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Verkrüppelte Blätter
#1
Liebe Community,

Danke für die Antworten zu meinem ersten Forumsbeitrag. Ihr seid klasse, das hat mir wirklich geholfen!

Wieder mal erkläre ich mein Problem sehr ausführlich und danke jedem, der sich die Zeit nimmt das alles zu lesen…

Als blutige Anfängerin weiß ich nicht, ob das Schadbild wieder unter „sei mal gelassen“ oder unter „gerate mal lieber in Panik!“ fällt.

Vielleicht ist es ja nur überhastetes düngen… ich beginne mal von vorn:

Da die Blätter meiner beiden Cherrytomaten anfingen marmoriert auszusehen und nicht mehr so satt grün, siehe Bild 1, habe ich auf Anraten dem Gießwasser einmalig Magnesiumsulfat in der empfohlenen Dosis zugefügt und beiden Pflanzen verabreicht.
Später habe ich gelesen, dass es auch an Stickstoffmangel liegen kann, also 3 Tage später flüssigen, organischen NPK Dünger gegeben (Compo Bio Obst- und Gemüsedünger, Zusammensetzung: 3,1 - 0,5 - 4,1)

Pflanze 1, hat mein vermutlich überhastetes Düngen gut vertragen.
Pflanze 2, nicht so wirklich, siehe Bilder

Schad-Bild: der oberste Teil des 2. Triebs sieht verkrüppelt aus. Die Blätter sind nun entweder winzig geworden oder rollen sich total ein.


Unterschied/Voraussetzung Pflanze 1 zu Pflanze 2:

Pflanze 1: 
Kübel mit Drainage gegen Staunässe, 20l Pflanzvolumen, in reiner „Aussat- und Kräutererde“, hier läuft das Gießwasser nur so durch 
2-triebig gezogen und nur die Geiztriebe werden entfernt

Pflanze 2: Kübel mit Drainage gegen Staunässe, 12l Pflanzvolumen, in Mischung „Aussat- und Kräutererde“ mit „Premium Bio Blumenerde“, hier bleibt das Gießwasser länger in der Erde
2-triebig gezogen und neben den Geiztrieben anfangs auch die Blätter unterhalb des Blütenstamms entfernt, letztmalig vor ca. 3 Wochen

Die Düngergabe war bei beiden gleichzeitig letzte Woche.

Nun hab ich natürlich das Internet und das Forum auf dieses Schadbild durchsucht. Raus kamen folgende mögliche Ursachen:
  1. Überdüngung (darauf hoffe ich)
  2. Wetterumschwung in Kombination mit Falsch-Gießen
  3. Virus (hab ich aufgrund detaillierter Bilder ausgeschlossen)
  4. Weichhautmilbe (kann ich nicht ausschließen, da kein Mikroskop zur Hand)
  5. Herbizide  :crying:
Ich hoffe auf Überdüngung. 

Wetterumschwung hatten wir hier definitiv. Jeder, der die EM Spiele von der Allianz Arena in München gesehen hat, dürfte wissen wovon ich spreche…. Habe die Pflanzen aber immer rechtzeitig unter die Überdachung geschoben.

Dachte auch ich könnte Herbizide ausschließen, da die Pflanzen auf einem Balkon in der Münchner Innenstadt stehen und kein Feld weit und breit zu sehen ist (leider). Würde auch ausschließen, dass ein Nachbar sowas gespritzt hat. 

Das einzige was mir in den Sinn käme und zeitlich passen würde: 
ich habe in dem mit Erdbeeren bepflanzten Balkonkasten 3 Meter weiter weg Weichholz als Mulch auf die Erde gelegt, teilweise das Holz abgesägt, damit es reinpasst. Vielleicht hab ich die Tomatenpflanze an der nun Schadstelle direkt danach berührt, um sie anzubinden… weiß ich aber nicht mehr genau. Könnte Holz mit Herbiziden kontaminiert sein?

Es gab hier schon einen Beitrag zu einem ähnlichen Schadbild, leider wurde nicht beschrieben was es denn tatsächlich war und ob sich das fortgesetzt hat oder sich die Pflanze wieder erholt hat.

Könnt ihr mir helfen?

Herzliche Grüße,
Anna


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#2
Auch wenn die Erde grundsätzlich viel zu Nährstoffarm ist, müssen die Tomaten den Dünger erstmal aufnehmen, und verarbeiten, dann noch das Wetter, wenn es so ist wie bei uns (es regnet andauernd, dann ist es wieder heiß, aber sehr schwül, d.h. wir haben hohe Luftfeuchtigkeit) stimmt die Verdunstung auch nicht richtig und dann hast du ja fleißig ausgegeizt (was grundsätzlich richtig ist), das sorgt dafür das zusätzlich zu wenig Blattmasse fürs verarbeiten vorhanden ist. Man kann Cherrytomaten übrigens auch 3-5 triebig ziehen, wenn sie sehr wüchsig sind, das schadet nicht, deshalb würde ich erstmal nicht mehr ausgeizen.
Ganz ehrlich ich würde mal auch in gescheite Tomatenerde nochmal umtopfen, das würde den Tomaten sicher auch gut tun und dann hättest Du auch nicht solche Probleme mit dem gießen, da diese Erde dann das Wasser besser hält.
Gruß Steffi
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#3
Ich schließe mich da Steffi an. An 3 Pflanzen hatte ich nach einer Düngung mit Brennnesseljauche, ein ähnliches Problem, dazu kam noch das Wetter.
Die oberenen Triebe verkrüppelten bei 2 Pflanzen und eine Harzglut glühte in lila. :noidea:

Die Pflanzen wurden ordentlich gewässert und nicht mehr gedüngt. Jetzt entwickeln sich diese wieder ganz normal.
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#4
(04.07.21, 17:22)womotomate schrieb: Auch wenn die Erde grundsätzlich viel zu Nährstoffarm ist, müssen die Tomaten den Dünger erstmal aufnehmen, und verarbeiten, dann noch das Wetter, wenn es so ist wie bei uns (es regnet andauernd, dann ist es wieder heiß, aber sehr schwül, d.h. wir haben hohe Luftfeuchtigkeit) stimmt die Verdunstung auch nicht richtig und dann hast du ja fleißig ausgegeizt (was grundsätzlich richtig ist), das sorgt dafür das zusätzlich zu wenig Blattmasse fürs verarbeiten vorhanden ist. Man kann Cherrytomaten übrigens auch 3-5 triebig ziehen, wenn sie sehr wüchsig sind, das schadet nicht, deshalb würde ich erstmal nicht mehr ausgeizen.
Ganz ehrlich ich würde mal auch in gescheite Tomatenerde nochmal umtopfen, das würde den Tomaten sicher auch gut tun und dann hättest Du auch nicht solche Probleme mit dem gießen, da diese Erde dann das Wasser besser hält.

Hi Steffi,

Vielen Dank für Deine Expertise. Da hab ich ja offenbar anfangs einiges falsch gemacht… Ich werde die Pflanze jetzt erstmal in Ruhe lassen und nicht mehr dran rumzubbeln und ausgeizen.

Gedüngt habe ich beim Einsetzten der Pflanze. Dachte ich. Zunächst einmal gepflanzt in einen 50:50 Misch aus hochwertiger Blumenerde und Kräutererde. Zusätzlich nur im unteren Drittel mit einem Misch aus Hornspähnen, Urgesteinsmehl und Magnesium-Dingenskirchen… war vielleicht falsch. Dachte die Premiumerde versorgt die Pflanze zu Beginn und dann kickt der biologische Dünger…

Bin wie gesagt Anfängerin. Keine Ahnung ob das richtig war…

Jedenfalls sind die kleinen 20cm Pflänzchen zu stattlichen 1,40 Pflanzen gewachsen, grün, solider Stamm, soweit schadfrei und mit erstaunlichem Fruchtbestand. Was wohl kein Wunder ist, da Tomaten -erstmal- wohl einfach zu ziehen sind.

Probleme mit dem Gießen habe ich bei dieser Pflanze, wie Du schon erwähnt hattest. Die braucht echt heftig Wasser, nicht zuletzt weil sie in einem 12 Liter Topf steckt. Ich hab ihr ein Tropfwassersystem gegönnt, schaue aber ja nach Witterung, ob das ausreicht.

Die verkümmerten Blätter rollen sich nun auch auf. Ich will es nicht übertreiben mit dem zusätzlichen Bio-Dünger… 

Für weitere Tipps wäre ich dankbar
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#5
(04.07.21, 22:09)Painkiller schrieb: Ich schließe mich da Steffi an. An 3 Pflanzen hatte ich nach einer Düngung mit Brennnesseljauche, ein ähnliches Problem, dazu kam noch das Wetter.
Die oberenen Triebe verkrüppelten bei 2 Pflanzen und eine Harzglut glühte in lila.  :noidea:

Die Pflanzen wurden ordentlich gewässert und nicht mehr gedüngt. Jetzt entwickeln sich diese wieder ganz normal.
Hi Painkiller, 

Same here. Sie berappeln sich wieder…
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#6
Klasse, freut mich für dich
Gruß Steffi
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#7
(06.07.21, 21:58)Anna_MUC schrieb:
(04.07.21, 22:09)Painkiller schrieb: Ich schließe mich da Steffi an. An 3 Pflanzen hatte ich nach einer Düngung mit Brennnesseljauche, ein ähnliches Problem, dazu kam noch das Wetter.
Die oberenen Triebe verkrüppelten bei 2 Pflanzen und eine Harzglut glühte in lila.  :noidea:

Die Pflanzen wurden ordentlich gewässert und nicht mehr gedüngt. Jetzt entwickeln sich diese wieder ganz normal.
Hi Painkiller, 

Same here. Sie berappeln sich wieder…

HI

super, das freut mich!
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