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Da wünsche ich dir und mir und allen die Tomaten im Freiland haben, viel Erfolg und einen schönen Sommer
Habe auch ca. 20 Sorten im Freiland. Bis jetzt wachsen sie ganz tapfer.
Gruß Ruth
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Haben die Feldtomaten 2 1/2 Wochen Urlaub ohne Aufsicht überlebt?
Am 27. August habe ich die ersten zwei Reihen Stabtomaten ohne die San Marzanos geerntet, denn der Korb war bereits voll und ich hatte kein Behältnis mehr für die Ernte. Auf dem ersten Blick haben von den 24 Sorten nicht überlebt die Cuore die Bue, Tigerella und Rio Grande F1 (hatte schon vor dem Urlaub geschwächelt), aber alle trugen Früchte. Dennoch hatten die vertrockneten Pflanzen wunderbare Früchte hervorgebracht. Ich finde, dass die Tomaten nach den 2 Haupthitzeperioden jeweils unterschiedlich schmecken, bzw. die Tomaten bei der frühen Ernte im Juni aromatischer waren. Ich fasse meine Beobachtungen bisher kurz zusammen:
Generell gedeihen alle Tomatensorten gut im Freiland mit Einschränkungen bzw. Herausforderungen (es sind Ende August noch 87% der Sorten intakt ohne Krankheit)
- Bei der ersten Gewöhnung an das Freiland können sie starken Sonnenbrand, Umknicken wegen Windböen, Austrocknung aufgrund der exponierten Lage ausgesetzt sein (starke Vorwässerung des Bodens beim Auspflanzen war hilfreich)
- Spät angegangene Jungpflanzen, die sogar erst Ende Mai gekeimt sind, haben aufgrund des nährstoffreichen Ackerbodens und der Sonnenstunden schnell aufgeholt (versetzte Ernte ist auch vorteilhaft bei der Verwertung)
- Auf dem Acker bilden die Tomaten sehr viele Seitentriebe sogar von Bodennähe (da die Tomate traditionell tiefer umgetopft wird) und das Ausgeizen kann bei der schnellen Seitentriebbildung herausfordernd sein
- Mehrtriebigkeit führt bei den Rundtomaten zu mehr Ertrag, jedoch bei den Fleischtomaten zur Verringerung der Fruchtgröße
- Aufplatzende Tomaten aufgrund des unregelmäßigen oder starkem Regenfalls findet bei fast allen Fruchtformen statt, jedoch am wenigsten bei den Fleischtomaten, Blütenendfäule war nur bei 1-2 Sorten beschränkt (sortenabhängig)
- Beipflanzung ist nicht nur schön anzusehen (Calendula, Kapuzinerkresse, Zinnie, Petersilie, Basilikum, Borlotto Buschbohne), sondern fördert Wachstum, Bestäubung, Vertreibung von Schädlingen
- Cherrytomatensorten werden leicht eine Nummer größer im Freiland auf gut gedüngtem Acker
Nach 1 1/2 Reihen von 9 Reihen insgesamt (3 Sorten pro 2 Meter) war der Korb voll.
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Das hat ja gut geklappt :-)
Was machst du im nächsten Jahr anders? Was waren die Geschmackssieger?
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Ich sehe das alles noch als Übung und Kennenlernen der Tomatensorten (zuerst die kommerziell erhältlichen und traditionellen "Heirlooms" oder alten Sorten), um Erfahrung zur Bandbreite des Tomatengeschmacks zu sammeln. Einmal ist Kein-mal, daher werde ich die Favoriten weiter im Test behalten. Insgesamt waren die Tomaten geschmacklich ausgewogen in Bezug auf Säure und Süße durch die Freilandhaltung, insbesondere bin ich angetan von der "Berner Rose", der "Zuckertraube", "Umamini F1" und "Sungold F1", aber es hat Spaß gemacht, alle bis zur Fruchtreife zu bekommen-von "Evergreen" bin ich noch gespannt da ich diese noch nicht geerntet und probiert habe. Selbst die zunächst langweilig aussehenden Rundtomaten wie Moneymaker, Matina und Slatava haben im Geschmack als Allzwecktomate überzeugt.
Hier mal eine weitere Ernte und eine Tomatenampel der F1 Sorten mit Eiertomate Rio Grande als Vergleich (von links nach rechts: Green Envy F1, Sungold F1, Umamini F1, Rio Grande). Die Green Envy hat einen säuerlich-zitronig-frischen Geschmack, die Sungold einen fruchtigen Geschmack und einen Mangoduft, die Umamini hat mehr Glutamat und schmeckt gefällig tomatig (Tomaten haben von Natur aus Umami).
Ich würde weitere traditionelle Sorten probieren und weniger spätreifende Sorten wie Roma im nächsten Jahr bevorzugen. Bei der Anzahl der Sorten würde ich nicht weiter hoch gehen.
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Schöne Ernte und danke für deine Einschätzung :-)
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Hallo liebes Forum,
ein gesundes, neues Tomatenjahr!
Ich habe wieder das Google Orakel gefragt. Nicht dass ich keine Anregungen durch das tolle Forum hier habe oder über meine 2 Tomatenbücher von Adelheid Colrazza, die man beim großen Gemischtwarenhändler mit A gerne mal angezeigt bekommt. Hier der Output für 2026.
Meine Frage an das Gemini Orakel: Welche Tomatensorten empfiehlst du 2026 zum Anbau in Berlin? Stelle eine Liste der Top 30 auf.
Gemini aus der Wunderlampe antwortet:
Das Jahr 2026 verspricht für Berliner Gärtner besonders spannend zu werden, da die Trends stark in Richtung **klimaresistente Wildsorten** und **hochresistente Neuzüchtungen** gehen. Da Berlin oft mit trockenen, heißen Sommern und sandigen Böden (Brandenburger Sandbüchse) zu kämpfen hat, ist eine Mischung aus robusten Klassikern und modernen F1-Hybriden mit Braunfäule-Resistenz ideal.
Hier ist meine Empfehlungsliste der Top 30 Sorten, unterteilt nach Kategorien:
### Die Unverwüstlichen (Ideal für Freiland & Berliner Sandboden)
Diese Sorten kommen gut mit Hitzeperioden und dem typischen märkischen Boden klar.
1. **Primabella** (Der Star 2026: Extrem resistent gegen Krautfäule).
2. **Rote Murmel** (Wildtomate, die praktisch nicht krank wird und nicht ausgegeizt werden muss).
3. **Sunviva** (Gelbe Open-Source-Tomate, sehr robust).
4. **De Berao (Rot/Schwarz)** (Die "Baumtomate", wird riesig und ist sehr wetterfest).
5. **Golden Currant** (Winzige gelbe Wildtomaten, perfekt zum Snacken).
6. **Humboldtii** (Wildtomate, die auch Halbschatten und miese Sommer verzeiht).
7. **Phantasia F1** (Sehr ertragreich und resistent gegen viele Pilzkrankheiten).
### Aroma-Champions (Cocktail- & Cherrytomaten)
Perfekt für den Balkon in Kreuzberg oder die Terrasse in Zehlendorf.
8. **Zuckertraube** (Der Klassiker: Extrem süß und verlässlich).
9. **Black Cherry** (Dunkel, würzig-süß, ein Muss für Feinschmecker).
10. **Sungold F1** (Gilt oft als die süßeste Tomate der Welt).
11. **Blackmoon F1** (Sorte des Jahres 2026: Schwarz-violett und hochresistent).
12. **Ida Gold** (Frühe, orangefarbene Buschtomate, ideal für Töpfe).
13. **Philovita F1** (Hervorragender Geschmack kombiniert mit Top-Resistenz).
14. **Bianca** (Hellgelbe, fast weiße Kirschtomate, sehr mild).
15. **Dänischer Export** (Historische Sorte, die sehr früh reift).
### Die "Schwergewichte" (Fleisch- & Salattomaten)
Für alle, die in Brandenburgs Kleingärten die großen Kaliber züchten wollen.
16. **Ochsenherz (Cuore di Bue)** (Fleischig, wenig Kerne, perfekt für Caprese).
17. **Berner Rose** (Zartschmelzend, eine der besten Liebhabersorten).
18. **Ananas Noire** (Mehrfarbig, exotisch-fruchtiger Geschmack).
19. **Green Zebra** (Säuerlich-erfrischend, optisch ein Highlight im Salat).
20. **Cherokee Purple** (Historische Sorte aus den USA, tiefwürziges Aroma).
21. **Honeymoon F1** (Pinke Fleischtomate, die auch im Berliner Freiland gesund bleibt).
22. **Schlesische Himbeere** (Alte Sorte mit sehr großen, aromatischen Früchten).
23. **Buffalosun F1** (Gelb-rot geflammt, sieht toll aus und ist resistent).
### Spezialisten (Einkochen & Sauce)
Dank des trockenen Berliner Klimas entwickeln diese Sorten eine tolle Intensität.
24. **San Marzano** (Die ultimative Pizzatomate).
25. **Roma** (Klassische Eiertomate, sehr ertragreich).
26. **Amish Paste** (Sehr große Saucen-Tomate mit viel Fruchtfleisch).
27. **Auriga** (DDR-Klassiker: Leuchtend orange, platzfest und sehr vitaminreich).
28. **Matina** (Kartoffelblättrig, extrem frühreif – gut bei kurzem Sommer).
29. **Quadro** (Sehr feste Sorte, ideal zum Trocknen oder für Ketchup).
30. **Yellow Submarine** (Gelbe birnenförmige Tomate, sehr dekorativ).
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### Ein Tipp für Berlin & Brandenburg:
Wegen der sandigen Böden im Berliner Umland empfiehlt es sich, das Pflanzloch großzügig mit **Kompost** und einer Handvoll **Urgesteinsmehl** aufzuwerten, um die Wasserspeicherfähigkeit zu erhöhen.
Meine Planung jetzt für 2026: größtenteils das Freilandexperiment wiederholen mit ein paar neuen Mainstream Sorten zum Kennenlernen: Ananas, Tschernij Prinz, Mexikanische Honigtomate, Harzfeuer F1. Marmande superprecoce und als Experiment viviparisch gekeimte Edeka Rispentomate, neben zwei Paprika und zwei Auberginensorten.
Liebe Grüße
LB
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Hallo LB,
das ist interressant was die KI hier auswirft, aber man sieht hier das die Ergebnisse nicht immer ganz korrekt sind denn es gibt verschiedene Sorten von Ochsenherz und Roma Tomaten, das ist eher ein übergeordneter Begriff.
Harzfeuer habe ich auch mal angebaut, fand sie sehr fade.
Marmande superprecoce ebenfalls, die war bei mir nicht sehr ertragreich und neigte bei Vollreife zum mehlig werden.
Gruß Steffi
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Hallo LB,
wirklich Interessante Sorten was dir KI angezeigt hat.
Und hat dir auch noch Pflanztipps für deine Region gegeben.
Ja, und die Geschmäcker sind halt verschieden. Was dem Einen schmeckt, geht für den Anderen gar nicht.
Da hilft nur selber anbauen und probieren was gut gedeiht und Schmeckt.
Gruß Ruth
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Wohl war, Geschmäcker sind verschieden und auch die Anbaubedingungen sind ja auch unterschiedlich.
Gruß Steffi
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(14.01.26, 10:04)womotomate schrieb: Hallo LB,
das ist interressant was die KI hier auswirft, aber man sieht hier das die Ergebnisse nicht immer ganz korrekt sind denn es gibt verschiedene Sorten von Ochsenherz und Roma Tomaten, das ist eher ein übergeordneter Begriff.
Harzfeuer habe ich auch mal angebaut, fand sie sehr fade.
Marmande superprecoce ebenfalls, die war bei mir nicht sehr ertragreich und neigte bei Vollreife zum mehlig werden.
Hallo Steffi,
die Erfahrung habe ich bei meiner Ochsenherztomate "Cuore di bue" auch gemacht, sieht schön aus, die Fiederung der Blätter wie auch die Frucht, aber ist relativ neutral, viel Masse für Soße. Meine Roma Variante, die ich dieses Jahr verwenden werde, ist die vom Kleverhof. Hatte letztes Jahr Roma VF. Ich war letztes Jahr positiv überrascht bezüglich Ertrag, Geschmack und Robustheit von meinen Rundtomaten (Matina, Moneymaker, Zlatava), so dass ich dieses Jahr mal mit Harzfeuer F1 (ob F1 wohl ein Unterschied macht?) vergleichen werde.
Liebe Grüße
LB
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