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Spinnmilben im Freiland - was hilft
#1
Hallo

Bei den Tomaten im Wintergarten hatte ich seit drei Jahren gegen Ende der Saison im Juni, Spinnmilben. Nun aber seit Juli auch im Freiland unter Dach.
Was ich bis jetzt versucht habe ist das Abspritzen alle zwei Tage mit feinem Wasserstrahl. Kann so aber nur eine Verminderung erziehlen.

Meine Pflanzen haben sicher Hitzestress hinter sich. Einige hatten sogar Sonnenbrand. (gläserne Oberfläche zur Sonne)
Manche Pflanzen haben durch die Milben fast alle Blätter verloren und kümmern.

Bin völlig ratlos was biologisch möglich ist. Für nächstes Jahr werde ich mir für den Wintergarten frühzeitig Raubmilben besorgen. Aber für Draussen und massivem Befall?
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#2
Eine natürliche Quelle für Raubmilben ist dein Komposthaufen.
Das sind sogar deutsche Raubmilben, die mit dem deutschen Wetter besser zurechtkommen.

Ich würde großzügig Kompost aus deinem Komposthaufen um die Tomaten verteilen.
Aufgrund der Trockenheit, achte auf ausreichend Feuchtigkeit, damit die Raubmilben nicht verdursten!

Die Raubmilben benötigen natürlich etwas Zeit, bis sie sich vermehren.
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#3
Vielen Dank!
Werd ich gleich machen!
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#4
Raubmilben sind auf jeden Fall einen Versuch wert. Auch draußen. :thumbup:
Das große Problem dabei sind derzeit die Temperaturen. Um die 30° vermehren sich die Spinnmilben schneller als die Raubmilben, die etwas niedrigere Temperaturen optimal finden.

Es ist deshalb besonders wichtig hohe Luftfeuchtigkeit für sie zu schaffen, was natürlich bei Tomaten, die man trocken halten soll, schwierig ist. :whistling:
Flache Schalen mit Wasser drunter stellen, kann helfen, denn da dürfte derzeit allerlei verdunsten. Mit dem Wasserschlauch abspritzen geht dann natürlich nicht mehr, weil Du damit die Nützlinge auch wegspritzen würdest. Aber wenn Du einen Pflanzensprüher hast, der feinen Wassernebel produziert, dann kannst Du den benutzen.

Ich würde aber auch großzügig alle bereits gammelnden Blätter/Triebe entfernen, um den Spinnmilbenbestand zu minimieren. Natürlich nicht auf den Kompost damit. :rolleyes:

Auch andere Nützlinge vergreifen sich nebenbei an Spinnmilben. Florfliegenlarven sind nicht wählerisch, was Ihnen vor die Zähne kommt.
Den Garten für Nützlinge giftfrei zu halten lohnt sich also immer.
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#5
Raubmilben aus dem Kompost hört sich erst mal gut an, zumindest in der Theorie.
Wie soll das dann in der Praxis aussehen.
Sollte das frischer fertiger Kompost sein, eher halbfertig, oder ...............?
Für die Anwendung im GWH z.B. bei Kübelpflanzen: Sollte der Kompost in seperate Schalen ausgebracht werden, gebe ich ihn in die Töpfe der Pflanzen
muß ich ja zwangsläufig drüber gießen. Die Milben brauchen doch aber eher trockenes Klima....????

Da Auberginen auf Spinnmilben ja geradezu magnetisch wirken hatte ich im GWH das Zeugs bei meinen Kübelauberginenpflanzen auch recht heftig.
Da würde ich gerne nächstes Jahr gezielt dagegen vorgehen.

Habe mal versuchshalber einige Zeit täglich mehrmals die Pflanzen mit feinem Wassernebel geduscht, das bringt sicher etwas, müsste man für die Daueranwendung aber automatisieren. Wer hat schon die Zeit und Lust 10 mal am Tag die Sprühflasche zu verwenden?

Die effektivste Methode zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit war das mehrmals kurze Abspritzen der Bodenfläche zwischen den Pflanzkübeln (der Boden besteht aus Waschbetonplatten)

Muß da wohl erst Erfahrungen sammeln, deswegen bin ich für jeden praktischen Tipp dankbar.

LG  Werner
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#6
Den Befall der Spinnmilben beobachte ich jetzt schon mehrere Jahre und habe auch schon mehreres ausprobiert. Das Gewächshaus 
diesbezüglich zu desinfizieren hat nichts gebracht. Die Spinnmilben kamen das Folgejahr genau so wieder. Im Gewächshaus ist es bei
mir sehr feucht, zwei große Wasserrinnen, und warm. Das mindert den Befall an Spinnmilben dennoch nicht. Ich hatte auch schon 
Neem Erzeugnisse gegen die Spinnmilben eingesetzt, die überzeugenden Wirkung blieb aus. Von den Pflanzen der Gewächshaus Gurken 
nehme ich viele Senker. Dorthin begeben sich die Spinnmilben gerne. Es ist zwar schade um die Senker, einige Spinnmilben entsorge ich 
mit den Senkern gleich mit. Ich habe die Gewächshauspflanzen alle in Baueimern. Sobald ich an einer Pflanze Befall an Spinnmilben feststelle, 
kommt die Pflanze aus dem Gewächhsaus raus ins Freiland.
Ist der Befall an Spinnmilben im Freiland unter einem Dach, würde ich auch versuchen die befallene Pflanze so schnell wie möglich von den 
anderen Pflanzen zu trennen und irgendwelche Lockpflanzen dort hinzustellen.

LG Chris
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#7
(19.08.18, 13:35)wemu schrieb: Raubmilben aus dem Kompost hört sich erst mal gut an, zumindest in der Theorie.
Wie soll das dann in der Praxis aussehen.

Ich habe es bereits mehrmals mit befallenen Chilis ausprobiert.
Circa zwei bis drei Wochen, nachdem ich die Chilipflanzen auf den Kompost gestellt hatte, war das Spinnmilbenproblem gelöst.

Du bekommst damit höchstwahrscheinlich nicht alle Spinnmilben weg, es entsteht aber ein Spinnmilben/Raubmilben-Gleichgewicht, das das Problem für die Pflanze löst.

Wie schon von Anderen geschrieben.

  1. Anzahl der Spinnmilben reduzieren. Befallene und stark geschädigte Blätter entfernen. Abduschen.
  2. Raubmilben umsiedeln und für die möglichst optimale Bedingungen schaffen. 
Ich würde recht viel Material vom Kompost transferieren. Stört ja nicht und so bekommst du mehr Spinnmilben zu den Tomatenpflanzen.
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#8
Hallo zusammen, 
ich habe bei Spinnmilben an Gurkenpflanzen sehr gute Erfahrungen mit Annelieses Hexengebräu gemacht. Nach ein paar Mal spritzen haben sich die Gurken wieder erholt und die Spinnmilben waren weg.
An Tomaten hatte ich zum Glück noch keine Spinnmilben, meine stehen recht zugig, da gehen die nicht so hin. Müsste meiner Meinung nach aber auch bei Tomaten helfen.
LG benchi
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#9
(19.08.18, 14:38)Experimentator schrieb:
(19.08.18, 13:35)wemu schrieb: Raubmilben aus dem Kompost hört sich erst mal gut an, zumindest in der Theorie.
Wie soll das dann in der Praxis aussehen.

Ich habe es bereits mehrmals mit befallenen Chilis ausprobiert.
Circa zwei bis drei Wochen, nachdem ich die Chilipflanzen auf den Kompost gestellt hatte, war das Spinnmilbenproblem gelöst.

Du bekommst damit höchstwahrscheinlich nicht alle Spinnmilben weg, es entsteht aber ein Spinnmilben/Raubmilben-Gleichgewicht, das das Problem für die Pflanze löst.

Wie schon von Anderen geschrieben.

  1. Anzahl der Spinnmilben reduzieren. Befallene und stark geschädigte Blätter entfernen. Abduschen.
  2. Raubmilben umsiedeln und für die möglichst optimale Bedingungen schaffen. 
OK, das ist allerdings ein Weg der für meine Kübelauberginen machbar wäre. Bei einer Schönwetterperiode die Pflanzen für 2 - 3 Wochen zum Kompost stellen,
und danach bei Bedarf wieder ins GWH umsiedeln. Dann sollten ja auch die Raupmilben mit an Bord sein.
Bei dem Supersommer dieses Jahr wäre ein GWH in Bezug auf die Temperaturen ja auch nicht notwendig!
Kann natürlich nächstes Jahr wieder total anders aussehen.

LG  Werner
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