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Die Eisheiligen - braucht man sie noch?
#1
Hallo ihr zusammen,

ihr kennt das sicherlich auch: Bonifaz, Pankraz und die kalte Sophie. Vor denen die Pflanzen nach draußen auszusetzen, kann für böse Überraschungen im Sinne von Nachtfrösten und somit kaputten Pflanzen sorgen.
Nein? Kennt ihr nicht? Hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Eisheilige

Ich frage mich, wie in Zeiten des Klimawandels, wo doch "alles immer wärmer wird", diese Bauernregeln noch stimmen.
Hat sie für euch noch Bestand? Oder habt ihr längst eine für eure Region passende, eigene Auspflanzzeit gefunden?
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#2
Ja, aber man kann bei stabiler Wetterlage natürlich auch etwas früher auspflanzen.
Mir sind vor ein paar Jahren, Anfang Mai nochmal Tomaten erfroren. Sehr wichtig
ist aber die Bodentemperatur, die muss 12°C betragen, sonst werden die Pflanzen dauerhaft
geschwächt.
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#3
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die alte Bauernregel der Eisheiligen sehr wohl noch zutrifft. Klimawandel hin oder her.

Sie treten zwar nicht jedes Jahr genau Mitte Mai auf, aber doch sehr oft in der ersten Maihälfte.

Letztes Jahr gab es hier im Raum Hannover sogar noch nach dem 15. Mai Bodenfrost.

Ich hatte mich auch durch die zuvor warmen Temperaturen verleiten lassen und schon früher rausgepflanzt.

Hätte ich meine Tomaten nicht mit Bettlaken abgedeckt wären sie mir letztes Jahr selbst nach dem 15.Mai noch erfroren.

mfG Jörg
"Mit 90 Prozent aller Menschen nicht übereinzustimmen ist eine der wichtigsten Anzeichen für geistige Gesundheit."


Oscar Wilde
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#4
Das ist ein recht komplexes Thema.

Es hängt großteils von der Region und dem Mikroklima im Garten ab. Nur mit jahrelanger Beobachtung kann man halbwegs einschätzen wie weit die Temperatur in den kritischen Nächten im eigenen Garten sinkt. Windarme Muldenlagen sind hier oft im Nachteil, aber auch vermeintlich milde Lagen kann ein fieser Spätfrost erwischen, wenn die Wetterkonstellation ungünstig ist.

Grundsätzlich pflanze ich Anfang Mai wenn kein Frost mehr prognostiziert wird - und das ging bisher auch immer gut, da ich in einer eher milden Gegend gärtnere. ABER für den Notfall habe ich Vlies zum Schützen.

Bis ca. 10. Mai im Topf lassen und dann je nach Wettervorhersage auspflanzen ist auf jeden Fall die sichere Option, in kalten Regionen evtl. eine Woche länger warten.
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#5
Ich wohne im Mittelgebirge, und oft gibt es hier Spätfröste. Da ich kein Gewächshaus habe, pflanze ich nie vor dem 15. Mai, auch die Stangenbohnen kommen dann erst in die Erde.
Vor ein paar Jahren hatten wir am 2. Juni noch mal so viel Frost, daß auf den Feldern ringsum die Getreideblüte erfroren ist, die Bauern haben leeres Stroh gedroschen.

Also, ich bleibe auf der Hut.
Erst wenn die letzte Fichte verdorrt, der letzte Fluss vertrocknet und der letzte Schmetterling vergiftet ist, werdet Ihr feststellen, dass man Subventionen nicht essen kann.

Frei nach dem alten nativen Stammesführer
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#6
Jetzt haben wir sogar die nächsten mindestens 5 Nächte die Gefahr von Bodenfrost.

Und bis Mitte Mai ist es noch eine Weile hin.

Bei mir auf dem Balkon sind 2 Bohnen und 1 Hokkaidokürbis wild gekeimt.

Jetzt muss ich sie etliche Nächte mit einem Eimer abdecken, damit sie mir nicht erfrieren.

Und die Eisheiligen sind noch lange hin, obwohl in der "Wettervorschau" für 30 Tage angeblich um Mitte Mai rum keinen Bodenfrost mehr prognostiziert wird vertraue ich da lieber meinen jahrzehntelangen eigenen Beobachtungen und den alten Bauernregeln.

Die "Wettervorhersage" für mehr als 7 Tage kann man getrost vergessen. Wetter ist ein chaotisches, nicht lineares System mit bekannten und unbekannten Rückkopplungen. Kein Computer kann das berechnen. Das Gleiche gilt übrigens auch für das zukünftige Wetter für 30 Jahre, was dann als "Klima" definiert wird.

Das ist meine persönliche Meinung unabhängig vom Mainstream.
"Mit 90 Prozent aller Menschen nicht übereinzustimmen ist eine der wichtigsten Anzeichen für geistige Gesundheit."


Oscar Wilde
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#7
Klimawandel bezieht sich aufs Klima, und Klima sind die Wetterverhältnisse über längere Zeiträume.
Das tägliche Wetter stimmt nicht immer mit dem Klima überein.
Bestes Beispiel haben wir doch aktuell.
Nach mehreren Sommertagen ist es jetzt ca. 2 Wochen viel zu kalt für Mitte April. mit deutlichen Nachfrösten.
Deswegen kann es auch immer noch sehr kalte Nächte bis in den Mai hinein geben.

Wenn man früher auspflanzt ist das nunmal Risiko. Kann gut gehen, wenn nicht sollte man immer einen Plan B im Hinterkopf haben
der in der Praxis funktioniert und die Pflanzen vor möglicher Kälte schützt.

Das Risiko ist natürlich im Rheintal deutlich geringer als z.B. bei mir im Nordschwarzwald!

Nach dem Motto:  "No risk, no fun"

Deswegen muß ich auch ab Morgen Abend für meine Frühkartoffeln (unter dem Folientunnel) einen Frostschutz installieren,
da dann für 4 Nächte Bodenfrost von bis zu -2 oder -3° angesagt ist.

LG  Werner
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#8
Letzte Nacht bei mir im GH: -1° . (Vollmond)
Mit dem Wind fühlt sich das auch im Rheinland durchaus nach Schwarzwald an.. .

Das Meiste steht bei mir eh noch im Anbau.
Da knubbelt es sich halt, bis das Wetter endlich passt.. .

LG..
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#9
Ich hatte einen Teil nach den warmen Tagen im März schon auf dem überdachten Balkon. Und jetzt am WE wieder reingeholt... das war Plan B. Plan C gibts aber auch noch mit Nachzüglern, falls die Temp. mehrfach unter 12°C Schäden angerichtet haben. Nehme mir vor, nächstes Jahr nicht vor März auszusäen. Dann wird es auch nicht so eng auf den Fensterbänken...
Beste Grüße - andreas
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#10
(Gestern, 14:46)guarana schrieb: Ich hatte einen Teil nach den warmen Tagen im März schon auf dem überdachten Balkon. Und jetzt am WE wieder reingeholt... das war Plan B. Plan C gibts aber auch noch mit Nachzüglern, falls die Temp. mehrfach unter 12°C Schäden angerichtet haben. Nehme mir vor, nächstes Jahr nicht vor März auszusäen. Dann wird es auch nicht so eng auf den Fensterbänken...

Das mit dem Vornehmen...vergiss es. :lol:
A: Die Finger solange still halten..klappt eh nicht,
B: Nur der frühe Vogel ... .

Chocolate Stripes..
[Bild: 47467657ur.jpg]



Gerade bei den eher größeren Fleischtomaten/ Sorten lohnt der frühere Anbau ein wenig.. .
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