Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um Ihre Login-Informationen zu speichern, wenn Sie registriert sind, und Ihren letzten Besuch, wenn Sie es nicht sind. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf Ihrem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies dürfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die Sie gelesen haben und wann Sie zum letzten Mal gelesen haben. Bitte bestätigen Sie, ob Sie diese Cookies akzeptieren oder ablehnen.

Ein Cookie wird in Ihrem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dassIhnen diese Frage erneut gestellt wird. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.


 
Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
Erfahrungen 2022 vom lusitgen Mann
#1
2022 war für mich ein chaotisches und weniger schönes Jahr, auch wenn es mich - Gott sei Dank - von bösen Schicksalsschlägen verschont hat. Kurz und gut: Die Tomatenkultur litt darunter heftig. Teilweise kam ich nicht mehr richtig zum Entgeizen der Pflanzen, sowie die Pflege mußte ich stark vernachlässigen. Die Hitze dazu leistete ihr übriges. Teilweise bin ich um 4.00 Uhr morgens aufgestanden, um hier wenigstens vier bis fünf Stunden in den Morgenstunden Gartenarbeit zu schaffen. Ab 9.00 Uhr hatten wir hier teilweise schon Temperaturen über 30 Grad. 

Die Lehren daraus:
In 2023 werde ich keine 107 Tomatensorten und 125 Tomatenpflanzen mehr anpflanzen. Weniger, ist oft mehr.

Die Anzucht gestaltete sich sehr unterschiedlich. Im Großen und Ganzen habe ich fünf große "Anbaugebiete". Das größte Anbaugebiet ist meine überdachte Pergola. Hier passen ca. 50 Pflanzen drunter. Im Außenbereich der Pergola sind nochmals ca. 10 bis 15 Pflanzen. Hier lief dieses Jahr alles halbwegs normal ab. Pflanzen wurden gesetzt, einmal in der Woche gegossen und dann verlief hier alles nach Plan.

Anbaugebiet Nr. 2 ist das Gewächshaus mit 14 Pflanzen in der Erde und ca. 3 Pflanzen in Töpfen. Aus welchen Gründen auch immer, war die Wuchsfreude dieser Pflanzen nicht optimal. Sie brauchten sehr lange bis sie in die Gänge kamen, entsprechend trugen sie alle erst im August Früchte. Tatverdächtige für diesen Umstand sind die Bäume außen herum, die doch inzwischen, ja nach Sonnenstand, einiges an Tageslicht weg nehmen. 

Anbaugebiet Nr. 3 war ein Neuanbaugebiet. Hier wurden alte Baustahlmatten angestrichen und an abgeschnittenen Ästen hoch gezogen. Daran wurde die "Coctailtomatenfarm" kultiviert. Da die Pflanzen zu spät ausgesetzt wurden (Ende Juni/Anfang Juli) war der Ertrag und die Qualität der Tomaten so lala.

Anbaugebiet Nr. 4 waren meine ungeschützten Freilandtomaten, entlang eines Zaunes. Das war dieses Jahr ein Desaster. Da ich diese Tomaten, die hier in der Vergangenheit gestanden habe, nie gegossen habe, ging das 2022 ganz fürchterlich in die Hose. 2021 mußte ich hier bereits aufgrund der heftigen Regenfälle im Juni 2021 von 13 Pflanzen 11 Pflanzen entsorgen. 2022 war genau das Gegenteil der Fall. Aufgrund der Trockenheit ging hier gar nichts. Ende Juni begann ich hier mit dem Gießen, das holten die Pflanzen aber nicht mehr ein. Mitte August hatte ich hier die ersten Früchte. Der Ertrag war spärlich.

Anbaugebiet Nr. 5 ist alles rund um das Haus -unter Dachvorsprüngen, etc. Hier stehen ca. 20 bis 30 Pflanzen. Von kleinen Buschtomaten, wie Gartenperle oder Himbeerrose über Cocktailtomaten wie Green Docotrs oder Zuckertraube.

Dabei hatte ich wieder sehr viele alte etablierte Sorten, wie Ananori, vivagrande oder Black Krim dabei. Es kamen aber auch sehr viele neue Sorten zu ihrem Debüt. Über diese Erfahrungen möchte ich ein anderes Mal berichten.

Um Sorten auch richtig kennenzulernen, wechsle ich im Lauf der Jahre immer wieder die Standorte. Bspw. war eine Zuckertraube letztes Jahr unter einem Dachvorsprung auf der Wetterseite. Dieses Jahr ging sie auf die wettergeschützte Seite.

Zu erwähnen bleibt noch, dass ich dieses Jahr etwa sieben Kuckuck unter meinen Pflanzen hatte. Deshalb halte ich es immer für sehr wichtig, zu überprüfen, ob man wirklich das auch in der Packung drin hat, was drauf steht. Dabei will ich jetzt niemanden einen Vorwurf machen. Zwei Kuckuck stammten von mir selber, obwohl ich sehr darauf achte, dass hier keine Kuckuck entstehen. Einen Kuckuck hatte ich von einem sehr erfahrenen Tomatenpflanzer, der darüber selbst erstaunt war, das er einen Kuckuck in seiner Sammlung hatte.

Bei Gelegenheit werde ich noch weiter berichten und ggf. sogar ein paar Bilder einstellen.
Zitieren