02.11.25, 13:21
(02.11.25, 11:13)Susa schrieb: ...Den Neuzüchtungen und den "Hurra, die musst Du haben!"-Internet-Beitrag-Tomaten laufe ich nicht mehr hinterher. Ich probier einfach aus. Mich nervt das "Kennst du die Tolle Internet-Hype Tomate"?
Bei mir gibts „Klassiker-Sorten“ und keine ausgefallenen Neuzüchtungen. Hab letztens gelesen, dass bei einigen Neuzüchtungen die Sorten nicht stabil sind und alles mögliche dabei rauskommt. Diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Deshalb: Nein, danke.
Ich hatte dieses Jahr viele russische Sorten und die haben das bescheidene Wetter sehr gut weggesteckt. Der Geschmack war ebenfalls sehr gut, ausser bei der „Marmande“ (ja, die ist eigentlich französisch).
Nächstes Jahr gibts voraussichtlich wieder viele russische Sorten. Ich laufe keinen tollen Neuzüchtungen mehr hinterher. Geschmacklich sind die oft einfach nur Durchschnitt, mit wenigen Ausnahmen. Ich bevorzuge diese Geschmackstiefe, die man bei alten russischen oder amerikanischen Sorten findet.
...
Mit den Russen kann ich dir nur beipflichten. Die Marmande hielt dieses Jahr bei mir ziemlich lange und dann mit einem Male war alles mit K&B hinüber. Die Marmande würde ich auch immer wieder anbauen. Die Nonna Antonia hingegen nicht. Die St. Piere fand ich nicht schlecht. (Mich fragte da einer dieses Jahr, ob er nochmal von der Schankbier-Tomate etwas haben könnte und meinte die St. Pierre. Da bekam er nochmals was von der "Schankbier-Tomate", wenn sie ihm so gut geschmeckt hat).
Es gibt immer wieder tolle Geschmackserfahrungen mit Sorten, die einfach sind, aber überzeugen. Mich hat dieses Jahr die Curazon de Buey und die Canestrino de Lucca als Pasta-Tomaten überzeugt. Auch im Salat waren sie sehr gut. Die Schwarze Krim und die Cherokee purple liebe ich, aber die sind eben nicht als Pasta-Tomaten geeignet. Und das ganze Jahr über nur Schwarze Krim und Cherokee purple zu essen, ist dann auch etwas fad auf Dauer.

