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Blütenendfäule und düngen?
#1
Hallo, 
Nachdem mir hier schon so gut geholfen wurde muss ich jetzt doch nochmal zu meinen Tomaten etwas fragen.
Habe jetzt an einer Frucht gesehen dass sie Blütenendfäule hat - an den anderen Fürchten aber bisher nichts. Jetzt bin ich mir nicht sicher ob ich falsch gedüngt habe mit zu viel Stickstoff. Allerdings habe ich vor einigen Tagen wohl etwas zu wenig gegossen morgens und als ich abends nach der Arbeit wieder zu Hause war, hingen die Blätter ordentlich und auch die Früchte sahen etwas mitgenommen aus. Am nächsten Tag war aber alles wieder in Ordnung nachdem ich reichlich gegossen hatte. Jetzt ist die Frage - kann das auch davon kommen?? Danach ist mir das nämlich erst aufgefallen mit der BEF. 
Oder sollte ich trotzdem mit Calcium nachdüngen? 
Habe die Tomaten im Topf auf der Terrasse, den ganzen Tag Sonne, normale Tomatenerde mit Hornspänen und gedüngt wird ab und zu mit etwas Brennnesseljauche. 
Kann ich trotzdem weiter mit der Jauche düngen oder ist das dann doch evtl zu viel?
Die Blätter an sich sehen gesund aus, aber bei einigen rollen sich die Blätter etwas ein besonders an den Triebspitzen, das war aber schon immer so und kommt vllt auch von der Hitze den ganzen Tag. Sonst schön dunkelgrün außer an den unteren 2 Trieben haben die alten Blätter etwas hellere Flecken (hellgrün) - aber auch schon länger und es wird nicht schlimmer.
Hoffe sehr dass ihr mir weiterhelfen könnt da ich echt ein wenig unsicher bin mit dem weiteren Düngen. 
Danke im voraus und LG
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#2
Puuuuh, viele Fragen.  tongue 

Nicht alle Düngerprobleme über einen Kamm scheren bitte.
Stickstoffüberdüngung und Blütenendfäule sind zwei ganz unterschiedliche Probleme.

Stickstoffüberdüngung macht deine Blätter so schön dunkelgrün, möglicherweise zuuuuu dunkelgrün.

Blattrollen an der Spitze kann von der Hitze kommen (Verdunstungsschutz), es kann aber auch ein weiteres Signal für zu viel Stickstoff sein, dann nennt man das Schopfbildung.
Der Unterschied ist recht einfach zu erkennen. Beim Verdunstungsschutz-Blattrollen, rollt sich jedes einzelne Teilblättchen eines Tomatenblattes ein.
Bei der Schopfbildung sitzen am oberen Triebende mehrere Blätter. Jedes dieser großen Blätter ist in sich nach unten gebogen, so dass sie gemeinsam eine Art "Haube" bilden. Jeweils das gesamte große Blatt ist im Stiel gebogen, nicht die einzelnen Teilblättchen eingerollt. wink

Zu viel Stickstoff führt dazu, dass viele Blätter gebildet werden und wenig Früchte. Für die Fruchtbildung brauchst Du reichlich Kalium. Da solltest Du dir was einfallen lassen, wie Du Kalium zuführst, wenn Du mit zu viel Stickstoff gedüngt hast. Willst ja Tomaten ernten und keine Blätter. 


Blütenendfäule ist Calciummangel und der hat was mit Trockenheit und zu sehr austrocknen lassen zu tun. Wenn die Pflanze nicht gleichmäßig genug feucht gehalten wird, kann sie kein Calcium zu den Fruchtspitzen transportieren und dann gibt es (bei empfindlichen Sorten bzw. großen/langen Früchten) eben BEF.

Wenn Du dir absolut sicher bist, dass genügend Calcium im Boden ist, dann musst Du nicht düngen.
Bei Topfkultur und deiner Düngerbeschreibung würde ich allerdings davon ausgehen, dass da nix drinnen ist. Also nachdüngen, am besten gleich als Blattdüngung und das mehrmals wiederholen, jede Woche. Abends, nicht wenn die Sonne noch auf die Pflanze scheint, alles richtig nass sprühen auch die Früchte und die Blattunterseiten.
Zusätzlich bissl Calcium in die Erde einarbeiten für die langfristige Versorgung.

Das nützt aber alles nichts, wenn Du nicht zusätzlich darauf achtest, dass die Tomate feucht genug hat. Ein Topf trocknet bei den derzeitigen Temperaturen in Nullkommanix durch. Da ist mindestens zwei mal täglich gießen angesagt.
Das einmalige Welkwerden hat die BEF nicht alleine ausgelöst, aber ist ein Zeichen dafür, dass Du nicht genug gießt. Vermutlich hast Du schon vorher nicht feucht genug gehalten und das hat sich summiert. Nur war es eben nicht so trocken, dass die Pflanze jedesmal total die Blätter hängen ließ.
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#3
Das nützt aber alles nichts, wenn Du nicht zusätzlich darauf achtest, dass die Tomate feucht genug hat. Ein Topf trocknet bei den derzeitigen Temperaturen in Nullkommanix durch. Da ist mindestens zwei mal täglich gießen angesagt. 


(Hoffentlich stehen besagte Kübel wenigstens auf Untersetzer.. :sweatdrop:   )
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#4
Vielen Dank für die ausführliche Antwort. 
Ich bin totaler Anfänger was das betrifft, habe diese Jahr das erste Mal überhaupt etwas angepflanzt.. 

Also gut dann werde ich das mit dem Düngen mal so probieren, deiner Beschreibung nach hat die Pflanze doch etwas zu viel Stickstoff.
Früchte hängen eigentlich schon einige.

Mit dem Gießen ist das so eine Sache, habe eigentlich schon darauf geachtet dass ich immer gieße wenn die Erde oben etwas abgetrocknet war. Habe morgens viel und nach der Arbeit nochmal ordentlich gegossen. Vielleicht stelle ich die Pflanze etwas in den Schatten jetzt bei dem Wetter. Und ja ich habe unten eine Drainage eingebaut plus Unzersetzer. Hatte immer Angst dass ich die Pflanze ertränke aber dann gieße ich doch mal mehr. 

Was schlagt ihr denn vor als Dünger im Kübel dass alles ausgeglichen ist? Normaler Flüssigdünger für Tomaten? Und Hornspäne nächstes Jahr weg lassen? 

Lg
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#5
Ist egal, ob Du einen Flüssigdünger nimmst oder Feststoffdünger, so lange das N-P-K-Verhältnis stimmt und er zusätzlich Magnesium und optimalerweise auch noch Calcium enthält.

Beim NPK sollte K der höchste Wert sein.

Ich weiß nicht, wie viele Pflanzen Du hast, aber normaler Flüssigdünger (in Flaschen) kann da ganz schön ins Geld gehen.
Alternativ könntest Du auch mit einem Nährsalz, das vor dem Gießen in der Gießkanne aufgelöst wird, arbeiten. Ist deutlich preiswerter und gibt es in allen möglichen Zusammensetzungen, je nachdem was der Pflanze so fehlt. Bei deinem momentanen BEF-Problem wäre Kristallon rot eine Möglichkeit.

Du kannst auch rein organisch mit Kompost + Jauchen + Gesteinsmehl etc. arbeiten. Es gibt so viele Düngemöglichkeiten. smile

Hornspäne sind insofern im Topf etwas schwierig, weil sie ein reiner N-Dünger sind.
Als organisches Düngemittel brauchen sie lange bis das N der Pflanze zur Verfügung steht und so kann es - je nach Wetter des Jahres - passieren, dass im Hochsommer dann plötzlich einiges an N auf einmal zur Verfügung steht, statt im Frühjahr, wenn die Pflanze es für das Wachstum nutzen könnte und noch keine Früchte ansetzt.
Ist das Jahr eher kalt, kann es hingegen sein, dass Du am Ende der Saison noch viele unverstoffwechselte Hornspäne in der Erde findest.

Deshalb würde ich Hornspäne eher im Freiland anwenden, wo sie das ganze Jahr über umgesetzt werden.

Bezüglich gießen: Beschatten der Töpfe (Pappe, Stoff, Holz... davor stellen) könnte auch schon reichen, ohne dass Du die Töpfe umstellen musst.
Wenn sie auf der Terrasse stehen, haben sie vermutlich durch Steinboden/Platten von unten her auch zu heiß. Brett oder Styropor unter die Untersetzer legen. wink

Wenn Du Untersetzer drunter hast, ist schon mal prima. :thumbup: 
Keine Angst, wenn die voll laufen mit Wasser. Normalerweise trinkt die Pflanze das dann auch wieder weg. Nur wenn das Wasser Stunden später noch im Untersetzer steht, dann hast Du zu viel gegossen.
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#6
(27.07.18, 21:55)Mayapersicum schrieb: Stickstoffüberdüngung und Blütenendfäule sind zwei ganz unterschiedliche Probleme.

Stickstoffüberdüngung steht also in gar keinem Zusammenhang mit der Blütenendfäule?
Dann hab ich mir ja die ganze Zeit umsonst Gedanken um die Stickstoffdosierung gemacht, wenn bei mir wiedermal Blütendfäule auftrat.
Warum liest man dann immer wieder, dass Stickstoffüberdüngung ein Grund für Blütenendfäule ist?
Ist schon ein wenig verwirrend, wenn man zu vielen Themen ganz gegensätzliche Antworten findet.
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#7
Ja. Viel wird auf den Stickstoff geschoben.
 Das wichtigste überhaupt ist WASSER. Ich schwemme die Tomazen vor allen im GWH aller paat ZTage ordentlich ein.Da lief schon mal dasa wasser aus der Tür.
Eine einmalige Stickstoffdüngung reicht. Ich nehme die Rinderdunkpellets, die ich  bei der Pflanzung unter die Pflanze (nicht nur Tomaten ) drunter. Irgendwann Mal Superphodfat   und gut, oder Mal Blumenkasteflüssigdünger.. Aber immer Wasser.

LG FRank
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. - Umgedreht ist das schon schwieriger.
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#8
Wenn du einen guten und günstigen Dünger suchst:

http://www.compo-expert.com/de/startseit...salze.html
Z. B. Hakaphos® soft Plus

Hakaphos® soft: Für den Einsatz in weichem Gießwasser.


Hakaphos® Nährsalze: Für den Einsatz in hartem Gießwasser.
http://www.compo-expert.com/de/startseit...salze.html
z. B. Hakaphos® Rot

Wird auch kiloweise verkauft. z. B. https://www.duengershop24.com/Hakaphos/H...2-24---4-/


Mische dir eine Stammlösung für eine schnelle Verwendung.

Z.B. 10% = 40g Hakaphos + 380g Wasser (Destilliertes Wasser und eine lichtundurchlässige Flasche vermeidet Bakterien und Algenbildung in der Stammlösung. )

10ml davon auf einen Liter Wasser entspricht 1 g Hakaphos auf einen Liter Wasser.
= Vom mir empfohlene Dosis. Damit den Topf durchdringend gießen.
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