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Hybride weiterziehen?
#1
Hallo!

Was passiert wenn man Hybride weiterzieht?
Kann da trotzdem was draus werden? Oder kann das sogar schädlich sein?

LG
Du sollst den Tag nicht vor dem Frühstück loben....
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#2
Hybridsorten wie man sie im Handel bekommt, in der Regel F1 (erste Generation), sind eventuell unfruchtbar.
Wenn die entnommenen Samen doch keimen, kann man sie durchaus weiterziehen.
Man bekommt aber nicht unbedingt das heraus, was man sich erhofft hatte.
Hybriden sind zu Beginn instabil. Die genetischen Merkmale der Elternpflanzen äußern sich in den folgenden Generationen in unterschiedlichen Kombinationen.
Um eine Hybridsorte zu stabilisieren müsste man schon große Mengen Saatgut aussäen, über mehrere Generationen hinweg, und jeweils diejenigen Pflanzen zur Saatgutgewinnung und Weiterzucht auswählen, die der F1 am ähnlichsten sehen.
Es kann fünf bis zehn Generationen und eine Rückzucht mit einer der Elternpflanzen erfordern bis ein Hybrid stabilisiert ist. Wenn man in unseren Breiten lebt und keine Möglichkeit hat mit Kunstlicht und Wärmequelle ganzjährig anzubauen, dauert das dann eben fünf bis zehn Jahre - eine Generation pro Saison.
Da kaufen die meisten bei Bedarf dann doch lieber noch einmal das F1 Saatgut, anstatt sich solche Arbeit aufzuhalsen.

Schädlich sollten Hybriden nie sein, wenn nicht eine oder beide der Elternpflanzen irgendwelche "schädlichen" Merkmale hatte(n). Bei Tomaten und Paprika muss man sich da wohl keine Sorgen machen.
Bei anderen Nachtschattengewächsen eventuell schon. Die meisten Gurken, Zucchini, Melonen und Kürbisse enthalten den Bitterstoff Cucurbitacin. Durch umweltbedingten Stress wie Hitze, Trockenheit, etc. kann dieser in schädlichen, sogar tödlichen Mengen produziert werden. Eigene Kreuzungen dieser Pflanzenarten könnten auch genetisch zu erhöhter Produktion dieses Stoffes neigen.
Kreuzen und ziehen kann man die trotzdem, sollte dann aber auf seine Geschmacknerven hören und sehr bittere Früchte sofort aussortieren.
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#3
danke für die tolle Antwort.

Meine hybriden Plätzchen sehen erstmal ganz normal aus, aber wenn ich dich richtig verstehe, kann es sein, dass keine Blüten\Früchte entstehen und wenn, dann welche die anders sind (aussehen/schmecken), als die letztjährigen... aber keineswegs giftig oder so!?
Du sollst den Tag nicht vor dem Frühstück loben....
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#4
Du verstehst Naseweis richtig. Yes

Die Nachzucht einer F1-Sorte spaltet in diverse Formen auf, alle Kombinationen der Merkmale der Elternsorte (= die beiden Eltern der F1-Kinder) sind möglich, nicht nur hinsichtlich Form, Farbe, Größe und Geschmack, sondern auch in Bezug auf Wuchseigenschafen, Resistenzen, Blattform etc.

Da ist bei Tomis nix Gefährliches dabei. (Abgesehen davon, dass man mit dem Kauf von F1 die großen bööööösen Saatgutmultis unterstützt ... das ist langfristig gefährlich, hat aber nix mit der Verzehrfähigkeit der Früchte zu tun. :laugh: )

Es gibt mehrere Stadien der Unfruchtbarkeit, die vorkommen können:

a) Der Samen aus den F1 ist unfruchtbar => keimt gar nicht
b) Das Saatgut keimt, aber die Pflanzen produzieren keine Früchte.
c) Die Pflanze trägt Früchte, aber diese enthalten keine (oder keine keimfähigen) Samen

Es kann aber auch alles normal laufen und Du hast Tomaten.
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#5
Ah, da ist mir Maya mittlerweile zuvor gekommen. smile

Um was für Pflanzen handelt es sich denn überhaupt? Tomaten?
"Giftig" ist bei Tomaten nur das in unreifen Früchten enthaltene Tomatidin, das in etwa dem Solanin in unreifen Kartoffeln entspricht. In reifen Tomaten ist das abgebaut, also nicht mehr vorhanden.
Im Rest der Pflanze und in geringer Menge auch im Stielansatz der Frucht, dh. in allen dauerhaft grünen Pflanzenteilen bleibt es erhalten. Aus dem Grund schneiden manche Leute vor dem Verzehr den Stielansatz aus der Frucht. Ich mache das nur bei sehr großen Früchten, bei denen der Stielansatz härter ist und generell stört.



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