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sortenreine Samen/verkreuzte Samen
#1
Hallo,

würde mich mal interessieren, wie Ihr das macht:

kauft Ihr jedes Jahr frisches Saatgut? 

Und wie läuft das mit getauschten Samen?

Oder entnehmt Ihr "unverhütetes" Saatgut aus Tomaten, die sich bewährt haben und baut das dann weiterhin an?
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#2
Hallo,

ich entnehme immer Samen von Tomaten, die nicht nahe bei einer anderen Sorte stehen.

Von einer gesunden und schönen Frucht. Die Samen gebe ich in ein Wasserglas und lasse sie vergären, damit sich die keimhemmende Schicht löst. Wenn das Wasser gräulich wird giesse ich die Samen durch ein feinmaschiges Sieb und lasse sie trocknen.

Dann bewahre ich sie in Papiertüten in einer dunklen Kiste auf.

Selbst geerntete Samen keimen meist besser als gekaufte.

Bis dato noch keine Verkreuzungen trotz unverhüteten Samens.
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#3
Die meisten Tomaten bestäuben sich selber, weil der Pollen durch Wind oder Insekten direkt von den Staubgefäßen auf die Narbe gelangt.

Tomaten sind selbstfruchtbar, also brauchen keine Fremdbestäubung.

Wenn jedoch eine dicke Hummel zufällig gerade an einer Blüte einer anderen Tomatensorte "genascht" hat und sie dann zur nächsten Blüte fliegt ist es theoretisch möglich, dass fremdbestäubt wird.

Aber auch hier ist die Wahrscheinlichkeit nicht sehr hoch, weil die Hummel sich außen an der Blüte festbeißt und dann mit starkem Flügelsummen quasi den Pollen aus der Blüte rüttelt und selbst dabei vermutlich wieder eine Selbstbestäubung stattfindet, weil der Pollen direkt an der Narbe vorbei geschüttelt wird.

Ich schätze die Fremdbestäubung deswegen im Bereich von ca. 5 Prozent ein.

Um ganz sicher zu gehen hält man Abstand zwischen den Sorten bzw. zeitliche Unterschiede in der Blüte.

Ich nehme zum Beispiel von der Tomate die Samen, die die erste reife Frucht hervorbringt. Die hat dann auch alleine geblüht (als erster) und ist nicht verkreuzt.

Die Samen mache ich einfach auf einen Kaffeefilter und lasse sie von selbst trocknen.

Den Kaffeefilter beschrifte ich dann mit Sortennamen und Datum und fertig.

Dann ganz einfach in eine Schublade legen (trocken und dunkel). Bis jetzt sind alle Kerne gut gekeimt.

Ist die einfachste Methode und funktioniert.

LG   Jörg
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#4
Danke für die Info's.

Irgendwo hab ich was von "verkreuzen" aufgeschnappt.
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#5
Tomaten können schon verkreuzen. Je nach Sorte ist das sogar recht wahrscheinlich.

Sie sind zwar selbstbestäubend, aber gerade bei den historischen Sorten gibt es viele, deren Stempel aus der Knospe heraus ragt.
Hier kann dann durch Wind, Bienen etc. sehr einfach fremder Pollen landen. Außerdem werden die Blüten ja nicht nur von Hummeln angeflogen, sondern auch von Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen, Fliegen etc. pp. Die benutzen alle ganz andere Methoden um an den Pollen zu gelangen, als die Hummeln mit ihrer Rütteltechnik. Auch dadurch wird die Gefahr der Verkreuzung erhöht. Aber auch hier nur bei den Sorten, mit langem Stempel.

Eine relativ sichere Variante ist es daher, möglichst aus der allerersten Frucht einer Pflanze die Samen zu entnehmen.
Dann blühen noch nicht viele Blüten rundum, folglich fliegt weniger Pollen.

In der Hochsaison Samen zu entnehmen, wenn alle Stöcke bereits voll hängen und es überall blüht, erhöht das Risiko bei den anfälligen Sorten dann ganz ungemein.
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#6
Ja. Es gibt das auch so vrschiedene Methoden.

Eine der sichersten und am meisten angewannte ist....
5 Pflanten im Kreis und eine in der Mitte. Tomten kann man getrost immer und richtig abgereift von dr mittelsten Pflante nehmen. Solche kreise kann man auch von verschiedenen Sorten in einigem Abstand aufstellen.
Ich hatte als Versuch Mal so im Abstand von 2 Meter gebaut-. Alle sortenrein geblieben.

LG Frank
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. - Umgedreht ist das schon schwieriger.
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#7
Ich verhüte immer mindestens drei Rispen je Sorte mittels großer Teefilter. Die kommen drauf, wenn die Blüten noch geschlossen sind. Sobald kleine grüne Knubbel dran sind, kommen die Beutel runter und die Rispen werden mit Window Color markiert. Ich schwöre für mich darauf.
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#8
(09.02.20, 01:36)XamazoneX schrieb: Die kommen drauf, wenn die Blüten noch geschlossen sind....

wie erfolgt dann die (Selbst?)-Bestäubung? Im Beutel?
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#9
Selbst-Bestäubung heißt genau das: die Blüte bestäubt sich mit eigenem Pollen.
Es muss kein Pollen von außen (durch Wind oder Bienen) zu der Blüte getragen werden.
Lediglich der Pollen von den Staubbeuteln dieser Blüte muss auf den Stempel dieser Blüte fallen. Da reicht schon ein leichtes Wackeln der Blüte und das passiert.

Der Beutel dient dazu fremden Pollen (von anderen Pflanzen) von der Blüte fern zu halten.
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