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Starke Verformung der Triebe -Tumorartig
#1
Hallöchen smile

Ich bin neu hier im Forum und habe auch erst dieses Jahr mit dem Balkon-Gärtnern begonnen. 
Aktuell stehe ich vor dem Problem, dass meine 2 von 4 Tomaten ganz komische Triebe ausbilden und ich bis jetzt nicht im Internet oder durch Ki sicher was es ist. 
Da ist die langjährige Erfahrung von euch wahrscheinlich viel aussagekräftiger :biggrin

2 meiner Tomaten Bilden sowohl an Geiztrieben als auch am Haupttrieb so Wülste/ bzw. Tumorartige Gebilde. Es wirkt fast so als würde die Pflanze dort normal eig wachsen wollen aber bildet die Blätter o-ä. nicht richtig aus und diese wachsen einfach dick heran.
Auch die Blätter an den Stängeln darunter sind viel kleiner und lassen den Kopf hängen.

Eine Idee was es sein kann?

Die Tomaten stehen in der Großstadt auf der Dachterrasse. Sie haben 1x täglich Wasser bekommen (an sehr warmen Tagen) und Dünger (das ist der einzige Fehler den ich gemacht habe) hab ich nach Augenmaß gegeben. - ja ich weiss :-D So koche und backe ich auch hahah muss ich mich mal umgewöhnen.
Nichtsdestotrotz bin ich mir unsicher ob es an Überdüngung liegt, da alle Bilder im Internet nicht solche Ergebnisse liefern wenn man nach Überdüngung googelt.

Vielleicht hat ja jemand eine Antwort. Und auch am besten einen Tipp wie ich vorgehen soll biggrin
Daaankeee <3


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#2
Ich tippe auf eine Glyphosphat Schädigung!.
Hast Du Pferdemist oder anderen Mist in der Erde?
Ich hab hier darüber schon geschrieben. Da findet KI nix!
Die Tomate ist eine Frucht, die wohl unmittelbar aus dem Paradiese zu uns gekommen sein muß, und wenn sie nicht die hesperidischen Äpfel bedeutet, gewiß der Apfel gewesen ist, den Paris der Venus bot, sehr wahrscheinlich auch der, welchen die Schlange zur Verlockung der Eva anwendete.
Eugen van Vaerst
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#3
Guck mal unter "unbekannte Tomatenkrankheit "In die Suchfunktion eingeben.
Verfasst von Balder
 Da sind Bilder drin.
Die Tomate ist eine Frucht, die wohl unmittelbar aus dem Paradiese zu uns gekommen sein muß, und wenn sie nicht die hesperidischen Äpfel bedeutet, gewiß der Apfel gewesen ist, den Paris der Venus bot, sehr wahrscheinlich auch der, welchen die Schlange zur Verlockung der Eva anwendete.
Eugen van Vaerst
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#4
Ich habe normale Tomatenerde drinnen, Schafwollpellets, organischen Stickstoff und manchmal halt Flüssigdünger verwendet. Und Zum Molchen habe ich Rindenmulch benutzt, aber den haben alle und die anderen Pflanzen sind nicht betroffen. Nur halt meine 2 Tomaten. sad
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#5
Könnten die Schafwollpellets sein.
Die Tomate ist eine Frucht, die wohl unmittelbar aus dem Paradiese zu uns gekommen sein muß, und wenn sie nicht die hesperidischen Äpfel bedeutet, gewiß der Apfel gewesen ist, den Paris der Venus bot, sehr wahrscheinlich auch der, welchen die Schlange zur Verlockung der Eva anwendete.
Eugen van Vaerst
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#6
hmm aber dann wäre das ja schon viel früher passiert. Hab die ja in die Erde schon im Mai verteilt.

Ich hatte gerade eine Eingebung! Bei mir im Wohnblock wird aktuelle etwas gebaut und da wurde ein großes unberührtes Stück Landfläche abgetragen. Vielleicht wurde da etwas gespritzt? Die Frage ist ob das ca Luftlinie 1 km zu mir wehen könnte? Wäre jetzt so eine Vermutung die plausibel erscheint.

Aber danke dir für die Antworten!

Falls jemand noch eine andere Vermutung hat gerne her damit.

Aber klingt logisch mit dem Glyphosat hat die KI auch vermutetet. Aber wollte dazu noch Erfahrungen einholen und Bilder gibt es solche wenig im Internet. 

Kann meine Pflanze dann eig. noch was werden???
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#7
Glyphosphat wird durch den Wind sehr weit verbreitet. Könnte passen.
Die Pflanzen sind nicht zu retten.
Die Tomate ist eine Frucht, die wohl unmittelbar aus dem Paradiese zu uns gekommen sein muß, und wenn sie nicht die hesperidischen Äpfel bedeutet, gewiß der Apfel gewesen ist, den Paris der Venus bot, sehr wahrscheinlich auch der, welchen die Schlange zur Verlockung der Eva anwendete.
Eugen van Vaerst
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#8
Das mit dem plattgemachten Stück Land in der Nähe klingt tatsächlich nach einer heißen Spur! Wenn dort Wildwuchs für Baumaßnahmen beseitigt wurde, wird oft gespritzt. Bei passendem Wind kann so eine Abdrift auch über weitere Strecken getragen werden.

Es könnte sich hierbei gut um eine Herbizidschädigung (Wuchsstoffschaden) handeln. Die verkrüppelten, knubbeligen Triebspitzen, die typischen „Adlerkrallen“ und die verdickten Stängel deuten oft darauf hin. Neben Glyphosat kommen da vor allem auch synthetische Auxine (Wuchsstoffherbizide) infrage, auf die Tomaten extrem empfindlich reagieren.

Zu deiner Frage, ob man sie noch retten kann: Ich würde sie noch nicht ganz aufgeben! Tomaten sind unglaublich zäh.

Wenn die Dosis nicht tödlich war und der Wirkstoff hauptsächlich über die Luft kam, besteht eine gute Chance, dass sie das "auswachsen". Schneide die deformierten Triebspitzen und verkrüppelten Geiztriebe einfach mal großzügig bis ins gesunde, normal aussehende Gewebe zurück. Mit etwas Glück treiben sie aus den unteren Blattachseln bald wieder völlig normale Triebe nach. Einen Versuch ist es jedenfalls wert!
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#9
Vielen Dank für die Antworten die waren alle sehr hilfreich!

Ich habe jetzt radikal alle Wucherungen entfernt! Die nächsten Tage werden die Pflanzen beobachtet! Interessant fand ich nur dass alle 4 Pflanzen eng nebeneinander standen (hab hier nicht viel Platz) und nur 2 davon betroffen waren. 
Mir ist dann beim zweiten Hingucker aufgefallen, dass ich die abgeschnittenen Triebe beim ausgeizen als Mulch verwendet habe. Und sie mal an: nur bei den beiden betroffenen Pflanzen. Also ist vielleicht was beim Wind auf die Pflanze gekommen und das habe ich wiederum in die Wurzeln gebracht. Ich habe jetzt mal alles entsorg und hoffe, dass ich damit den Herbizid-Effekt entfernt oder zumindest größtenteils beseitigt habe (hab bisschen Angst, dass ich es in die Erde gegossen habe). Mal sehen. 

Was mich noch interessiert: Darf ich die Früchte dann trotzdem verzehren wenn sie ausreifen? da hängen schon paar
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#10
Zu den bereits jetzt vorhandenen Früchten, die nach dem radikalen Schnitt noch an der Pflanze hängen:

Da wäre ich tatsächlich vorsichtig. Wenn diese Früchte bereits an den Trieben hingen, als die Pflanze den Herbizid-Schock abbekommen hat, haben sie den Wirkstoff höchstwahrscheinlich auch aufgenommen. Auch wenn sie jetzt vielleicht noch normal aussehen, können sie sich im Wachstum noch verformen oder Rückstände enthalten. Zur Sicherheit würde ich diese vorhandenen Früchte lieber nicht essen.

Sicher essbar sind wirklich erst die Früchte, die sich später an den komplett neu durchgetriebenen, gesunden Ästen bilden.

Kurzer Nachtrag noch zum Rindenmulch, weil du meintest, dass du den nutzt: Für Tomaten ist der eigentlich nicht ganz ideal. Rindenmulch säuert beim Zersetzen den Boden etwas an und entzieht der Erde beim Abbau extrem viel Stickstoff, den die Tomaten aber dringend für das Wachstum brauchen.

Wegen der beiden Sorgenkinder: Mach dir keinen Kopf! Ich habe dieses Jahr auch vier Pflanzen dabei, die einfach überhaupt nicht wollen bzw. wollten. Manchmal ist es im Garten einfach so, und ich habe bei meinen ehrlicherweise auch absolut keine Ahnung, woran es liegt. (Außer dass die eine Sorte "Gargamel" schon letztes Jahr sehr zickig war und Probleme machte. Die Pflanze die dann durch kam war dafür eine der letzten Freiland Tomaten von der "Oben ohne Fraktion)

Viele Grüße,
Sammeltasse

//Nachtrag:
Wegen des Tomatengrüns: Manche Gärtner nutzen ausgegeizte Triebe ja gerne als Mulchschicht. Ich persönlich mache das aber grundsätzlich nicht. Mir ist das Risiko, mir dadurch Pilzkrankheiten in den Bestand zu holen, einfach viel zu hoch. Ich entsorge meine Geiztriebe deshalb immer direkt.

Gerade wegen der eventuellen Herbizid-Reste gehst du mit dem Entsorgen im Hausmüll absolut auf Nummer sicher, bevor sich da doch noch irgendwas in den Boden auswäscht.

Viel Erfolg! Halte uns auf dem Laufenden  :thumbup:
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