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Braune glänzende Flecken auf Tomatenblättern
#1
Hallo zusammen,

ich bin gerade etwas am Verzweifeln.

Meine Tomaten haben viele braune Flecken auf ihren Blättern, es fängt bei den untersten Blättern an und zieht sich immer weiter nach oben. Im fortschreitenden Zustand werden die Blätter anschließend auch welk.
Diese Sorte ist besonders stark betroffen:
https://www.bingenheimersaatgut.de/de/bi...t-rus-g734

Ich habe aber ähnliche Erscheinungen auch bei anderen Sorten, zwar nicht so stark aber ich nehme an, dass das jetzt zunimmt.

Die stark betroffenen Tomaten stehen auf der Westseite unter einem Vordach in recht großen Kübeln. Diese habe ich mit einem Mix aus normaler Gartenerde und etwas Kompost, Pferdedung Pellets und Hornspäne befüllt.
Andere Standorte, auf der Südseite unter einem Vordach und auch im Freiland zeigen langsam ähnliche Auffälligkeiten.
In den letzten Tagen ist es bei mir in der Nacht auch noch recht kühl geworden ~7-8°.

Hat jemand eine Idee was das sein könnte und wie ich die Pflanzen retten kann?

Ich habe schon viel im Internet recherchiert bin aber auf keine eindeutige Lösung gekommen. Nach der Recherche vermute ich einen Magnesium und Phosphormangel, bin mir aber nicht sicher.

Vielen Dank schonmal für Eure Hilfe!


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#2
Kompost und Pferdedung und Pellets und Hornspäne.

Stell Dir mal vor Du bekommst zum Mittagessen Eisbein und Sauerkraut und musst dann noch einen Teller Grünkohl mit Bregenwurst essen und hinterher einen großen Eisbecher mit Schlagsahne und als Absacker musst Du eine 1,5 Liter Flasche Coca Cola trinken.

Was passiert dann ?

Dir wird schlecht.

Deine armen Pflanzen sind ja nicht mobil und müssen in dem Substrat verharren.

Also kurz gesagt, ich tippe auf komplette Überdüngung. Wenn Kompost zugemischt wird dann reicht das erst mal. Alles andere ist dann einfach zu viel des Guten.

Reifer Kompost ist ideal. Pferdedung und Hornspäne müssen erst durch Mikroben, Pilze usw. aufgeschlossen werden. Was in den Pellets ist weiß ich nicht aber vermutlich auch ordentlich Nähstoffpower.

Manchmal ist weniger mehr. Wenn man düngt, dann sollte man bei nur einer Sache bleiben.

Und am allerbesten ist immer abgereifter Kompost. Später kann man dann alle 1 - 2 Wochen etwas dazudüngen, aber erst wenn die Pflanzen blühen und fruchten.

Und dann auch immer nur eine Düngerart, also entweder Flüssigdünger, oder Brenesseljauche, oder Kaffeesatz, oder Kompost .....

Immer schön verdünnt und auch mal abwechselnd.

Ich hoffe ich habe Dich nicht genervt. Und dünge bloß nicht mit Magnesium oder Phosphor nach.

Dass wäre so ähnlich. als wenn Du nach dem üppigen Mal noch etliche Kräuterschnäppse kippen würdest. Dann wäre die Toilette Dein nächstes Zuhause für etliche Stunden.

LG   Jörg
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#3
Danke für deine schnelle Antwort.

Hm okay. Also es handelt sich um Pferdedung in Pelletform und nicht um einen anderen Pelletdünger.
Der Kompost ist schon gut gereift aus dem Komposter. Ich dachte, dass der Kompost zu wenig ist und ich daher noch langsam wirkenden Dünger mit den Pelltets und Hornspäne hinzugebe, da sich dieser ja erst zersetzen muss...

Wenn du meinst, dass es ein Überschuss ist, kann man das dann irgendwie versuchen auszuschwämmen?
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#4
Ich würde in neue Erde umtopfen. Nimm einfach Gartenerde und mische abgereiften Kompost dazu, also mindestens 1 Jahr gelagert.

Dabei reichen im Kübel ca. 10 Prozent Kompost, höchstens. Die normale Gartenerde ist ja schon einigermaßen geeignet und die Kleinlebewesen sind in guter Gartenerde schon drin.

Der Kompost dient nur zur Startverbesserung. Wenn frischer Pferdemist oder Ähnliches genommen wird, dann verbrennen die Wurzeln förmlich und können keine Nahrung mehr aufnehmen. Das Gleiche gilt, wenn man zu viel von allem möglichen Düngern nimmt.

Dann entsteht ein Überschuss an Nährsalzen, wodurch die feinen Wurzelhährchen leiden.

LG   Jörg
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#5
Kannst Du mal ein Foto der ganzen Pflanze einstellen?
Wäre Deine Erde tatsächlich so überdüngt müßten die Blätter tief dunkelgrün sein, und oben würde man eine
deutliche Schopfbildung sehen müssen. Deswegen die Frage nach einem Foto der ganzen Pflanze.

Die Pellets und vor allem die Hornspäne brauchen schon eine gewisse Zeit bis da die Nährstoffe gelöst sind.
Wann hast Du die Pflanzen in die Kübel gesetzt?

Vielleicht kann @Mayapersicum noch etwas zu dem Schadbild der Blätter sagen?

LG  Werner
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#6
Anbei zwei Fotos der kompletten Pflanze. Das ist die am stärksten betroffene Pflanze und auch Sorte.

Ich habe noch ein paar Bilder einer anderen Sorte eingestellt, die auch ein paar ähnliche, aber noch nicht so stark ausgeprägte Stellen aufweist.


Die Pflanzen habe ich vor ca. einer guten Woche in die Kübel gepflanzt, ich wollte die Eisheiligen noch abwarten.

Vielen Dank für eure Hilfe!


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#7
Wenn die Pflanzen erst seit einer Woche in der neuen Erde sind
halte ich eine Überdüngung für ausgeschlossen.
An Deiner Stelle würde ich den Pflanzen mal 2 Wochen Zeit geben bis sie
richtig eingewachsen sind in der neuen Erde.
Die 2. Pflanze hat zumindest im oberen Drittel gesund aussehende Blätter,
wenn Du Glück hast erholt sich die andere auch noch.
Die geschädigten unteren Blätter kannst Du später dann wegmachen
wenn genügend neue vorhanden sind.

LG  Werner
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#8
Die Bilder der ersten Pflanze: Kälteschäden, wie aus dem Bilderbuch.

Überdüngung sieht - wie Werner schon schrieb - total anders aus und ist bei der Verwendung von organischen Düngern (Kompost, Pellets, Hornspäne etc.) kaum zu erreichen, selbst wenn Du die Pflanzen darin badest. tongue  Organische Dünger werden sehr langsam umgesetzt.

Bei den 5 letzten Bildern im zweiten Beitrag bin ich mir nicht so sicher, weil die Bilder nicht sehr deutlich sind. Sind die einfach nur überbelichtet oder sehen die Flecken heller aus. Die drei letzten Bilder würde ich gerne mal deutlicher sehen, weil ich so nicht wirklich sicher was dazu sagen kann.
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#9
Ja, jetzt sehe ich es auch so.

Habe wahrscheinlich einen Denkfehler gehabt. Hornspäne müssen erst zersetzt werden und das dauert. Und die Pferdedungpellets werden vermutlich auch nicht aus frischem Mist hergestellt.

Aber es macht ja nichts, immer wieder schön wenn man gemeinsam in die richtige Richtung gelangt und die Vielfalt der Meinungen hat.

Und so lerne auch ich was dazu. Aber ich lerne immer nur aus Selbstversuch.

Bei mir gibt es nur eine Art Düngung gleichzeitig und ich bin damit gut gefahren.

Aber in diesem Fall werdet ihr wohl recht haben, weil eine Überdüngung anders aussieht.

LG   Jörg
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#10
Vielen Dank für die Hilfe! Dann werde ich jetzt die Tomaten wohl wieder abdecken müssen, wenn es unter 10 Grad in der Nacht haben soll... Kann ich sonst noch etwas tun außer abzuwarten und zu hoffen, dass die Pflanzen sich erholen?

Ich habe jetzt nochmal 5 Bilder der zweiten Pflanze angehängt, das Gleiche habe ich leider auch bei ein paar andere Pflanzen... Ich hoffe die Bilder sind jetzt besser geworden?

Vielen Dank schonmal für die weitere Hilfe!


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