Was für eine unerträgliche Hitze wir am Wochenende hatten, aber zum Glück hat es nach Gewitter und ordentlich Landregen der normale Jetstream wieder geschafft diese unerträglich Saharaluft zu vertreiben. Es war wieder eine Kombination aus seltenen Ereignissen, zumal war es früher selten.
Saharaluft gelangt über das Mittelmeer nach Europa, ein Hochdruckgebiet baut sich über Mitteleuropa auf und es entsteht eine Omegalage, weil dieses Hoch erst mal stationär verbleibt, wenn dann noch wenig Wind weht ist die Gefahrenlage für die Tomaten da.
Ich habe am Sonnabend in der Sonne bei mir an der Hauswand 53 Grad gemessen und die Schattentemperatur betrug in der Spitze 38,5 Grad, was auf Grund des hohen Taupunktes von über 20 Grad als sehr drückend empfunden wurde.
Nur durch die Bettlaken konnte ich ein Verkochen meiner großen Tomate verhindern. Sie war innerhalb von 2 Wochen aus einer Blüte zu dieser Größe herangewachsen und die Erde in dem relativ kleinen Topf hatte laut Bratentermometer 35 Grad erreicht und die KI sagte mir, dass dadurch die Wurzeln verkochen könnten aber zum Glück haben sie es überlebt dank weißem Bettlaken und weißem Handtuch um den Topf gewickelt.
Aber jetzt ist erst mal der normale Jetstream wieder intakt und dadurch die Nächte wieder normal kühl mit 12 bis 15 Grad und tagsüber wieder unter 30 Grad.
Ich hoffe für den Rest des Sommers das uns diese Wetterlage erspart bleibt mit dieser Saharaluft, dann doch lieber frische Nordseeluft.
Meine Gurken haben sich prächtig entwickelt dank des konsequenten Ausgeizens bis 50 cm. Die Rostmilben hatten in dieser Mittelmeerhitze die Oberhand und sich ordentlich vermehrt, zumal sie ja aus Australien stammen ursprünglich. Regen und nächtliche Abkühlung mögen sie hingegen nicht so gerne.
Ich hoffe, dass sich die Macrolophus wieder von alleine einfinden, zumal ich ja befallene Blätter auf die Kübel lege, damit die Eier, die Macrolophus in Stengel und Blätter ablegt, nicht verloren gehen und sich eine Population aufbauen kann.
So, dass soll es für heute gewesen sein und hoffentlich bleibt die Saharaluft da wo sie hingehört, nämlich in Afrika.
LG Jörg
Wenn sich alle Experten einig sind, ist Vorsicht geboten.
Bertrand Russell