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Themabewertung:
  • 1 Bewertung(en) - 5 im Durchschnitt
Saison 2026: XXL-Tomatendach und Alpakas!
#11
Nachtrag Mäuseloch welches am Tomatendach gut ersichtlich ist und nachträglich gegraben wurde:
   

Die Black Icicle scheint sich langsam zu erholen. 
   
Die Eingewöhnungsphase scheint bei dieser Sorte allgemein etwas länger zu dauern. Ich habe noch eine zweite Pflanze neben das XXL-Tomatendach angrenzend gesetzt, und diese schwächelt ebenso. 
   
Beide Pflanzen haben außerhalb der Reihe zusätzlich etwas Wasser bekommen.
Gerade die neu gesetzte Reihe im Schotterfeld hat auch etwas geschwächelt. Die haben ebenso kurz nach dem Auspflanzen zusätzlich Wasser bekommen. Der Rest steht trotz der Hitze ziemlich 1A.

Unter dem XXL-Tomatendach ist ebenfalls alles super paletti und wunderbar! Gerade hier merke ich ein deutliches Wachstum in Größe, Breite und auch Stängeldicke. Durch das Dach wird bei dieser extremen Hitze Verbrennungen zusätzlich vorgebeugt.

Zuerst dachte ich, dass es eher kontraproduktiv und schlecht ist, wenn die Sonne nicht komplett durchgeht und das Dach einen Schatten wirft. Aber mittlerweile sehe ich es anders: Ich habe festgestellt, dass im Grunde nach morgens die Sonne von der einen Seite unter das Dach scheint, und wenn die Sonne von Nordost nach Südwest dreht, scheint sie von der anderen Seite darunter. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint das Ganze dennoch ziemlich perfekt zu sein.

Außerdem habe ich bei der enormen Hitze von 37 °C alle Pflanzen mit mehreren Fruchtständen ebenso etwas gegossen, um Blütenendfäule zu vermeiden. Noch stehen die Pflanzen ja noch nicht so lange ausgepflanzt im Freiland, und da spendiere ich gerne etwas mehr Wasser.

Allgemein handhabe ich es nämlich so, dass ich das Freiland nur im Notfall gieße – letztes Jahr habe ich in der gesamten Saison zum Beispiel nur ungefähr sechsmal gegossen. Dieses Jahr ist das aufgrund der Hitzewelle direkt nach dem Auspflanzen so derart aber einfach nicht möglich. Ich habe bereits zwei- bis dreimal gegossen, auch um auf Nummer sicher zu gehen.

Vor drei Tagen bereits habe ich morgens ein paar Schnappschüsse aufgenommen, die das ganze Ausmaß des Tomatenparadieses festhalten sollen. Ich hoffe, ich kann damit einen einigermaßen guten Gesamteindruck vermitteln.

XXL Tomatendach:
           
Erweiterung:
           
Schotterfeld: (erkennt man noch schlecht)
   
Aktueller Stand 
   
Aufgrund des späten Auspflanzens sind die Pflanzen noch nicht so groß gewachsen wie bei anderen, aber ich habe dafür bereits recht viele Fruchtstände. Alles in allem bin ich super zufrieden und freue mich dermaßen riesig auf die kommende Ernte! Ich habe so tolle Sorten dabei und kann es einfach gar nicht abwarten, bis ich in die Verkostung übergehen kann.
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#12
(27.06.26, 18:30)wemu . schrieb: Durch die Glaskugel aus der Ferne an Hand von deinen Fotos würde ich bei den frisch geschobenen Bodenhaufen auf einen Maulwurf tippen
Exakt dieser Gedanke ist mir bei einem größeren Hügel auch aufgekommen. Ein oder mehrere maulwürfe sind ebenfalls auf dem Grund vorhanden. Des öfteren ist mal hier oder mal da ein Maulwurfhügel. Normalerweise sind die aber etwas größer, weshalb ich eher Richtung Maus tendiert habe. Aber tatsächlich war der eine relativ mittig in der größe, bei dem ich durchaus auch daran dachte.

(27.06.26, 18:30)wemu . schrieb: Mach mal einen Test. Probier mal ob du etwa in der Mitte des frischen Bodenhaufens das Loch, bzw. einen Gang findest, oder eher am Rande des Haufens. Gehts in der Mitte gleich runter spricht das für einen Maulwurf, endet der Gang eher am Rand für eine Wühlmaus.
Dann kannst Du mal so einen frischen Haufen "aufmachen", also den Gang frei legen. Wenn der innerhalb kürzerer Zeit, sagen wir mal 2-3 Stunden wieder mit frischer Erde zugeschoben ist dann wird es eine Wühlmaus sein. Dauert es bis über die Nacht, dann wird es mit größerer Wahrscheinlichkeit ein Maulwurf sein.
Das habe ich noch nicht gemacht. Das kann man eventuell bei kühleren Temperaturen. Und wenn die aktuelle Lage es zeitlich zulässt machen. Ich kenne es allerdings eher anders herum, das eben der Maulwurf nicht über Nacht, sondern relativ zügig das Loch wieder verdunkelt da er Helligkeit hasst.

(27.06.26, 18:30)wemu . schrieb: Sind dann irgendwann in deine Fleischtomaten große Löcher rein gefressen hast du Ratten auf dem Grundstück, sie brauchen viel Flüssigkeit und gehen deswegen an Tomaten............
Ratten sind gering vorhanden. Schokoladenfabrik fußläufig. Eine war mal an meinem Fuß beim Sonnenbaden vor vielen Jahren. Blitzschnell und hat sehr gestunken. Letztes Jahr wurde ich fast von einer besagten über den Haufen gerannt als sie vom Tomaten Hauptfeld los sprintete und im Misthaufen verschwunden war. Mensch habe ich mich erschrocken, also plötzlich so einen riesen Viech auf mich zu lief. Dennoch nur zwei Mal Ratten in 15 Jahren gesehen.
Letztes Jahr aber ... Tatsächlich war mal eine Tomate angefressen, was ich nicht verstanden habe. Eine weitere war auch angefressen, richtig krass sogar, allerdings war die Nacktschnecke noch an ihr!
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#13
Seit drei Tagen haben wir 37 °C bzw. heute sogar 38 °C. Bis vor drei Tagen habe ich noch fleißig bei jeglichen Temperaturen Löcher gegraben, aber bei 37 °C in der prallen Sonne muss das echt nicht sein.
Ich bin daher vom Freiland zu den Töpfen und Kübeln übergegangen und habe in zwei Tagen insgesamt 26 Kübel bepflanzt.
       
Darunter befinden sich insgesamt sieben neue gebrauchte Kübel bzw. Eimer.

Davon zählen zwei zur Kategorie XXL und zwei andere zu einer sehr großen Größe. Diese vier großen Pflanzgefäße habe ich mit vier tollen Fleischtomaten bepflanzt: Die zwei XXL-Kübel mit **Kellogg's Breakfast** und **Dutchman**, die zwei sehr großen mit **Novikov's Giant** und **Moya**.
   
Den vieren habe ich auch eine extra Portion Alpaka-Gold spendiert. Und da diese Sorten besonders empfindlich auf Trockenheit reagieren und mit Blütenendfäule reagieren können, gab es im Boden auch noch eine extra Portion Alpaka-Wolle als Feuchtigkeitsspeicher dazu.

In allen Kübeln waren die Pflanzen schon recht groß. Bei diesen habe ich zuerst ausreichend Alpaka-Wolle hineingelegt, die Tomaten direkt darauf gesetzt und die Alpaka-Kacke dann außenrum verteilt. Dementsprechend können die Pflanzen am tief eingegrabenen Stängel jetzt viele Adventivwurzeln ausbilden.
                       

Nachdem nun bis auf drei große Reservekübel alle großen Pflanzgefäße verbraucht sind, habe ich mich meinen 9-Liter-Eimern gewidmet. Bei den Temperaturen muss ich wie gesagt keine Löcher buddeln – da bepflanze ich lieber auf der Terrasse unter dem Balkon meine Gefäße. Die Sonne kommt dort ab ca. 15 Uhr hin, und je später es wurde, desto weiter ist sie auf die Terrasse gewandert. Ich bin dann mit meiner Arbeit immer ein Stück weiter nach hinten in den Schatten ausgewichen.

Der Schweiß tropfte mir im Minutentakt von der Stirn – natürlich zielsicher auf die Innenseite der Brillengläser, während der Rest direkt auf dem Boden landete. Positiv hervorzuheben ist aber, dass die Tropfen auf dem Innenglas bei der extremen Hitze doch einigermaßen schnell wieder getrocknet sind; die Sicht war danach zwar etwas getrübt, aber immerhin wieder frei. Gegen 15:40 Uhr war hier dann aber auch endgültig Feierabend, weil es einfach zu unerträglich heiß wurde.

Hierfür habe ich mich heute den Zwerg- bzw. Buschtomaten gewidmet und ungefähr zehn Stück eingetopft. Nur bei diesen 9 bzw 12-Liter-Eimern war die Vorgehensweise etwas anders: Zuerst kam die Alpaka-Wolle rein, dann die Alpaka-Kacke, etwas Erde und schließlich die Tomate obendrauf.
Bei diesen extremen Temperaturen habe ich die Tomaten jetzt erst einmal direkt an die Hauswand gestellt, damit sie so wenig wie möglich direkte Sonne abbekommen. Ich möchte nämlich auf keinen Fall riskieren, dass die Blüten jetzt unnötig verbrennen.
       

Auch bei den Töpfen gilt für mich: Lieber etwas mehr Dünger als zu wenig. Allerdings war ich mir heute dann doch etwas unsicher. Nachdem ich über das Forum erfahren habe, dass die "Dwarfs" (Zwergtomaten) grundsätzlich wohl etwas mehr Dünger benötigen als normale Tomaten, hat mir die KI eher zum Gegenteil geraten. Nach der KI hätte ich meine Tomaten dementsprechend viel zu sehr überdüngt.

Erfahrungswerte habe ich mit der Alpaka-Kacke noch nicht, daher kann ich das selbst im Moment schwer beurteilen. Ich habe das jetzt einfach so gemacht, wie ich es mir gedacht habe. Wird schon schiefgehen! Und wenn, dann ist es am Ende auch egal – denn dank meines absoluten Luxusproblems, dass ich sowieso sehr, sehr viele Tomaten habe, kann ich das ganz entspannt sehen.
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#14
Früchte werden plötzlich weich und schrumpelig – Hitze oder Wassermangel nach Umtopfen?

Hallo zusammen,
ich brauche mal eure Einschätzung. Bei meiner Tomate (beschriftet als „Feuerwerk“, auch wenn die Fruchtform dafür eigentlich nicht ganz typisch ist – das ist aber gerade zweitrangig) habe ich aktuell ein Problem mit den Früchten: Sie werden ganz komisch weich, bekommen Dellen und die Haut schrumpelt extrem (siehe Fotos).

Vielleicht ganz wichtig zur Vorgeschichte: Ich habe die Pflanze erst vor drei Tagen aus einem kleinen Topf in ihren endgültigen Kübel umgetopft und in dem Zuge auch direkt gemulcht. Beim Umtopfen selbst ist mir an den Früchten noch nichts aufgefallen.

Was meint ihr: Ist das ein klassischer Hitzeschaden/Sonnenbrand, bei dem das Gewebe kollabiert ist, oder zieht die Pflanze wegen des Umtopfstresses (Wurzelbeschädigung) und der Hitze gerade Wasser aus den Früchten ab? Soll ich die betroffenen Tomaten direkt abnehmen?
Danke für eure Hilfe!


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#15
Da ich dieses Jahr zum ersten Mal Alpaka-Kacka im Garten verwende, wollte ich euch diese faszinierenden Tiere mal allgemein ein bisschen näherbringen.

Alpakas sind von Natur aus absolute Distanz- und Fluchttiere. Sie sind extrem scheu, weshalb man nicht einfach so auf sie zugehen und sie streicheln kann – Kuscheln ist bei ihnen einfach nicht drin. Auch in der Haltung sind sie bei uns nach wie vor etwas Besonderes und absolut nicht so weit verbreitet wie klassische Nutztiere wie Schafe, Hühner oder Rinder.
                       
Gegenseitiges Beschnuppern:
     

Das Geheimnis von "Alpaka-Gold"
Für uns Gärtner haben diese Tiere aber einen ganz besonderen Schatz im Gegäck: Ihre „Alpaka-Kacka“. Schaut man sich die Zusammensetzung mal genauer an, versteht man schnell, warum die so genial ist:
**Perfekt ausgewogenes NPK-Verhältnis:** Sie liefert genau die richtige Mischung aus Stickstoff (N) für das Wachstum, Phosphor (P) für die Blütenbildung und Kalium (K) für die Fruchtqualität und Stabilität der Pflanzen.
   

Alpaka-Kacka vs. Rinderdung:
Rinderdung ist zwar ein guter Bodenverbesserer, hat aber oft einen recht hohen Salzgehalt und riecht intensiv. Alpaka-Kacka hingegen ist nahezu geruchlos, speichert Nährstoffe extrem gut und lockert den Boden perfekt auf.

Alpaka-Kacka vs. Hühnermist:
Hühnermist ist extrem „scharf“ und hat einen sehr hohen Stickstoffgehalt. Wenn man da nicht höllisch aufpasst und ihn gut kompostiert, verbrennt man sich damit ruckzuck die Wurzeln der Pflanzen. Alpaka-Kacka ist dagegen so mild, dass man sie sogar frisch und unkompostiert direkt an die Pflanzen geben kann, ohne dass etwas verbrennt. Da Alpakas effiziente Wiederkäuer sind, enthält die Kacka zudem kaum unzersetzte Unkrautsamen.

**Wie ich zum "Scher-Gehilfen" wurde**
Alpakas werden in der Regel einmal im Jahr geschoren, meistens im Zeitraum zwischen April und Mai, um sie für den Sommer von ihrer dicken Wolle zu befreien. Und genau das hat mir ein absolut geniales Erlebnis beschert!
Ich bin ursprünglich eher zufällig mit dem Besitzer in Kontakt gekommen, weil ich eigentlich nur etwas von der Alpaka-Kacka für meine Tomaten haben wollte. Dabei kam man ins Gespräch, ich habe mich weiter über die Tiere informiert und einfach mal neugierig nachgefragt, was er denn eigentlich mit der ganzen Wolle macht – das Scheren stand ja demnächst irgendwann an.

Wie sich herausstellte, ist der Besitzer professioneller Alpakascherer. Früher hat er auch Schafe geschoren, aber das macht er heute nicht mehr. Da es anscheinend gar nicht so viele Alpakascherer gibt, ist er mittlerweile überregional tätig.

Irgendwann später kam dann die Überraschung: Er hat mich tatsächlich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, beim Scheren vorbeizukommen und aktiv mitzuhelfen! Das war ein absolut außergewöhnliches Erlebnis, mit dem ich so im Leben nicht gerechnet hätte. Das ist schließlich eine Aktion, die man nicht alle Tage miterleben darf. Ich war sofort total aufgeregt, wahnsinnig neugierig und habe natürlich ohne zu zögern zugesagt.

**Einmal im Jahr wird's luftig**
Geschoren wurde auf einem Spezialtisch, den der Besitzer komplett selbst gebaut hat. Meine Aufgabe bei der Aktion was es, die Fixierhilfe zu nehmen, sie um den Bauch des Alpakas zu legen, den Schwenktisch einzurasten und die Fixierhilfe auf der Unterseite festzumachen, damit der Bauch des Tieres sicher fixiert ist. Zusätzlich wurden auch die Vorder- und Hinterbeine festgemacht. Wenn der Tisch dann umgelegt war, bestand meine weitere Aufgabe darin, die Hinterfüße in Position zu halten.

Das Scheren eines Tieres geht super fix und dauert insgesamt nur ungefähr 10 bis 15 Minuten. Bei der Gelegenheit wurde auch direkt ein kompletter "Service" durchgeführt: Die Zähne der Tiere wurden kontrolliert, und bei einem der Alpakas war auch eine Kleinigkeit an den Zähnen, die dann gleich direkt mitbehandelt wurde.
Der Tisch war bei der Aktion auch bitter nötig, vor allem beim ersten Kandidaten! Der braune Alpaka ist nämlich der Anführer der Bande – der Big Boss. Und er hat sich wirklich am schlimmsten angestellt. Er hat wild umhergeschrien und gezappelt, das kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man nicht selbst dabei war! Vor lauter Aufregung hat er sogar ein kleines Angstwässerl verloren. Es half ihm aber alles nichts: Er wurde geschoren, und das ist bei den Temperaturen schließlich auch gut so.

Die zwei anderen im Bunde, die zwei hellen Alpakas, waren dagegen deutlich angenehmer und entspannter. Die haben zwar auch ein- bis zweimal kurz gezappelt und mal einen Laut von sich gegeben, aber das war es dann auch schon.
           
Ganz am Schluss, bevor die Tiere wieder in die Freiheit entlassen wurden, haben sie noch ein Spot-on-Insektenschutzmittel auf den Rücken aufgetragen bekommen. Diese Behandlung wird dann Anfang November ein zweites Mal wiederholt, um die Tiere über den Winter vor Parasiten zu schützen.

**Wichtiges Thema: Insektenschutzmittel & Wolle im Garten**
Da ich die Wolle ja im Garten nutzen möchte – sie dient dort schließlich nicht nur als phänomenaler Feuchtigkeitsspeicher, sondern ist gleichzeitig auch ein extrem wertvoller Stickstofflieferant und genialer Langzeitdünger –, habe ich mich im Vorfeld intensiv mit dem Thema befasst und recherchiert, wie es sich mit dem Insektenschutzmittel verhält.

Da das Mittel im November noch einmal aufgetragen wird, sind es bis zur Schur im April bzw. Mai zwar nur rund sechs Monate, aber das Ergebnis meiner Recherche ist trotzdem beruhigend: Das Mittel ist bis dahin in der Wolle praktisch vollständig abgebaut.

Eventuelle minimalste Rückstände sind im Freiland überhaupt kein Problem, da der Wirkstoff extrem gut an Bodenpartikel gebunden und von den dortigen Mikroorganismen zügig zerlegt wird. In Töpfen und Kübeln ist es zwar prinzipiell etwas sensibler, aber auch dort packen die Mikroorganismen den Abbau problemlos.
Um aber für die vielen nützlichen Würmer und die Biologie in der Alpaka-Kacka absolut kein Risiko einzugehen und ein perfektes Mikroorganismen-Klima in meinen Töpfen zu schaffen, habe ich die Wolle vor der Verwendung trotzdem einmal kurz in handwarmem Wasser durchgeknetet und gut ausgewrungen. Sicher ist sicher!

**Das Alpaka-Rundum-sorglos-Paket**
Nachdem alle drei Tiere geschoren waren, habe ich direkt die ganze Wolle aufgesammelt und in Säcke verpackt. Die Ausbeute war riesig: Pro Tier gab es ungefähr einen großen, blauen Müllsack voll!
Ganz am Schluss haben wir dann auch noch das alte Stroh-Heu-Gemisch aus dem Alpaka-Haus ausgewechselt. Und weil ich für den Garten ja alles gebrauchen kann, habe ich den alten Stallmist auch gleich komplett mitgenommen.

Ich habe hier also quasi das volle Alpaka-Rundum-sorglos-Paket bekommen! Eine absolute Win-Win-Situation für uns beide: Der Besitzer hatte eine helfende Hand beim Scheren und das Alpaka-Haus direkt sauber, und ich bin mit bergeweise bestem Gartenmaterial und einer unvergesslichen, genialen Erfahrung nach Hause gefahren.
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#16
Ein schöner Bericht. :thumbup:
 
Alpakas gibt es bei mir 20 km entfernt.

Start | Obstwiesen Alpakas
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#17
Interessant wie das ganze so abläuft. Auch hier in der näheren Umgebung gibts welche,
da komme ich des öfteren bei meiner Fahrrad Tour vorbei.

Wie "alt" ist deine Alpaka Kake jetzt wo du sie in die Kübel packst?

Wenn ich das mit Pferdemist vergleiche (keine Ahnung ob das Düngermäßig ähnlich ist) hätte ich Gefühlsmäßig gesagt das du 
da deutlich zuviel Dünger im Topf hast? Wie gesagt, kann ich absolut nicht einschätzen, aber du wirst das die nächsten Wochen dann schon vor Ort feststellen.
Deutliche Anzeichen wären "Schopfbildung" mit bei warmen Temperaturen hängenden Köpfen und schlaffen Blättern.

Zu deinen weichen kaputten Früchten kann ich so nichts sagen, habe ich in dieser Form noch nie gehabt. Kann mir schon vorstellen das die Hitze + Sonneneinstrahlung zuviel war???

LG  Werner
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#18
[Bild: attachment.php?aid=46249]

Hat schon große Ähnlichkeit mit Ofentomaten...
Würde auf Hitzeschaden tippen...
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#19
(28.06.26, 21:01)guarana schrieb: [Bild: attachment.php?aid=46249]

Hat schon große Ähnlichkeit mit Ofentomaten...
Würde auf Hitzeschaden tippen...
Ja, bei Niedertemperatur gegart...
Die Tomate ist eine Frucht, die wohl unmittelbar aus dem Paradiese zu uns gekommen sein muß, und wenn sie nicht die hesperidischen Äpfel bedeutet, gewiß der Apfel gewesen ist, den Paris der Venus bot, sehr wahrscheinlich auch der, welchen die Schlange zur Verlockung der Eva anwendete.
Eugen van Vaerst
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#20
Hi grill-fan,
ich hatte mich mit dem Besitzer auch kurz darüber unterhalten. Er ist da ehrlich gesagt ziemlich distanziert und hält nicht viel von diesen ganzen rein gewerblichen Alpaka-Wanderungen. Alpakas sind und bleiben eben sensible Fluchttiere. Wenn die nonstop als Touristenattraktion herhalten müssen, bedeutet das für die Tiere oft puren Stress, was man ihnen durch ihre ruhige Art nur leider nicht sofort ansieht.
Ich persönlich verstehe ehrlich gesagt auch den Sinn nicht ganz, mit einem Alpaka an der Leine spazieren zu gehen. Andererseits könnte es ja genauso gut ein Esel, eine Ziege, ein Schaf oder ein Pferd sein. ?


Hallo Werner,
das ist eine berechtigte Frage! Beim Alter ist Alpaka-Kacka zum Glück extrem unkompliziert. Im Gegensatz zu Schaf-, Hühner- oder Pferdemist ist Alpakamist nämlich ein sogenannter **„Kaltdünger“**. Er hat einen relativ geringen Gehalt an leicht löslichen Salzen und Ammoniak, weshalb er beim Zersetzen im Boden keine extreme Hitze entwickelt. Die Gefahr, dass man sich damit die Wurzeln verbrennt (wie es bei frischem Pferdemist passieren kann), gibt es hier also praktisch nicht – man kann ihn sogar theoretisch frisch verwenden.
Bei dem Haufen, von dem ich meinen Mist habe, verhält sich das Alter ohnehin aufgeteilt: Der Besitzer rechelt und schaufelt die angefallene Kacka kontinuierlich auf denselben Haufen. Der äußere Bereich ist dementsprechend recht frisch. Frisch sieht das Ganze aus wie viele einzelne, tiefschwarze Köttel bzw. „Bohnen“.

Der mittlere und ganz untere Bereich des Haufens ist am ältesten. Wenn der Mist dort länger liegt, werden die Bodenorganismen richtig aktiv und beginnen, die Köttel langsam zu zersetzen. Das Ergebnis ist dann kein schwarzer Kot mehr, sondern ein dunkelgrün-bräunliches, wunderbar erdiges Gemisch, das von extrem vielen Regenwürmern durchsetzt ist. Das ist dann schon bester, lebendiger Humus!

Ich nehme beim Holen meistens von allem etwas von dem Kackehaufen mit. Die einzelnen, frischen Köttel sind vom Gewicht her deutlich leichter und lassen sich dadurch viel besser dosieren. Der bereits angerottete oder verrottete innere Teil beherbergt zwar entsprechend viel mehr Bodenorganismen, ist durch die Feuchtigkeit und Dichte aber vom Gewicht her auch ein ganzes Stück schwerer. Daher fahre ich mit einer Mischung aus beidem am besten – das scheint für mich der perfekte Weg zu sein.

Meine verhungerten Pflanzen, die noch in den kleinen Töpfen festsitzen, bekommen dann etwas von dem bereits zersetzten, reifen Mist direkt an die Pflanze, während ich die einzelnen Köttel unten und oben im Topf verteile.

Bezüglich der Überdüngung und Schopfbildung muss ich allerdings zugeben: Eine gewisse Schopfbildung ist bei mir teilweise tatsächlich schon gegeben. Die Theorie, dass die Nährstoffe rein organisch gebunden sind und sich die Pflanze quasi "nur holt, was sie braucht", muss man in der Praxis wohl doch etwas relativieren. Wenn das Bodenleben bei dem feuchtwarmen Wetter erst mal richtig in Fahrt kommt, wird eben doch ordentlich Stickstoff auf einmal freigesetzt und von den Tomaten dankend (oder manchmal eben etwas zu gierig) aufgenommen. Wie es sich im Langzeittest schlägt, wird sich jetzt einfach zeigen müssen.

Ja, eventuell habe ich tatsächlich etwas zu viel von der Kacka verwendet. Es ist für mich natürlich auch nicht ganz so leicht einzuschätzen, da ich hier ja keine fertige Dosierungsempfehlung auf der Verpackung stehen habe, wie es bei einem Sack aus dem Geschäft der Fall wäre. Ich habe mich da noch mal ein bisschen schlau gemacht, was die reinen Werte angeht: Im Vergleich zum extrem scharfen Hühnermist hat Alpaka-Kacka tatsächlich nur etwa ein Viertel bis ein Drittel der Konzentration. Im Vergleich zu normalem Pferdemist hat sie dafür aber fast die doppelte Nährstoffdichte! Da verschätzt man sich beim Dosieren natürlich schnell mal.

Sehr vereinzelt zeigen meine Pflanzen aktuell bei dieser Hitze nach oben hin eingerollte Blätter. Momentan gehe ich aber nach wie vor davon aus, dass das zumindest teilweise auch schlicht mit den extremen Temperaturen zusammenhängt. Zumal diese eingerollten Blätter eben auch bei den Pflanzen auftreten, die noch komplett ungedüngt in ihren kleinen Töpfen auf dem Balkon stehen.


Hallo guarana und asmx91,
danke für eure Einschätzung! Das deckt sich tatsächlich eins zu eins mit meinem allerersten Gedanken, als ich die Früchte angefasst habe: Die wirkten im Grunde so, als wären sie an der Pflanze regelrecht gekocht worden.
Das Kuriose ist eben, dass diese betroffene Pflanze im Vergleich zu all den anderen drumherum weder mehr noch weniger Sonne oder Hitze abbekommen hat. Sie stand genau wie die Nachbarn in der vollen Sonne. Mir ist so etwas in dieser Form bisher auch noch nicht passiert – das ist für mich also eine echte Premiere.
Ich habe die drei betroffenen Früchte inzwischen entsorgt. Es bleibt jetzt auf jeden Fall spannend, wie die nächsten Früchte an der Pflanze aussehen werden. Für die Sorte „Feuerwerk“ waren diese drei Ausreißer von der Form her nämlich eigentlich ohnehin viel zu rund und völlig untypisch. Ich bin gespannt, was da jetzt nachkommt!
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