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Hallo zusammen,
ich baue jetzt seit 25 Jahren Tomaten an und nutze die Samen vom Vorjahr. Seit einigen Jahren verändern sich jedoch die Tomaten. Sie werden kleiner runder und glatter. Der Geschmack bleibt aber weiterhin fantastisch.
Auch brauchen sie immer länger um reif zu werden. Dabei sind die Pflanzen groß und stark, inzwischen ca 2m hoch beim 6. Blütansatz. Außerdem scheinen sie immer mehr temperaturabhängig zu werden, bis ca. 25 Grad ist kaum Wachstum, ab 30 Grad kommt man kaum hinterher sie auzugeizen und hochzubinden. Üblicherweiße kappe ich ab Ende August, diese Jahr wohl früher.
Vor ca 5 Jahren hatte ich noch große fleischige Tomaten wo die schwersten 600g- 1Kg+ hatten. Das letzte Jahr warens max 200g, (300g+ bei den neuen San marzano) dafür ne große Ernte von der Anzahl. Von dem Roten Russe oder der schwarzen Krim ist optisch nichts mehr da. Dazu hatte ich Harzfeuer, Cocktailtomaten, San-Marzano.
Dieses Jahr kam hinzu, dass es sehr heiß war als die ersten Blüten da waren und wir keine Bienen hatten zum bestäuben. Bei den ersten Blütenansätzen sind deswegen so 70% der Blüten abgeworfen worden. Danach kamen nur kleine Wildbienen. Nun hängen an den neuen Blütenansätzen überall kleine Früchte.
Nun ist es Anfang August und meine größten grünen Tomaten sind erst etwa Hühnerei groß.
Die Pflanze hat keine Anzeichen von Mangelerscheinung oder Befall.
Was könnte die Ursache sein? Haben sich Sorten auf ne schlechte Weise gekreuzt?
Ich mach mal morgen Bilder.
Thomas
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Nach 25 Jahren mit eigenem Saatgut können sich Tomaten durchaus verändern. Sie kreuzen sich zwar nicht ständig, aber über viele Generationen können sich Eigenschaften verschieben. Dazu kommen Hitze, Klima und die Bestäubung. Gerade alte Sorten reagieren manchmal stark auf veränderte Bedingungen. Bilder von Früchten und Blättern wären interessant.
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Danke für die Info, ich werden die Tage dann Bilder hier posten.
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Du musst die Tomaten entblättern, fang mal vorsichtig an. Dann werden die Tomaten auch größer da die Kraft nicht in die Blätter geht.
Die Tomate ist eine Frucht, die wohl unmittelbar aus dem Paradiese zu uns gekommen sein muß, und wenn sie nicht die hesperidischen Äpfel bedeutet, gewiß der Apfel gewesen ist, den Paris der Venus bot, sehr wahrscheinlich auch der, welchen die Schlange zur Verlockung der Eva anwendete.
Eugen van Vaerst
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Hallo Thomas.
Das klingt nach einem klassischen Fall von schleichender Verkreuzung über die Jahre. Wenn man Saatgut von verschiedenen Sorten ungeschützt gewinnt, verkreuzen sie sich leicht durch Insekten – mit der Zeit setzen sich oft die kleineren, runden Formen durch. Auch bei der Harzfeuer spaltet sich die Nachkommenschaft auf, da sie meist eine F1-Hybride ist.
Dass die Früchte aktuell noch so klein sind, liegt am späten Fruchtansatz. Bei Hitze über 30 °C verklebt der Pollen und wird steril, sodass die Blüten abfallen. Da Tomaten Selbstbefruchter sind, hilft leichtes Schütteln der Pflanzen. Wenn du deine gewohnten großen Früchte zurückhaben möchtest, kommst du um samenfestes Saatgut – entweder neu gekauft oder, falls noch vorhanden, aus alten Beständen – wohl nicht herum.
Sechs Pflanzen in einer Mörtelwanne sind meines Erachtens übrigens etwas viel – die konkurrieren stark um Nährstoffe, Licht und Platz. Zudem berühren sich die Blätter dadurch sehr eng, was das Risiko für Pilzerkrankungen deutlich erhöht. Wenn überhaupt, würde ich hier noch etwas mehr Erde auffüllen und eine Mulchschicht aus Rasenschnitt, Heu oder Stroh verwenden.
Liebe Grüße
Sammeltasse
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06.08.26, 12:39
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.08.26, 12:53 von ThomasX.)
Entblättern? dh nicht nur die unteren Blääter entfernen? ich dache gerade durch die Blätter bekommt dioe Pflanze die kraft die Frucht zu bilden. dh jedes 3. blatt entfernen?
Das hab ich tatsächlich noch nie gemacht und gehört.
Nun Früher hatte ich pro Pflanze nen 10L Eimer, in der wanner habe ich 15L pro Pflanze. Das mit dem verkleben wusste ich nicht, aber das macht dann sind da wir hier 37°C paar Tage hatten und danach kaum weniger. Das urspüngliche Harzfeuer war keine F1, ich hab ausschließlich samenfestes saatgut verwendet, wie auch beim Russen und der Krim. (hört sich heutzutage seltsam an).
Mit dem Mörtelwannensystem hatte ich vor 2 Jahren so ca 30+kg geerntet. dh, fast 2kg pro pfanze. letztes Jahr war es bei allen die ich kenne ne schlechte Ernte, da die meissten Tomaten spät noch grün waren. so ca 15kg. Dieses Jahr ist es ja eher zu heiß als zu nass und kalt. Im Augenblick wachsen die Früchte doch schneller als gehofft.
Ich werd mich auf jeden fall für die nächste Saison für zusätzlich frische samen und sorten umsehn. Ggf bau ich dazu auch mal wieder chili an, die wachsen sehr gut und ergiebig.
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Also in einer 60 oder 90 Liter Mörtelwanne würde ich nur eine Tomatenpflanze setzen. Gerade die Fleischtomaten brauchen für ihre großen Früchte viel Wurzelraum um sich zu entfalten. 6 Pflanzen sind definitiv zu viel, die behindern sich ja gegenseitig..
Außerdem sollte der Standort am besten vollsonnig sein ohne Bäume oder Ähnliches in der Nähe.
Wenn sich alle Experten einig sind, ist Vorsicht geboten.
Bertrand Russell
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07.08.26, 18:14
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.08.26, 18:23 von ThomasX.)
Mir wär es natürlich auch lieber wenn die Pflanzen mehr Platz und Ganztagssonne hätten. Leider bin ich da in der Örtlichkeit eingeschränkt. Ein eigener sonneverwöhnter Garten wäre natürlich am Besten.
Anderseits ist so eine Terrasse auf die von 12 bis Sonnenuntergang die Sonne scheint, wenn auch teilweise von meinem Baum verdeckt, hier im teuren Stuttgart ein echter Luxus. Daher bin ich doch sehr zufrieden. Viele haben hier nicht mal einen Balkon.