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Meine erste Tomatenpflanze
#1
Video 
Text folgt nach dem Video:
____________________________________








Hallo liebe Tomaten-Freunde,

da ich nächstes Jahr eine eigene Parzelle bekomme und mich mit Pflanzen leider noch 
gar nicht auskenne, nahm ich mir vor 2 Monaten vor, mich langsam an das Thema heranzutasten. 
Folglich habe ich einen Tomatensamen gepflanzt und den Keimling nach entsprechender
Wachstumsphase in einen großen Topf umgesiedelt. Dies war vor etwa einen Monat. 
An diesem Tag habe ich die Pflanze dann auch etwas angegossen, die ersten zwei 
Wochen passierte nicht viel - eine kleine Wachstumspause. Als unbewanderter 
Neuanfänger entschloss ich mich dann etwas Dünger mit ins Wasser zu geben. 
Siehe da, die Pflanze ist wieder super gut gewachsen und hat viele neue Triebe bekommen. 
Nach etwa 3 Tagen war ich erschrocken, als sich die Keimblätter verfärbten und
dann letztendlich abfielen - ich las, dies sei normal. 

Etwa 10 Tage nach dem letzten Gießen war die Erde sehr trocken und die Pflanze bekam
gelbliche/weiße Flecken. Also habe ich nochmal 250ml gedüngtes Wasser von unten
und nochmals 250ml von oben gegossen. Das war vor 4 Tagen.

Jetzt geht auf einmal alles ganz schnell, die Tomate bekommt vermehrt diese 
Flecken und das erste Blatt geht völlig ein. Sie steht bei mir direkt am Fenster
mit viel Sonne und meine Raumtemperatur ist sehr hoch, mindestens 30 Grad.
Und die Heizung hängt auch direkt unter dem Fensterbrett. Die Temperatur habe 
ich nun als erste Maßnahme auf 24 Grad reduziert. 

Des Weiteren möchte ich noch anmerken, dass meine Pflanze täglich
durchschnittlich 16 Stunden beleuchtet wird. 

Nach all den Wochen habe ich meine Tomatenpflanze richtig lieb gewonnen
und hoffe sehr eine Lösung zu finden um Sie noch zu retten. 

Zur Veranschaulichung habe ich das obenstehende Video hochgeladen.

Über einen Tipp oder Ratschlag würde ich mich sehr freuen 
und wünsche euch allen eine schöne Weihnachtszeit.

Liebe Grüße,

Kilian
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#2
Hallo willkommen,
also man sieht das nicht so gut auf dem Video, aber Tomaten sind nix fürs Zimmer. Hast du mal geschaut ob wie Spinnweben/Gespinst ist. Bei der Wärme ohne Frischluft (was ja jetzt im Winter ohne kalte Zugluft ja auch nicht machbar ist) könnten es vielleicht Spinnmilben sein.
Gruß Steffi
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#3
Hallo Kilian, 

Leider kann ich auf deinem Video auch keine Details erkennen, dafür ist das Bild zu klein. 
Ein Schädlingsbefall ist durchaus denkbar, erst recht bei den von dir beschriebenen Kulturbedingungen. 
Nun aber mal was grundsätzliches. Und das ist nicht böse gemeint. Du fängst als Anfänger gleich mit der Königsdisziplin an, Tomatenanbau im Winter. Der Anbau zu dieser Zeit setzt sehr viel Erfahrung voraus, und selbst dann ist der Anbau nur sehr begrenzt erfolgreich.
Selbst hier im Forum macht das sogut wie niemand. Ausnahmen bestätigen die Regel. Schönen Gruß an kuno.

Ich würde dir gerne folgendes empfehlen. 
Meiner Meinung nach solltest du etwa im März neu anfangen. Dann sind die Startbedingungen für die Tomatenpflanzen einfach besser, und mit dem Erfolg den du so erziehlen wirst, wird die Freude an dem schönen Hobby einfach noch größer.
Bis dahin kannst du noch jede Menge lesen, und uns allen noch Löcher in den Bauch fragen. Den dafür ist das Forum ja da.

Gruß Markus
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#4
Guten Abend,

vielen Dank für die ersten Antworten. 
Ärgerlich dass es mit dem Video nicht geklappt hat, 
ich habe nun noch ein paar Fotos beigefügt und hoffe 
das mein Anliegen nun etwas besser zu verstehen ist. 

@Goldapfel Auch dir, vielen Dank für deine Antwort. 
Das Tomaten wohl im Winter sehr schlecht anzubauen 
sind, habe ich leider erst nach dem einpflanzen gelesen. Da es mir 
bei der Pflanze aber gar nicht um eine Ernte geht - sondern schlichtweg,
dass Sie nur überlebt - kann ich mir nur schwer vorstellen, sie jetzt
extra eingehen zu lassen um im März wieder anfangen zu können. 
Vielleicht hast du ja anhand der Bilder eine Idee, wie ich vielleicht 
die Bedingungen des Umstandes etwas "anpassen" kann. 







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#5
Hallo Kilian,

den richtigen Ehrgeiz besitzt du schon mal und das ist gut so. Auch mir ist es eigentlich unmöglich eine Pflanze oder einen Keimling mutwillig eingehen zu lassen. 
Da blutet dann doch zu sehr das Gärtnerherz.

Also mal kurz zu deinen Haltungsbedingungen. Ich würde sagen die 30 Grad Raumtemperatur waren schon mal deutlich zu viel. Selbst die von dir beschriebenen 24 Grad sind immer noch sehr hoch. In einem Zimmer zu der Jahreszeit geht das immer einher mit sehr trockener Raumluft und das sind dann immer auch gute Bedingungen für verschiedene Schädlinge, oder auch Viren und Pilze. Wenn möglich reichen auch 20 Grad, oder des Nachts auch nochmal deutlich darunter.
Die Lichtdauer von 16 Stunden halte ich ebenfalls für zu hoch 8-12 Stunden sind absolut ausreichend, zumal du noch schreibst das deine Pflanze vor einem Südfenster, guter Platz, steht. Zu viel Licht selbst kann sogar diese von dir beschriebenen Flecken erzeugen.  
Welchen Dünger benutzt du?  Eine Tomate braucht Stickstoff N, Phosphat P, Kalium K. und das ungefähr im Verhältnis 2:1:3. Außerdem noch einige Spurenelemente wie Magnesium, Kalzium, Eisen. Aber NPK sind die deutlich wichtigsten Nährstoffe. Schau mal ob dein Dünger das Beinhaltet. 

Deine Fotos sind deutlich besser als dieses Video.
Wenn ich die Fotos betrachte sieht deine Tomate auf Bild 2 und 5 übrigens ganz gut aus. Auf Bild 4 sehe ich kleine weiße Punkte links neben der Blattmittellinie. Nimm mal eine Lupe und schau mal ob das irgendwelche Tierchen sind. 
Alles in allem tippe ich bei der Tomate auf einen Nährstoffmangel in Verbindung mit Stress durch falsche Haltungsbedingungen.

LG Markus
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#6
Zwing Dich ja keiner die Pflanze eingehen zu lassen.
Aber mich würde mal interessieren, wo Du dir die Infos für deine bisherige Pflege geholt hast. :whistling:

Ich fang mal ganz vorne an:

So kleine Pflanzen düngt man nicht. Unter keinen Umständen.
Ist auch nicht notwendig, weil eine normale Anzuchterde (Anzucht!, nicht Blumenerde) bereits ausreichend Nährstoffe für die ersten 4 bis 6 Wochen enthält.
In welchem Substrat wächst deine Pflanze?

Tomaten brauchen gleichmäßige Feuchtigkeit. Der Wurzelballen darf nicht austrocken. Er muss immer leicht feucht sein.
Du scheinst Tomaten irgendwie mit Wüstenpflanzen zu verwechseln, wenn ich mir deine Gießabstände so ansehe. :laugh: 

Du hast allen Ernstes 30°C im Zimmer gehabt? Oder nur im Minigewächshaus/Anzuchtregal?

Womit beleuchtest Du?
In welchem Abstand zu der Pflanze hängt die Lampe?

Für mich sieht die vertrocknete Blattspitze sehr nach zu heiß/zu trockener Luft aus.
Die Flecken auf den Blättern könnten sehr gut durch deine Überdüngung kommen.

Womit und in welcher Dosierung hast Du gedüngt?
Düngerzusammensetzung?
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#7
Hallo Ihr Lieben,

ich habe mich sehr über eure Antworten gefreut und wieder etwas Hoffnung, 
dass die Pflanze mit entsprechender Gegenwirkung überleben wird. 
Vorab gebe ich euch die angefragten Informationen:

Lampe: Raipu LED - Rotes Licht und blaues Licht - 92 LEDs, zusätzlich 2 UV-LEDs und 2 IR-LEDs.
Link: Produkt auf Amazon

Dünger: Substral Naturen Bio Tomaten und Kräuter Nahrung
Inhalt: 3 % - Gesamtstickstoff | 2,7 % - organisch gebundener Stickstoff | 2,0 % - P2o5 Gesamtphosphat |
5,0 % - Gesamtkaliumoxid | 4,9 % K20 wasserlösliches Kaliumoxid | 40 % - organische Substanz i.d. TS
Link: Produkt auf Amazon

Leider kann ich mich nicht mehr erinnern ob ich eine Anzuchterde verwendet habe. Es 
war ein Päckchen, welches man mit Wasser begießen musste und dann aufquellte. 
Heute habe ich mich dazu entschieden, dass einzelne, abstehende, welkende Blatt
zu entfernen - jetzt sieht die Pflanze wieder etwas "flotter" aus und versemmelt 
dadurch hoffentlich nicht so viel Energie. Kleine Tiere oder ähnliches konnte ich 
an meiner Pflanze nicht erkennen. 

In meiner Küche darf es gerne auch etwas kälter sein, macht es folglich Sinn 
die Pflanze vielleicht dort hin umzustellen? Die Lage am Fenster ist genau die gleiche. 
Welche Temperatur haltet Ihr da für angemessen?

Ehrlich gesagt, habe ich das Gefühl dass immer nur die obere Erde trocknet 
und es unten im Topf noch nass ist. Wenn ich die Erde nämlich etwas mit 
dem Finger verreibe, kommt wieder Feuchtigkeit. Ich werde die Löcher im Topf 
unten auch noch etwas größer machen. 

Da meine Lampe aktuell nur mit 10cm Entfernung zur Lampe steht, 
werde ich die Helligkeit etwas dimmen und nur noch von 08.00-20:00 Uhr beleuchten.
Leider kann ich Sie nicht viel höher anbringen - aber die Lampe wird nicht heiß. 
Ich lasse auch täglich 1-2 Stunden mein Luftbefeuchter laufen.

Des Weiteren kamen mir noch folgende Fragen auf: 
- Macht es vielleicht Sinn, die Pflanze in trockener Erde umzutopfen 
und dann nur mäßig anzugießen?
- Sind 500ml nicht sogar etwas zu viel pro Gießvorgang?
Ich hatte bisher immer das Gefühl jedes Mal gießen, hat 
was schlechtes mit sich gebracht. 
- Soll ich "befallene" Blätter entfernen oder erstmal abwarten
ob Sie das Schadensbild weiter ausbreitet?

Leider wird der Stiel, wo ehemals die Keimblätter waren nun 
braun und ein bisher gesundes Blatt fängt nun auch an fleckig zu 
werden und rollt sich langsam ein (Bild 4) was kann ich tun? sad

Tausendmal möchte ich mich an dieser Stelle nochmal für eure 
tollen und vor allem konstruktiven Antworten bedanken! 

Liebe Grüße,

Kilian


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#8
Hallo Kilian,
Bei der Lampe kann ich nicht sagen ob die gut oder schlecht ist. Ich selbst möchte allerdings nicht so ein buntes Licht in meiner Wohnung haben. Deswegen beleuchtet ich mit normal weißen LED Pflanzenlicht. Zumindest ist bei deiner Lampe der Vorteil das sie so gut wie keine Wärme produziert und sie deshalb relativ nah an die Pflanze plaziert werden kann.

Der Dünger ist soweit OK, ist alles drin was eine Tomate braucht, auch wenn es bessere Lösungen gibt. Aber das würde jetzt hier zu weit führen. Allerdings hat Maya dich ja schon darauf hingewiesen das eine Düngung in der frühen Phase nicht erforderlich ist. Und so ist es auch. Ein Riesenfehler wäre es in dieser Phase die vom Hersteller angegebene Menge zu benutzen.

Das eine Blatt was du abgemacht hast ist ok, und deine Denkweise ist auch richtig. Aber wenn du noch mehr Blätter wegnimmt kann deine Pflanze keine Photosynthese mehr betreiben und geht ein.

Zur Temperatur habe ich dir gestern schon geschrieben. Also runter damit. Da deine Pflanze vor einem Südfenster steht, kannst du mal über Tag das Licht auslassen und nur ab 15 oder 16 Uhr mal für 3, 4, oder 5 Stunden das Licht anstellen.

500 ml Wasser pro Gießgang halte ich nicht für zu viel, und wenn doch sollte der Überschuss ja ablaufen.

Heute ist mir bei deinen neuen Fotos aufgefallen das der Stiel vielleicht 1 oder 2 cm über der Erde an einer Stelle einfach dünner aussieht.
Bild 2 und 4. Fault der etwa oder ist das eine optische Täuschung?
So und nochmal eine Sache zum Düngen. Falls du der armen Pflanze die volle Dröhnung verpasst hast kannst du noch versuchen das durch Auswässern wieder aus der Erde zu schwämmen.
Und du kannst deine Pflanze sogar nochmal tiefer in den Topf setzen und zwar bis zu dem Ansatz der ersten Blätter. Damit kann deine Pflanze nochmal neue Wurzeln aus dem Stiel treiben.
Gruß Markus
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#9
Hallo Kilian,
 du solltest die Pflanzenlampe etwas höher hängen oder wenn möglich seitlich anbringen!  Der Lampenschirm gibt die Wärme ab, daher ist die Erde oben auch immer trocken.
Den Boden um die Pflanze habe ich immer mit hellem Papier ausgelegt, dieses sorgt für eine bessere Ausleuchtung. Da die Pflanzen etwas "hell" aussehen, solltes du den Blaulichtanteil erhöhen.

Ein seitlich installierter kleiner PC-Lüfter, gesteuert über eine einfache Zeitschaltuhr, erzeugt eine Luftbewegung. Diese sorgt für einen kräftige Entwicklung der Pflanzen und hält auch Schädlinge fern.
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#10
Es ist sehr schwierig Tomaten in der dunklen Jahreszeit in der Wohnung zu ziehen.

Mir sind meine beiden Pflanzen auch fast eingegangen.

In der Wohnung ist das größte Problem das Licht und die fehlende Verdunstung (kein Wind, wenig Sonne).

Aus meiner Erfahrung ist weißes Licht (ähnlich der Sonne) am besten, wo eben auch alle Spektralfarben gleichmäßig vorhanden sind, ähnlich natürlichem Sonnenlicht.

Man sollte die Lampe am Anfang nur 8 Stunden an lassen und dann alle 4 Wochen 1 Stunde erhöhen, um der Pflanze den Jahreslauf vorzutäuschen.

Ich hatte auch am Anfang volle 12 Stunden das Licht an und die kleinen Pflanzen haben auch Blattverfärbungen bekommen.

Jetzt habe ich auf 9 Stunden reduziert und es ist besser geworden.

Gießen tue ich nur 1 mal wöchentlich und selbst das ist schon fast zu viel, weil die Erde so schlecht abtrocknet.

Deswegen habe ich jetzt auch neue Erde gemischt. Maulwurfserde, Kompost und Kies zu gleichen Teilen, wobei der Kies die Körnung 2 - 6 mm hat.

Dadurch läuft das Wasser besser ab und es entsteht keine Staunässe.

Durch den Kompost braucht man erst mal ein paar Wochen nicht düngen.

Und wenn ein Blatt gelb wird, ruhig warten bis es abfällt.

Die Pflanze zieht noch Nähstoffe ab.

Heute werde ich etwas Neues ausprobieren. In die Untersetzer habe ich kleine Steinchen (Kies 2 - 6 mm ) getan und diese Untersetzer ohne Pflanzen auf dem Kamin gestellt.

Dann werde ich die erwärmten Untersetzer mit den Steinchen wieder zu den Pflanzen bringen und die Töpfe drauf stellen.

Dadurch bekommen sie Wärme von unten und die Nässe verschwindet.

Mal sehen ob es klappt. Übrigens stelle ich die Pflanzen auch jetzt schon wenn 10 Grad und Sonnenschein sind für ein paar Stunden raus.

Desweiteren habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Pflanzen mindestens 40 cm Abstand von der Lichtquelle haben sollten, selbst bei 30 cm haben meine "doof" getan.

LG   Jörg
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