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Anfängerin braucht Hilfe
#1
Hallo liebe Tomaten-Freunde

Ich als blutige Anfängerin versuche mich dieses Jahr mit dem Gemüseanbau. Nebst Gurken habe ich mich auch an die Tomaten gewagt, obwohl mich mein Vater noch davor gewarnt hat ("die sind so heikel!" und ähnliches). Tja, das Töchterlein wollte mal wieder nicht hören und steht schon vor dem ersten grossen Problem. Es sieht aus, als wären meine Tomaten krank  :crying:

Erst einmal ein paar Facts zu meinem Gemüseversuch: Die Tomaten (Sorte: San Marzano) sind in einem grossen Topf eingepflanzt. Dieser steht auf meinem Balkon mit viel Nachmittags- und Abendsonne. Vor Regen sind sie durch ein kleines Dach geschützt. Sie werden durch mich täglich gegossen und etwa alle 3-4 Wochen gedüngt (also bisher 2x).

Nun kommen viele kleine Früchtchen hervor, die aber allesamt einen braunen Rand bilden. Wer kann helfen? Was fehlt ihnen?
Ich habe im Forum nach möglichen Antworten gesucht, aber so ohne Anhaltspunkt, um was es sich handeln könnte, ist das schwer.

Ich bedanke mich im Voraus für Eure Bemühungen!
Lieber Gruss
Agent Kaktus

   
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#2
Hallo Agentkaktus!

Erstmal herzlich willkommen!

Ich bin auch noch recht neu im Tomatenanbau (2. Jahr), aber nach dem, was ich weiß, könnte es sich um Blütenendfäule handeln, für die die San Marzano wohl anfällig sein soll. Das ist aber keine Krankheit in dem Sinne, sondern ein relativer Calciummangel.

Dazu gibt es schon sehr viel Informatives und gut Erklärtes von den Profis hier im Forum zu lesen (und auch sonst im Netz). Deshalb würde ich empfehlen, dass du mal unter dem Stichwort "Blütenendfäule" suchst, da die das viel besser erklären können als ich.

Viele Grüße und viel Glück,

Spotty
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#3
Blütenendfäule. Denen fehlt Calcium. Das ist eine reine Mangelerscheinung.



2 mögliche Ursachen:
Entweder es ist zwar genug Calcium in der Erde (bzw. im Gießwasser, falls ihr hartes Leitungswasser habt), aber die Pflanze kann es nicht aufnehmen, weil sie nicht gleichmäßig feucht gehalten wird. Calcium wird mit dem Wasser innerhalb der Pflanze transportiert, wenn sie also zwischendurch trocken hat, nimmt sie nicht genug Calcium auf und kann es nicht bis in die Früchte transportieren. Deshalb zeigt sich der Mangel auch an den Fruchtspitzen, weil es bis dahin der weiteste Weg ist und in großen oder langen Früchten besonders schwierig.

Oder es ist nicht genügend Calcium in der Erde. Gerade bei Topfkultur kann das leicht vorkommen, denn da ist ja nur wenig Erde im Vergleich zum Freiland.

Calciumdünger (mineralisch!) in die Erde einarbeiten oder Calciumbrausetabletten besorgen und im Gießwasser auflösen.

Ganz wichtig ist, dass der Topfballen nicht austrocknet! Immer gleichmäßig feucht halten. Untersetzer unter den Topf. Da darf ruhig Wasser drinnen stehen.
Ich weiß, gleichmäßig feucht halten, das ist gerade bei Sommerhitze schwierig. Aber genau deshalb kommt die Blütenendfäule ja erst dann, wenn es heiß ist. wink

Insgesamt würde ich Dir raten deine Tomaten mindestens wöchentlich zu düngen. Das sind Starkzehrer und besonders im Topf brauchen sie reichlich Dünger.
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#4
Vielen lieben Dank Spotty und Mayapersicum, für die schnellen und ausführlichen Antworten. Dann haben meine Tomaten ja noch Hoffnung!
Die Tomaten mit der Blütenendfäule kann ich nun eigentlich abschneiden oder? Ich nehme an, auch durch die nachträgliche Zugabe von Calcium wird das nicht mehr weggehn!? Und schmecken tun die wahrscheinlich auch nicht so recht.

Ich werde mich wohl gleich mal auf mein Fahrrad schwingen und mich auf die Suche nach Calciumdünger machen. Und auch der Tipp mit dem Untersetzer ist gut. Ich hatte in den ersten Tagen einen, den habe ich aber entfernt, da ich Angst vor Fäule hatte. Was für ein Trugschluss.. :-)
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#5
Du kannst die Tomaten entfernen.

Bei großen Tomaten kann man die Blütenendfäulestellen einfach rausschneiden und den Rest durchaus noch essen, aber bei der Fruchtgröße bliebe  da wohl eh nicht viel übrig. Also soll die Pflanze lieber ihre Kraft in neue Früchte stecken, statt halbtote noch auszureifen. wink

Als Einzelnährstoff wird Calcium nicht so einfach aufzutreiben sein.
Schau entweder nach Magnesiumkalk (Magnesium plus Calcium) oder eben nach den Brausetabletten beim Discounter oder bei dm. Dürfte am Einfachsten aufzutreiben sein.
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#6
Da sich Wurzeln vermehrt an der Kübelwand ausbreiten, werden diese durch die starke Erwärmung des Kübels (kommt natürlich auch auf das Material an) durch Sonneneinstrahlung regelrecht verbrannt. Dadurch kann es ebenfalls zum Calciummangel kommen, da dieser nicht mehr ausreichend aufgenommen werden kann.  Ich könnte mir vorstellen, daß Alufolie oder anderweitige Beschattung des Kübels , sowie eine kontinuierliche Feuchthaltung des Bodens durch eine sog. Mulchschicht eine Besserung erreichen kann.

EDIT: Das Schadbild erinnert mich leider an die beim dialysepflichtigen Menschen auftretende "Calciphylaxie" Erkrankung sad
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#7
Danke Mayapersicum und StefanRP, ich habe einen Calciumdünger gefunden! Probiere ihn nun aus und hoffe, dass meine Tomaten bald nicht mehr aussehen, wie an der Dialyse :-)
Das mit den Wurzeln kann gut sein, der Topf wird bei so viel Sonne ordentlich warm. Werd mal schauen, was ich da tun kann. Besten Dank für Eure Tipps!
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#8
Ich würde das fehlende Cacium direkt zuführen. Bei der Aufnahme über die Wurzeln benötigt das Calcium sehr lange um oben anzukommen. Calcium wird in der Pflanze nur sehr langsam transportiert. Am Tag ca. 3 bis 4 Zentimeter.

Meine Empfehlung: Blattdüngung mit Calciumcitrat. (Gibt es in der Apotheke sehr günstig. z. B. für Knochenentwicklung bei jungen Hunden.) Dann ist das Problem nach dem ersten oder  zweiten Einsprühen beseitigt.

https://www.tomaten-forum.com/thread-345...#pid107670
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#9
Moin,

da das Thema hier grad aktuell ist, stelle ich diesbezüglich mal eine Frage aus reiner Neugier (meine Tomaten hat es bislang Gott sei Dank noch nicht mit der BEF erwischt):

Bei Calciummangel/BEF wird ja empfohlen Calciumtabletten aus dem Drogeriemarkt aufzulösen und die Tomaten damit zu gießen... Kann man dieses Calciumtablettenwasser auch als Blattdünger sprühen oder geht da wirklich nur Calciumcitrat? Hat das schonmal jemand gemacht und kann von Erfolg oder Misserfolg berichten?

LG Laura
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#10
Das empfiehlt sich schon wegen anderer Inhaltsstoffe nicht. Schließlich sind die ursprünglich für menschlichen Verzehr konzipiert und nicht als Pflanzendünger.

Für Blattdüngung sollte man einen Calcium-Blattdünger verwenden, wie er im Obstbau zur Anwendung kommt.
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