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Hallo Birgit,
herzlich Willkommen!
Dein Hof schaut wunderschön aus, so würde ich auch gerne leben. Zu alten baltischen Sorten kann ich leider nichts beitragen, ich würde mich aber auch gezielt an Thomas Seidl wenden, der hat ja ev. Tipps oder Kontakte.
Was aber der Farbumschlag nach gelb betrifft, so hatte ich das auch ein paar sehr wenige Male. Letzen Sommer beispielsweise: Die Cocktailtomate Pink Princess kam bei mir in drei Varianten daher: rot und eiförmig, gelb und rund, grün-gelb-gestreift und eiförmig. Rund und pink hätte sie sein sollen. Hier war die Sorte noch nicht ganz stabil, obwohl sie samenfest sein sollte. Das passiert auch hin und wieder.
Wobei man eine Verkreuzung auch nicht komplett ausschließen kann in diesem Fall, ich habe das Saatgut von Thomas Seidl und der verhütet die Pflanzen nicht.
Im Endeffekt war es aber eine schöne Überraschung. Die grüne Variante war richtig toll, die säe ich heuer wieder aus und bin gespannt, was rauskommt.
Liebe Grüße
Sarah
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13.02.26, 12:46
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.02.26, 12:47 von Vogelbeere.)
Ja, das mit dem winzigen Tomatenhaus das war natürlich scherzhaft gemeint. Aber ihr kennt das ja, ein Tomatenhaus ist immer zu klein. Glücklicherweise ist viel Platz an der Rückwand des Nebengebäudes, Südseite, aber keine Fenster. Keine Ahnung warum man damals Häuser verkehrtrum aufgebaut hat, sonnengungrig waren Leute vor 100 Jahren doch sicherlich auch.
Was das Wetter anbetrifft: Ich bin eigentlich ein Sonnenanbeter und würde besser nach Portugal oder wenigstens Südfrankreich passen. Ich muss aber sagen, dass ich die Jahreszeiten hier echt schätzen gelernt habe. Das Frühjahr geht zwar erst los, wenn die letzte Scholle in der baltischen See geschmolzen ist, aber es gibt hier keine solchen Temperatursprünge wie in D und die Sommer sind herrlich, hell und voller Mücken  . Die hellen Nächte haben den unschlagbaren Vorteil, dass alles viel schneller wächst.
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(12.02.26, 23:55)Vogelbeere schrieb: Tja, von einem Hof habe ich auch immer geträumt und dann... zack... war er da und dann auch noch 4km vom Meer entfernt. Zur Zeit sehr tiefgekühlt.
Ein paar baltische Sorten habe ich bereits gefunden, aber nur sehr wenige. Es wird hier viel neues samenfestes kreiert, meine Liebe gilt aber den alten Schätzchen mit viiiel Geschmack. Im Samenarchiv Bohl tauchen mehrere lettische Personen auf, die ihm Saatgut geschickt haben, nach denen man aber nicht googeln kann. Ich habe so meine Zweifel, ob der gute alte Mann den Kontakt herstellen würde. Auf den Märkten bekommt man stets die gleichen Sorten. Das Samensortiment im Baumarkt ist super, viel samenfestes, aber eher russische Sorten und natürlich auch mehr die ohnehin bekannten.
Mein Tomatenhaus ist zu einer Längsseite offen und nur durch Nagerdraht gegen unliebsame Mitesser geschützt. Es ist aber leider so winzig, dass ich die Hälfte der Pflanzen an den Südseiten der Häuser in Eimern aufstellen muss. Klappt aber auch bestens.
Was etwas mysteriös ist: Ich habe schon zweimal erlebt, dass rote Sorten gelb werden. Beides Sorten, die ich schon länger anbaue und stets gleich geblieben sind (ich verhüte).
Was ich auf deinen Bildern sehr interessant finde, ist die Holzkonstruktion eures Gewächshauses. Gibt es da Erfahrungen, wie lange so etwas hält?
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Nein, ist mein erstes Tomatenhaus und keins für die Ewigkeit.
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Naja, die wenigsten Dinge sind für die Ewigkeit. Mein Gewächshaus ist inzwischen fast fünfzig Jahre alt und hält bombenfest. Davor hatte mein Vater ein Gewächshaus, das hielt keine zehn Jahre. Lag an dem Kunststoff, der damals recht schlecht war.
Wie sieht das bei dir mit der Holzkonstruktion aus, wenn die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus sehr hoch ist. Merkst du da bereits Verschleisserscheinungen?
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Das ist ja kein Gewächshaus, sondern ein Tomatenhaus. Auf dem Bild war das noch nicht ganz fertig, aber die Längswände bestehen aus Nagerdraht (ich habe freilaufende Kaninchen), folglich entsteht nie hohe Luftfeuchte, die ich nicht nur fürs Holz schädlich halte, sondern erst recht für Tomaten, die das gar nicht mögen. Dem Holz setzt mehr Nässe zu und ich denke, das größte Problem wird Nässe zwischen Holz und Folie sein.
50 Jahre ist ja schon eine Hausnummer, würde mir reichen, die Wahrscheinlichkeit, dass ich noch so lange lebe, ist denkbar gering. Man hätte natürlich solider bauen können, aber dafür fehlte mir das Kleingeld. Hab noch nebenbei ein Haus kernsaniert.
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Auf jeden Fall sieht das Ding fantastisch aus. Wenn das dreißig Jahre hält, dann ist das doch in Ordnung. Meine Pergola ist jetzt auch sechs oder sieben Jahre alt. Wir hatten gesagt, wenn die 20 Jahre hält, ist das in Ordnung. Ob ich in zwanzig Jahre noch Tomaten anbaue, halte ich eher für fraglich. Und damit hat das dann alles seinen Zweck erfüllt.
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Das Lob werde ich meinen Handwerkern weitergeben. Ich habe geplant, sie gebaut. Warum ich die Seiten offen haben will, haben sie bis heute nicht begriffen. 30 Jahre wären fantastisch, glaube ich aber nicht.
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