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  • 2 Bewertung(en) - 3 im Durchschnitt
Tomaten-Naschbeet Tempelhofer Feld
#1
Hallo Tomatenfreund*Innen,

habe mich hier angemeldet, da ich in einem Gemeinschaftsgarten auf dem Tempelhofer Feld in einem großen (10m²) Hochbeet in diesem Jahr ein Projekt namens "Tomaten-Naschbeet" mache und dabei sicherlich (zahlreiche?) Fragen haben werde, für die ich als nicht sehr Tomatenanbau-Erfahrener sicherlich manch guten Tipp gebrauchen kann  - und auch um durch fachliche Fragen, die vielleicht kommen, für mich noch mehr daraus lernen zu können... 

Mal kurz das Projekt: In dem Hochbeet wachsen in 23 abgetrennten Einzel-Parzellen (das Beet diente in den letzten 3 Jahren als Versuchsbeet für die Suche nach einem "idealen" Bodenzuschlagsstoff für die Erhöhung der Wasserhaltekapazität) mit je ca. 120 Liter Erdinhalt seit dem 01.06. 2 Haupt-Pflanzen / Parzelle nebst einigen Zwischen- und Unterkulturen (Basilikum, Salate, Rattenschwanz-Radieschen & essbare Blumen [Kapuzinerkresse & Fuchsschwanz]), also ALLES ess- / naschbare Sachen.
Zur Übersicht habe ich den Pflanzplan im Anhang beigegeben.

Als Haupt-Kulturen habe ich möglichst robuste (sprich auch ohne Überdachung [technisch hier schlicht unmöglich] so weit wie möglich platz-resistente) Cocktail-Tomaten gewählt, um
  • ein Maximum an Nasch-Erlebnissen zu ermöglichen (der Garten ist völlig öffen / öffentlich und ein echter Publikums-Magnet) und
  • ein Minimum an (unnötiger) Arbeit mit dem Projekt zu haben.
Die Wahl fiel dabei auf die Sorten:
  • Rote Murmel
  • Vesennij Mieurinskij (als "Nachrücker", da eigentlich gewählte Donatelliina sich leider als Totalausfall im Babystadium entpuppte)
  • Ildi
  • Dattelwein.
Hinzu kommen einige kleinere Tomaten & Papriken für die obere Seite des in (umgedrehter) U-Form angelegten Beetes, wo die erhoffte Größe der Tomaten (2,50 Meter + X?) logistisch nicht passen würde.
Wie das ganze momentan ausschaut, siehe Anhang.

Nun kommt meine erste praktische Frage:
Am Wochenende sollen die Tomaten - da inzwischen für ihre provisorischen Stützstäbe aus Schilf zu groß geworden - an Hanfseilen aufgebunden werden (habe dazu über dem Beet ein Aufbindegerüst aus Dachlatten gebaut).
Sollte ich das mit einem Ausgeizen der Tomaten verbinden oder besser ALLE Cocktail-Tomaten (und nicht nur die Rote Murmel) weiter ruhig buschig wachsen lassen?

N.B.: Die Bedingungen für ein buschiges Wachsen-Können sind ideal in dem Sinne, dass das Beet 100%ig vollstsonnig ist UND (leider) auch 100%ig "vollstwindig", weil der Garten am Ostrand des über 2 Km offenen Feldes liegt und dort immer ein manchmal mehr als laues Lüftchen weht. Maximale Sonnen- UND Wind-Trocknung sind also gewährleistet!
Gibt es sonstewie nen Grund, dass ich mir trotzdem die Arbeit mit dem Ausgeizen besser machen sollte...?

Kleine Nebenfragen: Welche der Sorten wird wohl (& ab wann) als erste tragen? Und bis wann kann ich mit "Nachschub" rechnen...?

Söderle, nun hoffe ich, dass mit meinem ersten Beitrag in diesem Forum alles (technisch) in Ordnung ist und lasse mich überraschen, was kommt... Yes


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#2
Hallo,

herzlich Willkommen erstmal.

Das mit dem Ausgeizen macht jeder anders.

Eine Multiflora Sorte wie Ildi würde ich eher nicht Ausgeizen, ich denke mal, da leidet der Ertrag drunter. Aber ich geize generell nicht aus. Cocktailtomaten lasse ich sowieso immer in Ruhe.

Die Dattelwein ist sehr gut, hatte bei mir aber immer einen schlechten Ertrag, deshalb pflanze ich sie nicht mehr.
Bei Fleischtomaten mache ich manchmal eine Ausnahme - da nehme ich schon ab und zu ein paar Triebe und Blätter raus, wenn sie keine Fruchtansätze bilden und nur Blattwerk.

Du hast ja lauter Cocktailtomaten - wenn sie genug Blüten und Früchte bilden, würde ich sie einfach in Ruhe lassen.

Lg Susanne
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#3
Hallo auch von mir  ... und Herzliches Willkommen. Das ist ja ein grandioses Werk ....  :clapping:  ... das ich mir gerne mal anschauen würde. 

Ich hatte  von deiner Auswahl bis jetzt nur die Vesennij M im Anbau. 
An der Südwand im Kübel (neben vielen Kübeltomaten) stehend, habe ich sie auf 3 oder 4 Triebe wachsen lassen. Habe nix dokumentiert. Nur, dass sie gigantisch hoch wuchs, weiß ich noch. 
Wenn du so viel Wind und ja auch Platz hast, kannst du ja mal Dschungel probieren.
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#4
Hallo und willkommen hier im Forum.

Die IIdi habe ich derzeit auch im Kübel-Anbau und geize diese aus. Nach dem vierten Fruchtstand kappe ich dann die Pflanze. Die Rispen werden so groß,dass du per Blütenstand, mit bis zu 100 Früchten rechnen kannst.
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#5
Ach, sieh da,
es gibt doch Antworten smile  (dachte, ich hätte das so konfiguriert, dass ich ne Systemnachricht bekomme, wenn was eingeht... - naja, werde das nochmal checken und optimieren; aller Anfang ist schwer... :noidea: ).

Also danke für Willkommensgrüße, Applaus & Tipps: Tendenz scheint ja wohl doch zu sein: Cocktail-Tommis einfach wachsen lassen.
Obs der "Dattelwein" dann hier so tun wird, wie die Werbe-Bilder im Netz & auf Samentüte versprechen, werde ich zu gegebener Zeit berichten...

Ab wann kann ich denn wohl mit "output" rechnen; wann gehts bei Euch in der Regel los - so Pi x Daumen natürlich, nicht an welchem Kalendertag, konkret... *gg*

@Phloxe: Es gibt nix Gutes, außer frau tut es: Berlin ist immer eine Reise wert...gg*

P.S. Zur Donatellina, also der im ersten Beitrag erwähnten anstelle von Vesennij Mieurinskij eigentlich geplanten Tomate, die im Kleinkinder-Stadium versagt hatte, hänge ich mal ein paar - leider nicht zu scharfe - Bilder an.
Kann jemand dieses Krankheitsbild benennen? (einige Blätter vertrockneten; Stiele hatten weißliche Pustelchen, Blattunterseiten weißliche Verfärbungen).
War die einzige Sorte, die (durchweg) in diesem Stadium diese Schwächesymptome zeigte und dann radikal zurück blieb. Da Aussaaterde bei allen Sorten dieselbe war, offenbar eine Krankheit, die mit den Samen gekommen war.
   
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#6
(30.06.20, 11:46)Tempel-Hof-Gärtner schrieb: @Phloxe: Es gibt nix Gutes, außer frau tut es: Berlin ist immer eine Reise wert...gg*

Stimmt !   smile   Zumal ich da neuerdings family habe. Schon letztes Jahr wollte ich mir eure tollen Gärtnerei- en anschauen. Hat nicht geklappt.
Mir gefällt sowas sehr gut .. wo ich hier alleine vor mich hin wurschteln muss/darf, keine Nachbarschaft habe. 

Zu deinem Problem kann ich nichts sagen ... außer, dass ich es zum Glück noch nicht hatte.
Meine alljährlichen Cocktail-Favoriten sind Zuckertraube und Black Cherry. Letztere gerade im Vergleich mit Black Opal. 
Alles Geiztrieb-künstler. Ich lasse ihnen 3 ... und oft den 4. heimlichen auch noch.  :whistling:
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#7
Moin,
gestern war Aufbindetag, so dass das ungebremste Höhenwachstum nun losgehen kann... (sieht nun so aus     ).
2 Tomaten (von insgesamt 43) zeigten Symptome, in beiden Fällen waren es die Dattelweine.
Beigefügt die Bilder. Sieht bei der einen sehr nach klassischer Kraut- & Braunfäule aus; seltsam nur, dass just die untersten Blätter (letztes Bild, die nach Abnahme all der kranken Blätter sichtbar wurden, also die, die "es" am ehesten hätten haben müssen) gesund aussahen...!?    
Die andere hatte erstmal nur gelbe Blätter - irgendwelche Ideen dazu...?    
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#8
Das ist keine Braunfäule. Nur alte Blätter, denen Nährstoffe für neue geklaut wurden. 

Euer Werk sieht gut aus!
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#9
Widerspruch, Euer Ehren!
"Alte Blätter", denen Nährstoffe geklaut werden müßten, bei einer in der Blüte ihrer Jugend (sprich in Nährstofffülle) stehenden Pflanze wäre alleine schon ne gewagte These.
Zudem sind es ja GERADE die jüngsten Blätter, die das Fänomen haben bzw. hatten, denn ich habe sie ja entfernt, um darunter die "alten" Blätter zu finden, die einzig noch frisch aussahen...
Also, einfach nochmal hinschaun / -denken und ggf. korrigieren...

Andere Ideen...? Tomaten-Mosaikvirus...?
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#10
hallo Tempelhofgärtner,

das Projekt gefällt mir und ich reise sehr gerne nach Berlin. Ich war erst letztes Wochenende in
Potsdam (fast Berlin). Wir in diesem Jahr vermutlich nichts mehr werden mit dem Besuch.

Zu deinem Problem, das hat mich 2018/2019 auch ereilt(zumindest sieht das für mich so aus). Meist direkt nach dem Auspflanzen in die
Kübel. Leider habe ich damals auch nicht gefunden was es ist. Ich habe die befallenen Teile rausgeschnitten
und dann mit Annelieses Hexengebräu(Rezept findest du im Forum) gespritzt. Die neuen Triebe waren dann wieder gesund. Es ist keine Pflanze
komplett eingegangen. Vielleicht können dir die Experten noch etwas mehr dazu sagen.

Gruß Marina
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