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Kübel-Erde-Substrat
#1
Hallo,

welche Erde-Substrate verwendet Ihr in der Kübel-Bepflanzung - und erneuert Ihr diese jedes Jahr?
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#2
Hallo Hanna,

vom Prinzip her ca. 50% frische Blumenerde, 5% Perlit und der Rest je nach Verfügung Komposterde gemischt mit alter Kübelerde.
Ganz unten in den Kübel eine Lage grobe Kiessteine (ca. 3-5cm Größe vom Baustoffhandel und vor Verwendung gewaschen)
Dann ein Stücken Gartenvlies (sind immer alte zerfetzte Reste).
Das Vlies ist eine Trennung zwischen Erde und Steine, das überschüssige Wasser und auch die Wurzeln gehen durch.
Im Herbst bei der Entsorgung erspare ich mir dann das rauspuhlen der Steine aus der Erde, die Steine und die Erde sind somit für die
Wiederverwendung sauber getrennt.

LG  Werner
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#3
Also ich habe teilweise sehr große Kübel (größter ca. 170Liter), das wäre viel zu teuer die neu zu befüllen, war schon genug was das vor 5Jahren gekostet hat als ich mir die zulegte. Jetzt fülle ich immer nur auf, habe gute Erfahrung mit Compo Bio Universalerde. Zuerst lockere ich die alte Erde schütte die neue darauf und mische das natürlich mit dem Spaten und Oscorna Bodenaktivator dazu. Leider habe ich keine Möglichkeit hier in der Stadt an richtigen Kompost zu kommen (habe einen Minigarten). Es gibt zwar Komposterde über das hiesige Erdenwerk, da habe ich ein bisschen Angst vor eingeschlepptem Unkraut oder Pilzkrankheiten.
Gruß Steffi
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#4
Weil ich ein Sparfuchs bin habe ich meine 90 Liter Maurerkübel komplett ohne gekaufte Erde befüllt.

Und ich habe 10 davon auf meiner Terrasse im ersten Stock.

Und diese Erde wird natürlich wie in einem Garten nur mit selbst hergestelltem Kompost jährlich verbessert und natürlich im Herbst und Frühjahr umgegraben.

Dabei werden auch die Reste der Tomaten mit untergegraben.

Ich hatte bei der Erstbefüllung der Maurerkübel mir natürlich Zeit gelassen um Stress zu vermeiden.

Immer wenn ich im Winterhalbjahr mit dem Auto unterwegs war habe ich 10 Liter Eimer dabei gehabt und Maulwurfshügel auf unbehandelten Wiesen bzw. Ackerrändern abgetragen.

Es hat sich Niemand darüber beschwert, im Gegenteil.

Die Erde ist schön krümelig und man braucht nicht zu buddeln. So kann man nach und nach auch einen 90 Liter Kübel befüllen und hat Erde für viele Jahre.

LG   Jörg
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#5
(21.12.19, 16:10)womotomate schrieb: Es gibt zwar Komposterde über das hiesige Erdenwerk, da habe ich ein bisschen Angst vor eingeschlepptem Unkraut oder Pilzkrankheiten.

Wenn ich sehe was bei unserer Entsorgungsdeponie alles auf dem Gartenabfallberg landet und anschließend zu Kompost verarbeitet wird
kann ich nur jedem raten von diesem (oft kostenlosen) Kompost die Finger zu lassen.
Meiner Einschätzung nach vielleicht verwendbar für einen Ziergarten oder Rasen, aber im Gemüsebeet würde ich es nicht verwenden.
Allerdings weiß leider auch niemand aus was die gekaufte Erde (auch wenn Bio draufsteht) kompostiert wurde.

LG  Werner
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#6
@ wemu
Auch die Hersteller der gekauften Erden greifen auf genau diese Kompostquellen zurück. Sie haben keine eigene Kompostherstellung. :whistling: 
Man bezahlt also letztendlich nur mehr für das gleiche Material.

Man sollte die Kompostproduktion auf den städtischen Kompostplätzen nicht mit dem eigenen Kompost vergleichen.
Dort wird heißkompostiert. In den Mieten entstehen viel höhere Temperaturen als im Gartenkompost.
D. h. dass man sich wegen Pilzen und auch wegen Unkrautsamen bei Heißkompostierung nicht wirklich Sorgen machen muss.
Da keimt kein Sämlein mehr und pilzt kein Pilz.
Klaaar, 100-prozentige Sicherheit gibt es nirgends.  :rolleyes:

Was die anderen "Zutaten" an städtischen Kompostsammelstellen angeht: klar da kann schon allerhand drinnen sein.
Da das Material aber mehrfach gesiebt wird, wird auch einiges (natürlich nicht alles) wieder rausgesammelt und kommt nicht auf die endgültige Kompostmiete.
Zeug wie Plastikstücke oder auch Glasscherben findet man aber auch da noch.
Aber: derartigen Kram habe ich auch schon in gekauften Erden (egal wie teuer sie waren) gefunden.
Da hilft nur selbst eine Runde sieben vor der Verwendung.

Städtische Kompostwerke beproben in der Regel das Endmaterial.
Einfach mal auf die entsprechende Homepage mit den aktuellen Daten schauen, dann ist man auf der sicheren Seite.

Die Düngemittelverordnung für die Bioabfallbehandlung wurde 2015 strenger was Fremdstoffe angeht.
In der Trockenmasse dürfen max. 0,1 Gew-% Plastikabfälle
und max. 0,4 Gew-% andere Fremdstoffe
vorhanden sein.

Im Ausgangsmaterial vor der Behandlung (also bei Anlieferung an den Bioabfallbehandler) dürfen  noch 5 % Fremdstoffe enthalten sein, die dann vor der Bioabfallbehandlung aussortiert werden müssen. Stärker verunreinigter Bioabfall darf gar nicht in der Bioabfallanlage angeliefert/bzw. dann dort nicht verwendet werden.

Es ist also nicht so, als ob es da nicht auch von gesetzlicher Seite schon eine gewisse Regelung gäbe. wink

Nur mal so zur Info.

Ob das nun schlimme oder erträgliche Zahlen sind, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Ich wollte nur mal erwähnt haben, dass die gekaufte Erde nicht die sicherere Erde ist. Sie ist einfach nur verpackt. :whistling: 


Um auf die Ausgangsfrage von Hanna1967 einzugehen:
Ich befülle meine Kübel jedes Jahr neu.
50% Alterde
50% Kompost

Da der Kompost feuchtehaltend genug ist, verwende ich kein Perlite o. ä.

Nach einigen Wochen wird dann mineralisch zugedüngt.
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#7
Das mit der Warmkompostierung wusste ich nicht, sehr interessant, umsonst ist der Kompost bei uns übrigens nicht, allerdings kostet er nicht viel 19.64€/m³. Auf Compo Bio Universalerde bin ich gekommen, da diese 2012 bei Oekotest und bei Stiftung Warentest 2016 gut abschnitten, außerdem sind diese wirklich torffrei, manche torffrei betitelte Erde enthält bis 30% doch Torf, weil das erlaubt ist. Bis jetzt habe ich auch zu mindest was Unkraut angeht keine schlechte Erfahrung damit.
Zur Qualität der Erde (allerdings nicht zum Kompost) aus unserem Werk, weiß ich vom Chef meines Mannes (er ist Landschaftsgärtner) das der Mutterboden den man dort bekommt nicht die beste Qualität hat, er ist Landschaftspfleger (Dipl.Ing.) denke er muss es wissen, die kaufen keine Erden dort (nur Schotten, Pflaster etc.).

Zu Hanna's Ursprungsfrage also ich würde, wenn Du kannst (vielleicht von Freunden?) versuchen (gute) Gartenerde und Kompost zu bekommen, würde ich auch gerne, aber meine Freunde haben zwar Hausgärten, aber ohne freie Erde, alles bepflanzt oder mit Rasen, leider.

Wie groß sind denn Deine Kübel?
Gruß Steffi
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#8
(21.12.19, 20:24)womotomate schrieb: Zur Qualität der Erde (allerdings nicht zum Kompost) aus unserem Werk, weiß ich vom Chef meines Mannes (er ist Landschaftsgärtner) das der Mutterboden den man dort bekommt nicht die beste Qualität hat, er ist Landschaftspfleger (Dipl.Ing.) denke er muss es wissen, die kaufen keine Erden dort (nur Schotten, Pflaster etc.).

Mutterboden ist kein "geschützter" Begriff.
Soll heißen, das Wort beschreibt nicht die Zusammensetzung des Bodens, sondern lediglich die Herkunft bezüglich der Bodenschicht..
Mutterboden ist die oberste Bodenlage, beim Bodenaushub z. B. an einer Baustelle.

Da dieser "Mutterboden" dann von den unterschiedlichsten Orten aus ins Werk gebracht wird, kann das alles sein: von purem Sand, voller Steine bis zu purem Lehm. <= übertrieben formuliert. wink
D. h.  er hat nicht notwendigerweise die richtige Qualität für einen Garten. 
D. h. aber auch, dass dessen Qualität nichts über die grundsätzliche Qualität der Arbeit eures Erdwerkes aussagt.

Es ist immer besser sich Boden selbst aus den notwendigen Bestandteilen - Kompost, Humus, Sand, Lehm etc. - zusammenzumischen, je nach Bedarf.

Torffreie Erde ist mir auch wichtig. :thumbup: 
Wenn Du eine Erde gefunden hast, die deinen Anforderungen entspricht, ist das doch prima.

Entschuldigung, Hanna1967, dass ich hier so viel Zeug schreibe, das nichts mit deiner eigentlichen Frage zu tun hat. :blush: Give_rose
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#9
(21.12.19, 18:07)kuno schrieb: Immer wenn ich im Winterhalbjahr mit dem Auto unterwegs war habe ich 10 Liter Eimer dabei gehabt und Maulwurfshügel auf unbehandelten Wiesen bzw. Ackerrändern abgetragen.

das habe ich auch schon gemacht  Yes und werde ich auch weiterhin machen. Komme kaum vorbei an so schöner, fein krümeliger Erde. 

Wenn ich das nächste Mal mit dem Auto und meinen Hunden unterwegs bin (fahren immer raus, wo sie auch mal ohne Leine rennen können)

- kommen noch ein oder zwei leere Eimer mit.... smile

Zu Steffi's Frage: werde einige 90 l Mörtelwannen nach der Bauanleitung von darkdurben bauen (lassen - irgendwie muss sich mein Mann an der Tomatenproduktion sinnvoll beteiligen Yes ); dann muss einiges ins Gewächshaus; Gemüsebeet wird erweitert.... - bekomme nur keinen Spaten mehr in die Erde (bin seit Juli erfolglos knieoperiert... )

@ Mayapersicum: mich interessiert alles, was mit Tomaten, Erde, Garten, Pflanzen und Natur zu tun hat. Ist hoch informativ hier; egal, um was es geht Yes
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#10
Das stimmt hier gibt es immer interessante Anregungen und da hätte ich auch noch gleich einen Tipp:

Man kann auch in einer Landschaftsgärtnerfirma (nicht in einer Gärtnerei), nach großen Kübeln die sie sonst wegschmeißen fragen.
Wäre ich selbst auch nie darauf gekommen, eines Tages wollte ich meine Mann abends von der Arbeit abholen, musste auf Ihn warten und bin über das Gelände geschlendert, da stand dieser riesengroße Kübel (ca.170Liter) mit anderen Kübel in einer Ecke des Materialplatzes, dort sammeln die diese um sie später zu entsorgen, ich dachte gleich "Tomaten" wink .
Größere Sträucher oder Kleinbäume werden aus Qualitätsgründen in seiner Firma als Kübelware gekauft, allerdings sind die rund. Mit einem Sonnenschutz aus einer billigen Badematte ist der selbst im heißen Sommer 2018 nie ausgetrocknet (morgens+abends je 10Liter Wasser).
Gruß Steffi
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