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Fadenblättrig?
#1
Bin gerade etwas geschockt aus dem Garten gekommen.
2 meiner Tomaten haben doch auffällig fadenförmige Blätter. Auch die Geiztriebe sind sehr fadenförmig. Hab sie jetzt etwas abseits gestellt. Virusinfektion?
Ich fahre nachher nochmal in den Garten und werde sie wohl sicherheitshalber entsorgen. Mir blutet jetzt schon das Herz.
Oder was meint ihr?


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#2
So, war im Garten und hab die beiden Tomaten noch nicht entsorgt, aber weit von den anderen hinter einer Hecke geparkt.
Was könnte es noch für Ursachen haben? Maßlose Überdüngung vielleicht?
Die unteren 1- 2 Blattwedel haben die untere Blattseite nach oben gedreht. Im Wuchs sind sie bislang nicht gehemmt, Blüten nicht abgeworfen worden, eine Scheckung nicht zu erkennen. Die oberen Blätter sowie alle Geiztriebe sind extrem eingerollt.
Beides sind Fleischtomaten und stehen seit 3 Wochen im Kübel.Sie standen an derLaube unter einem Dachvorsprung.
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#3
Weit weg stellen ist schon mal eine gute Idee. Aber hast Du hinterher auch Dich bzw. das Werkzeug gereinigt, ehe Du andere Pflanzen angefasst hat?
Der Mensch ist nämlich bei fast allen Pflanzen-Viren immer noch der Hauptüberträger.
Mit einer potentiell kranken Pflanzen zu hantieren und hinterher - ohne Desinfektion (Chlorreiniger für Geräte, viel Seife für die Hände + Arme) - andere Pflanzen oder Gerätschaften anzufassen, ist keine gute Idee. :no:


Zur Scheckung. Diese tritt bei den Mosaikviren erst bei großer Hitze sehr deutlich auf. Ist vorher oft kaum zu sehen.

Aber, ehe wir hier den Teufel an die Wand malen, hätte ich gerne erst mal paar Details zu den Pflanzen.
Was für Erde?
Wie gedüngt? Wie oft? Womit?
Wie sind die Temperaturen die letzten Tage gewesen bei Euch?
Wie oft wird gegossen? Trocknen die Kübel zwischendurch komplett durch?
Irgendwelche Herbizide im Garten verwendet? Oder beim Nachbarn? Unkraut entfernt mit Chemokeule?
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#4
Hallo Maya, ich hab nachdem ich die beiden entdeckt hab, keine anderen mehr angefasst, nur Kübel vorgezogen. Werkzeug nicht verwendet.
Erde ist ne Mischung aus alter Kübelerde, Kompost, Gartenerde (Sandboden) und etwas frische Pflanzenerde. Dazu unten im Kübel eine Schippe Bokashi mit Pflanzenkohle und 1-2 Schippen Zingster Rinderdung. Obendrauf eine kleine Hand Tomatendünger von Aldi. Letzte Woche ein bisschen Brennesseljauche. Möglicherweise war das zu viel. Richtig durchgetrocknet war die Erde bisher noch nicht, sie war vorhin feucht.
Temperaturen sind die letzten Tage nicht unter 10 Grad gefallen.
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#5
Herbizide habe ich keine verwendet. Der Garten befindet sich in einer Kleingartenanlage.
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#6
Ich glaube, ich kann vorsichtig Entwarnung geben.
Bei Sand ist feucht halt nicht genug. Sie sahen heute Vormittag noch unverändert aus. Obwohl es heute Nacht geregnet hat und somit die Erde für mein Empfinden feucht genug war, hab ich sie nochmal ausgiebig gegossen und ich glaube, die Blätter haben sich etwas entrollt. Morgen ist es hoffentlich deutlich zu sehen.
Bin so froh, dass ich sie erst mal nur isoliert und nicht gleich weg getan habe. Es sah aber auch schlimm aus.
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#7
Die großen Blätter, die sich einrollten, das kann gut zu trocken gewesen sein. Das wäre dann Löffelblättrigkeit durch Trockenstress.
Wo ich etwas skeptisch bin sind die extrem langen und schmalen zusammengerollten Blätter.

Aber warten wir mal ab, wie sie aussehen, wenn Du richtig gegossen hast und die Blätter sich entfalten.

Deine Erdmischung klingt - bis auf den Rinderdung - auch nicht verdächtig.
In Dung kann halt immer auch noch so dies und jenes mit drin sein, da ist man nie ganz sicher. Gab auch schon Fälle wo man sich damit Herbizide in die Erde geschaufelt hat.

Überdüngung glaube ich nicht. Auch wenn Du Brennnesseljauche plus die diversen Dünger in deiner Erdmischung verwendet hast. Die Pflanzen sind schon groß und futtern da schon ordentlich. Außerdem würden Überdüngungserscheinungen nicht zu langen schmalen Blättern führen.

In einer Kleingartenanlage können natürlich immer Herbizide vom Nachbarn rüber wehen.
Aber dann müssten zumindest alles Tomis, die beieinander stehen und gleich stark der entsprechenden Windrichtung ausgesetzt sind, ähnliche Symptome zeigen. Soll heißen, wenn z. 4 Reihen Tomis à 3 Tomis im Block stehen, dann zumindest immer die jeweilig äußerste Reihe ähnlich geschädigt sein müsste.

Ich kann Dir beim jetztigen Stand noch keine richtige Entwarnung geben bezüglich Krankheit. Warte mal die Entwicklung nach dem Gießen ab und mach dann noch mal Bilder von den Blättern, die jetzt so schmall und gerollt sind, bitte.
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#8
Hab neue Fotos gemacht. So richtig verändert hat es sich noch nicht. Etwas haben sich die Blätter wohl entspannt.
Trotz, dass die Erde eigentlich nass war, haben beide vorhin nochmal etwa 4 Liter Wasser bekommen. Das Wasser stand regelrecht auf der Erde, ehe es eingesickert ist. Meine Theorie ist jetzt, dass in den beiden Kübeln evtl. eine Schaufel trockener Sand dabei war, die wie eine Barriere gewirkt hat. Die Erde fühlte sich ja eigentlich nicht trocken an.
Die Kübel haben kleine Füßchen, die Abzugslöcher sind etwa 3 cm über dem Topfboden. Es ist also ein kleines Reservoir vorhanden. Wenn ich richtig liege, müsste es morgen auf jeden Fall besser aussehen. Wenn nicht, tja ...
Die 2 Pflanzen standen mit 6 anderen etwas geschützt auf der Terrasse an der Laubenwand. Die anderen sind ok. Den Rinderdungkompost haben alle Pflanzen im Kübel und im Beet bekommen.


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#9
Wenn alle Rinderdung bekommen haben und nur 2 die Symptome zeigen, dann kann dieser nicht schuld sein.

Die Spitzen sehen noch immer sehr verdächtig aus, auch wenn sich nun die größeren Blätter deutlich aufgerollt haben.

An Sand kann es nicht liegen. Sand ist wasserdurchlässig, nicht wasser stauend.
Hattest Du den Boden gut durchmischt beim Einfüllen?
Torf in gekaufter Blumenerde kann ein Problem sein bei der gleichmäßigen Durchfeuchtung. Wenn der erst mal trocken ist, dann braucht es sehr viel Wasser, bis er sich wieder vollsaugt und Wasser wirklich hält. Bleibt er trocken, dann läuft das Wasser einfach nur daran vorbei und nützt damit der Pflanze nix. Das kann man gut beobachten, wenn ein Topf mit torfhalter Blumenerde mal richtig supertrocken geworden ist. Man gießt. Das Wasser schießt sofort unten raus. Da gelangt nix zur Pflanze, das fließt einfach nur zwischen Wurzelballen und Topfrand durch. Erst wenn der Topf einige Zeit im wassergefüllten Untersetzer stehen bleibt, wird es langsam wieder hochgesogen. Es kann auch passieren, dass Wasser gar nicht erst gut im Topf versickert, beim Gießen. 

Trotz deiner 3 cm Wasserreservoir wäre es also - theoretisch möglich - dass es den Pflanzen zu trocken ist.
Unter einem Dachvorsprung kommt ja auch nicht viel vom Regen an.
 
Aber unabhängig davon, würde das zwar zum Blattrollen führen, aber nicht zu diesen langen überspitzen Blättchen und der merkwürdigen Biegung.
Das kommt entweder durch ein Virus oder ein Herbizid. Ich wüsste keine andere Ursache.

Ich würde maximal noch ein zwei Tage kräftig gießen und schauen, ob sich alles wieder entrollt. Wenn nicht, dann die Pflanze entsorgen.
(Direkt an Ort und Stelle in einen Müllsack, gut zuknoten, in den Restmüll. Töpfe und Werkzeuge mit Chlorreiniger desinfizieren, Hände gründlichst waschen und andere Kleidung tragen, ehe Du dich den anderen Pflanzen widmest. Viele Viren werden durch den Menschen weitergeschleppt, an Kleidung, Werkzeug etc.)
Besser jetzt 2 Pflanzen verlieren als hinterher alle 8.
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#10
(05.06.20, 21:23)Pewe schrieb: Hallo Maya, ich hab nachdem ich die beiden entdeckt hab, keine anderen mehr angefasst, nur Kübel vorgezogen. Werkzeug nicht verwendet.
Erde ist ne Mischung aus alter Kübelerde, Kompost, Gartenerde (Sandboden) und etwas frische Pflanzenerde. Dazu unten im Kübel eine Schippe Bokashi mit Pflanzenkohle und 1-2 Schippen Zingster Rinderdung. Obendrauf eine kleine Hand Tomatendünger von Aldi. Letzte Woche ein bisschen Brennesseljauche. Möglicherweise war das zu viel. Richtig durchgetrocknet war die Erde bisher noch nicht, sie war vorhin feucht.
Temperaturen sind die letzten Tage nicht unter 10 Grad gefallen.

Würde sagen, die Pflanzen sind in diesen Töpfen überdüngt.
Du kannst da mal richtig wässern, also die Töpfe richtig mit Wasser durchspülen und im Anschluss mit Stroh mulchen. Stroh entzieht dem Boden Stickstoff.
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