht, aber die Pflanzen mussten jetzt einfach dringend in die Erde. ?

45 Jahre steht dein Gewächshaus schon. Ja, Wahnsinn! Das ist der beste Beweis dafür, dass sich ein solides Fundament am Ende einfach bezahlt macht. Tolle Geschichte auch mit deinem damaligen Nachbarn!

Ich habe eh schon so viel Geld in das Projekt reingesteckt und da das Ganze zusätzlich in einer Art Windschneise steht, habe ich mich dann eben für diese sichere Variante mit dem Betonieren entschieden. Im Nachhinein bereue ich es auch kein Stück, da die H-Anker deutlich mehr Stabilität geben als die „locker“ eingesetzten Bodeneinschlaghülsen. Mit denen bin ich, was die Stabilität an sich angeht, überhaupt nicht zufrieden – der passende Pfosten in der Bodeneinschlaghülse hat einfach viel zu viel Spiel und lässt sich leicht verschieben. Das Metall bei der normalen Ausführung aus dem Baumarkt ist einfach nicht fix genug. Damit der Pfosten sich am Ende überhaupt nicht mehr bewegt, muss man die Schrauben so fest reindrehen, dass sich das Metall schon leicht nach innen verbiegt. Das Ganze geht dann eventuell ja auch zu Lasten der Schweißnaht, was auf Dauer nicht Sinn der Sache sein kann.

Und danke für den super Tipp mit den Acrylglas-Wellplatten (Plexiglas)! Wie ich ja schon geschrieben hatte, ist das aktuelle Dach tatsächlich noch nicht das Nonplusultra. Wenn der Austausch irgendwann ansteht, werde ich deinen Rat auf jeden Fall beherzigen und die paar Euro mehr in die Hand nehmen. Das Argument mit den 30 Jahren Ruhe und dem Algenproblem bei den Doppelstegplatten leuchtet absolut ein.

Viele Grüße und danke fürs Daumendrücken!
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#8
Ich habe beim Ausgraben der Pflanzlöcher im „Schotterfeld“ mal wieder einen kuriosen Fund gemacht und das Teil ausgegraben. Zuerst sah ich nur den oberen Kopf und dachte im ersten Moment echt an eine Art Stielhandgranate! ? Bis ich dann aber merkte, dass es doch etwas anderes zu sein scheint, und es vorsichtig ausgegraben habe.
Mich würde interessieren, was das ist. Weiß zufällig jemand hier im Forum, um was genau es sich hier handelt?


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#9
Ich habe da noch eine Ergänzung zum Thema Mäuse – in meinem Fall handelt es sich vermutlich um Spitz- oder Waldmäuse, wobei die Spitzmäuse auf meinem Grundstück bereits bekannt sind.
Unter anderem ist es mir beim Ausheben der Löcher passiert, dass ich im Augenwinkel eine Bewegung bemerkte. Ich habe in Richtung der angrenzend wachsenden Himbeeren geschaut und dort ein kleines Mäuslein entdeckt. Im ersten Moment war ich recht fasziniert und wusste gar nicht, wie mir geschieht – ich habe einfach nur zugeschaut.

Es fällt mir schwer, die konkrete Größe zu nennen, aber ich denke, sie war maximal 10 cm lang. Nach wenigen Sekunden des Zusehens ist sie in Nullkommanichts in dem frisch ausgehobenen Pflanzloch (Gesamttiefe ca. 40 bis 50 cm) verschwunden und dort logischerweise in einem Gang abgetaucht. Der Gang selbst war mir beim Ausheben vorher gar nicht aufgefallen!

Bei meiner morgendlichen Tomaten-Kontrollrunde entdecke ich zurzeit jeden Tag neue Erdaushübe.
         Interessanterweise fast ausschließlich immer wieder in neuen Löchern. Letztes Jahr hatte ich in der Erweiterung des Hauptfeldes lediglich ca. 18 Pflanzlöcher gegraben. Dieses Jahr habe ich diese um ca. 60 Pflanzlöcher erweitert, was den kleinen Mitbewohnern jetzt offenbar jede Menge neuen Raum bietet.

Ich drücke den Erdaushub dann einfach immer wieder direkt mit dem Schuh platt. Ich meine, dass bisher lediglich ein einziges Loch ein zweites Mal aufgehäuft wurde – alle anderen sind nach wie vor mit meinem Schuhabdruck bedeckt.

Vor zwei Tagen habe ich die Anhäufung eines Erdhügels an einer Tomate sogar in flagranti entdeckt! Wohl durch die Vibration meiner Schritte wurde das Tier aber hellhörig und hat schlagartig aufgehört. Ich habe noch kurz gewartet, aber es tat sich nichts mehr. Also habe ich auch diesen Erdaushub einfach wieder platt gedrückt.
   

Sorgen mache ich mir bis zum jetzigen Zeitpunkt übrigens nicht, da ich letztes Jahr auch keine Probleme damit hatte. Die Schnecken haben mir letztes Jahr viel mehr Sorgen bereitet – Mäuse dagegen gar keine.

Sofern es sich lediglich um die Spitzmaus handelt, ist das auch kein Thema, da diese die Tomaten nicht anfressen und hauptsächlich vorhandene Gänge nutzen, weil sie keine großen Gräber sind. Von der Größe her würde noch eine Waldmaus in Frage kommen, welche für die Tomaten ebenfalls nicht schädlich ist. Die klassische Wühlmaus wäre durchaus schädlich, aber da ich ja definitiv Spitzmäuse auf dem Grundstück habe und bisher keinerlei Probleme auftreten, vermute ich, dass es sich zusätzlich eben um keine Wühlmaus handelt.
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#10
Also Spitzmäuse graben weder Gänge noch schieben sie solche Bodenhaufen nach oben. Sie leben irgendwo unter Reisighaufen, in Zwischenräumen von großen Steinen, Bretterhaufen usw. Sie fressen auch keine Pflanzen sondern vertilgen Insekten und sind Nützlinge für den Garten.

Problematisch sind im Prinzip hauptsächlich Wühlmäuse da sie an allen möglichen Wurzeln fressen und so ganzen Pflanzen den Garaus machen können.

Durch die Glaskugel aus der Ferne an Hand von deinen Fotos würde ich bei den frisch geschobenen Bodenhaufen auf einen Maulwurf tippen, völlig unkritisch, ernährt sich nur von Würmern und anderen Bodenbewohnern, stehen zudem unter Naturschutz.

Mach mal einen Test. Probier mal ob du etwa in der Mitte des frischen Bodenhaufens das Loch, bzw. einen Gang findest, oder eher am Rande des Haufens. Gehts in der Mitte gleich runter spricht das für einen Maulwurf, endet der Gang eher am Rand für eine Wühlmaus.
Dann kannst Du mal so einen frischen Haufen "aufmachen", also den Gang frei legen. Wenn der innerhalb kürzerer Zeit, sagen wir mal 2-3 Stunden wieder mit frischer Erde zugeschoben ist dann wird es eine Wühlmaus sein. Dauert es bis über die Nacht, dann wird es mit größerer Wahrscheinlichkeit ein Maulwurf sein.

Sind jetzt nur Erfahrungswerte, keine Gesetze an die sich die Mäuse halten.

Es gibt natürlich auch noch verschiedene Sorten von Feldmäusen, die haben in der Regel aber keine Bodenhaufen, sondern legen Gänge an mit offenem Zugang.

Sind dann irgendwann in deine Fleischtomaten große Löcher rein gefressen hast du Ratten auf dem Grundstück, sie brauchen viel Flüssigkeit und gehen deswegen an Tomaten............
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