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Wild keimende Tomaten
#1
Ich habe ja im Keller in einer Plastiktonne eine "Wurmzucht". Besser gesagt handelt es sich um eine Komposttonne, wo ich Küchenabfälle zu Gartenerde bzw. Kompost veredele.

Das Ganze dauert 2 Jahre, deshalb habe ich auch 2 Tonnen, um jedes Jahr Kompost für meine Kübel auf der Terrasse zu haben.

Bei den Küchenabfällen sind natürlich auch Tomatenabfälle dabei. Sei es, dass mal eine Tomate schlecht wird oder etwas abgeschnitten wird.

Im Februar verteile ich immer den Kompost in die Kübel. Und obwohl diese Tomatensamen 2 Jahre in dem gärigen Kompost gelagert haben und dann ab Februar auch noch Frost abbekommen auf der Terrasse in den Kübeln schaffen es einige immer wieder, dass sie keimen.

Ich weiß dann natürlich nicht, um welche Sorte es sich handelt, weil meine Frau im Winterhalbjahr auch mal Tomaten aus dem Supermarkt kauft und wir manchmal auch von Bekannten Tomaten bekommen haben.

Da ich aber irgendwie diese "Racker" nicht wegschmeißen kann, ich kann es einfach nicht, werde ich sie alle zusammen in einen 90 Literkübel pflanzen.

Wenn sie die kalten Tage überstehen. Letzte Nacht war schon kalt und die nächsten Nächte besteht sogar Bodenfrostgefahr.

Wenn sie das überstehen, haben sie es verdient, weiterwachsen zu dürfen.

Vielleicht ist ja irgendwann mal eine Spontanmutation dabei, was Geschmack usw. angeht, man weiß es nicht.

Meine jetzigen Tomaten stammen auch von so einem "Überlebenden" ab. Bloß damals 2017 ist es die einzige wild gekeimte Tomate gewesen, die das überlebt hat in den Kübeln bzw. überhaupt gekeimt ist.

Und als dann 3 Tage durchgehend Regen im Sommer 2017 meine gekauften Tomatenpflanzen krank gemacht hatte, war ich froh, dass ich diese eine wild gekeimte noch hatte, denn die ist nicht krank geworden komischerweise.

Der Nachteil ist nur, dass sie sich immer weiter aufspaltet, weil es 2017 schon vermutlich der Nachkomme einer F1 Sorte gewesen ist, vermutlich Harzfeuer, aber genau weiß ich das auch nicht.

Aber dass überhaupt Tomaten im Stande sind, bei so niedrigen Temeperaturen zu keimen und dann noch Wind, Regen und aggressivem Sonnenschein zu trotzen, ist schon erstaunlich.


Clown 


LG Jörg


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#2
Tomaten haben schon robusten Samen. Ich hatte schon getrocknete Tomaten gekauft und Samen genommen. Sowohl bei den
luftgetrockneten Tomaten als auch bei den ofengetrockneten Tomaten war der Samen keimfähig.

LG Chris
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#3
Hallo Jörg,
das ist jetzt nicht so außergewöhnlich. Wir lassen auchg alle Küchenreste und Gartenabfälle über den Kompost laufen, ebenfalls mit zweijähriger "Ernte". Dadurch haben wir Tomaten im ganzen Garten verteilt. Meist sind es Wildtomaten vom Johannisbeertyp, letztes Jahr hat auf dem Kompoist aber auch eine Auriga und eine (vermutlich) Brandywine gekeimt.
Solange die Pflanzen nicht stören, können die ruhig wachsen. Auf diese Weise haben wir unseren Rucola, die Perilla, Jungfer im Grünen, Ringelblumen und vieles andere im gesamten Garten verteilt.

schönen Gruß
ulrich
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#4
Ja Ulrich, es ist erstaunlich, wie stark die Natur sein kann, wenn man sie lässt.

Meine wild gekeimten Tomaten haben die Nacht bei ca. 3 Grad überlebt.

Meine 3 Tomaten, die ich schon am 21.04.2019 nach draußen gepflanzt hatte, hatten durch die kalten Temperaturen irgendwie Wachstumsverzögerungen.

Ich wollte sie ja eigentlich ordentlich abhärten und Bodenfrost war am 21.04.2019 laut Langfristprognose für den Raum Hannover auch nicht mehr angesagt.

Aber jetzt gehen die Temperaturen doch in die Nähe der 0 Grad Grenze.

Deswegen habe ich wenigstens 2 Pflanzen wieder in 3 Liter Töpfe zurückgepflanzt um sie wenigstens nachts in die Stube zu stellen.

Die Pflanze auf dem Stuhl bleibt jedoch draußen als Versuch.

Ich will herausfinden, inwieweit sich Tomaten auch bei Nachttemperaturen nahe 0 Grad behaupten können.

Die Pflanze auf dem Stuhl hat sogar schon eine kleine Tomate in der Größe einer Erbse und blüht auch noch.

Sie ist sehr robust gewachsen und hat einen verdickten Stiel bekommen.


LG Jörg


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#5
Bei den wild keimenden Tomaten hatte ich eigentlich die Tomaten gemeint, die im April noch vor den Eisheiligen gekeimt sind im Freiland.

Dass nach den Eisheiligen bei warmen Wetter Tomaten in den Gärten aufgehen ist ja nichts Besonderes.

Ich bezog mich speziell auf März, April.

Und die Tomaten, die im März/April im Freiland keimen, brauchen großes Glück, um zu überleben.

Tagelang Temperaturen im einstelligen Bereich, Regen. Und dann noch die Eisheiligen, die zwar nicht jedes Jahr, aber doch schon in den meisten Jahren Anfang bis ca. Mitte Mai auftreten.

Dass sind krasse Bedingungen für Sämlinge. Obendrein noch Wind und pralle Sonne.

Mich interessiert, ob Jemand ähnliche Beobachtungen gemacht hat vor den Eisheiligen im Freiland.

Übrigens haben meine wild gekeimten Tomaten in den Kübeln die vergangenen Nächte überlebt, wenn auch knapp.

Da diese Pflanzen sowieso nicht geplant waren habe ich sie weder abgedeckt noch anderwaltig geschützt.

Als Dankeschön kommen sie dann alle zusammen in einen Kübel, egal wie Viele es sind.

Wegschmeißen kann ich sie nicht.


LG Jörg
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#6
Ich gehe da lieber den sicheren Weg mit definierten Tomatensorten, sicheren Anbau und planbarer Ernte. Die unbekannten Pflanzen würde
ich nur belassen, wenn sie selbständig an günstiger Stelle vor sich hin wachsen, ohne Aufwand.

LG Chris
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#7
Da hast Du natürlich irgendwie recht.

Aber ich hoffe immer, dass bei diesen wenigen keimenden Tomatensamen irgendwann mal eine Spontanmutation dabei ist.

Sei es, was den Geschmack angeht, die Größe der Tomaten oder einfach die Robustheit.

Man muss ja bedenken, dass von den hunderten Samen nur ganz wenige keimen. Es sind ja in einer Tomate mehrere Dutzend Kerne, mindestens.

Aber das sollte Jeder für sich entscheiden. Jeder Mensch ist anders. Ich hatte halt schlechte Erfahrungen mit gekauften Sorten gemacht.

Der Extremfall war 2017 die Sorte Black Cherry.

Im Internet wurde diese Sorte gelobt, was Geschmack und Aussehen angeht.

Ich hatte mir dann extra auf einer Tomatenbörse ein Exemplar gekauft, doppelt so teuer wie normal.

Es war der reinste Reinfall. Wenige Früchte, die nicht richtig reifen wollten und der Geschmack war Note 3.

Obendrein bekam die Pflanze auch noch die Braunfäule.

Ab diesem Zeitpunkt habe ich beschlossen, meine Pflanzen selbst zu ziehen und durch natürliche Auslese robuste Pflanzen zu bekommen, die vor Allem zeitige Ernten versprechen.

Mein Ziel ist es, die ersten genießbaren roten Früchte schon im Juni zu haben und dass unter Freilandbedingungen, kein Gewächshaus.

Übrigens soll es sogar innerhalb einer Pflanze bei ein und der selben Tomate zu Spontanmutationen von nur einem Kern innerhalb dieser Tomate kommen können. Den Namen dafür weiß ich nicht mehr, aber es ist wissenschaftlich erwiesen, auch wenn es äußerst selten vorkommt.


LG Jörg
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#8
Hallo Jörg,

es verhält sich jeder Samen einer Tomate anders. Da ich die Tomaten in einer Wasserinne anbaue, hatte ich schon welche, wo
eine Pflanze eine Blütenendfäule bekam und eine andere Pflanze der gleichen Sorte nicht. Es sind so viele Merkmale,
die zu anderen Pflanzen hin variieren können.

Die Beschaffungsart vom Samen ist dabei unwesentlich. Ob getauscht, geschenkt bekommen, ersteigert oder gekauft, der Samen
hat sein eigenes Innenleben. Es sollten schon die kräftigsten Pflanzen zum Einsatz kommen.

Den Geschmack der Früchte kann man beeinflussen. Unter Folie, im Schatten wachsend oder zu zeitig geerntet,
braucht man sich nicht zu wundern, wenn das Aroma derTomate nicht ausgeprägt ist.

Bei ungünstiger Witterung bekommen alle Tomatenpflanzen die Braunfäule, außer man stellt sie rechtzeitig ins Gewächshaus.

Eine zeitige Tomatenernte wäre schon erstrebenswert. Ohne zeitige Tomatensorte und Gewächshaus sehe ich da kaum eine
Möglichkeit.

LG Chris
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#9
Eine zeitige Tomatensorte ist sehr wichtig, da gebe ich Dir recht.

Aber die zeitigsten Sorten sind meistens entweder Cocktailsorten oder speziell gezüchtete "Balkontomaten", also eher klein bleibende Sorten vom Buschtomatentyp.

Dass ist natürlich was zum Naschen.

Aber normal große Tomatensorten (ca. 50 - 200 Gramm) brauchen meist länger.

Und da eine frühe Sorte zu finden ist nicht so einfach.

Je größer die Tomaten einer Sorte werden, um so länger brauchen sie in der Entwicklung, grob gesagt.

Deswegen brauchen die Fleischtomaten auch am Längsten.

Falls es dazu Ausnahmen geben sollte, möge man berichten, denn wie sagt man so schön, Ausnahmen bestätigen die Regeln.

LG Jörg
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#10
Hallo Jörg,
da kann ich dir nicht Recht geben. Ich habe mir eine Liste von über 300 Sorten Tomaten zusammen gestellt. Die basiert auf
dem Tomatenatlas. Da sind einge größere Tomatensorten die eine zeitige Fruchtreife habe. Ich nenne mal ein paar Sorten:
Feuerwerk, Feuerzauber, Magnum, Paul Robeson, Padamon, Schnellfruchtende aus Wirowsk
Wenn du Samen brauchst, müsstest du mir Bescheid geben.

LG Chris
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