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Saison 2026: XXL-Tomatendach und Alpakas!
#31
Allgemein kann ich noch sagen, dass die Pflanzen im Freiland und in den Töpfen seither die gleiche Dosis Alpaka-Kaka bekommen haben. Im Großen und Ganzen habe ich außer bis vor zwei Tagen immer ungefähr ähnlich dosiert – und zwar deutlich mehr im Vergleich zu aktuell. Einige Pflanzen zeigen jetzt im Kopfbereich ein starkes Wachstum, bei dem sich die Blätter nach innen und oben einrollen. Man nennt das wohl Triebstauchung oder „Krallenfüße“. Das Ganze ist allerdings sehr unterschiedlich: Manche Pflanzen sind teilweise sehr stark eingerollt, manche nur ganz leicht und einige überhaupt nicht. Vermutlich liegt es an einer Kombination aus der schnellen Nährstofffreigabe des vorverdauten Mistes (Überdüngungstendenz) und dem aktuellen Wetter- bzw. Auspflanzstress. Für mich ist es im Moment jedenfalls ein kleiner Hoffnungsschimmer, dass vielleicht doch noch keine handfeste Überdüngung vorliegt, sondern es sich nur um eine vorübergehende Stressreaktion handelt.

Kurzer Exkurs zur Alpaka-Kaka: Falls sich jemand fragt, wie schnell das Zeug wirkt: Das kommt bei mir ganz darauf an, von wo ich es vom Haufen weggenommen habe! Ich habe nämlich teilweise noch feste Köttel (die typischen Bohnen) und teilweise schon komplett vorverdauten Mist erwischt, bei dem die einzelnen Bohnen gar nicht mehr erkennbar waren. Die festen Bohnen wirken als Langzeitdünger und brauchen gut 1 bis 2 Wochen, bis die Bodenlebewesen sie zersetzt haben. Bei dem abgelagerten, schon zersetzten Teil geht es dagegen blitzschnell – da können die Pflanzen die freigesetzten Nährstoffe oft schon nach wenigen Tagen aufnehmen. Ich sehe das Ergebnis meiner großzügigen Gaben bei den "Krallenfüßen" also womöglich doch schon als direkte, schnelle Reaktion des vorverdauten Mistes.

Und zu guter Letzt noch ein Update aus dem „Maulwurfs-Revier“: Dort habe ich heute einen ganz frischen Hügel entdeckt. Ich habe mich direkt auf die Suche nach dem Gang gemacht und versucht, ihn freizulegen. Mein Plan war eigentlich, ein freundliches und konstruktives Gespräch mit dem Maulwurf zu suchen, um gemeinsam mit ihm eine diplomatische Lösung zu finden. Nachdem ich aber den Eingang einfach nicht finden konnte, um die Verhandlungen zu starten, gab es stattdessen einen unmissverständlichen Warnschuss in Form von Zwiebeln, die ich mit ungefähr 5 bis 10 Litern Wasser an insgesamt fünf Löchern bzw. Tomaten-Gießränder vergossen habe.

Irgendwann später stellte ich dann plötzlich fest, dass an einem älteren Hügel plötzlich der Gang wieder offen war – da hatte es quasi den Stöpsel gezogen! Ich habe daraufhin direkt noch mal mit der dreifachen Zwiebelkonzentration auf 10 Liter nachgelegt. Nun heißt es abwarten, wie der Kollege reagiert.

Zusätzlich hatte ich noch das Wasser übrig, mit dem ich meine Alpakawolle ausgewaschen habe. Das stand nun zwei Tage lang bei der Hitze im Eimer und hat entsprechend intensiv nach Tier gerochen. Da Maulwürfe absolut keine fremden Tiergerüche mögen, habe ich das Wasser im Maulwurfs-Revier, etwa zwei Meter von den Tomaten entfernt, ausgekippt.

Was der Maulwurf gar nicht mag (Kurz & Knapp):
Wer auch Probleme mit den kleinen Tunnelgräbern hat – das Internet ist sich einig, womit man sie sanft vertreiben kann:
* Intensive Gerüche: Knoblauch, Zwiebeln, saure Milch, Buttersäure oder eben intensiver Tiergeruch (wie von Hunden, Katzen oder ungewaschener Wolle).
* Geräusche & Vibrationen: Regelmäßiges Rasenmähen, spielende Hunde oder spezielle Windspiele, die Vibrationen in den Boden übertragen.

Ich halte euch auf dem Laufenden, wer den Mietstreit gewinnt!
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