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Themabewertung:
  • 2 Bewertung(en) - 3 im Durchschnitt
Saatgut aus neuer Ernte? Wie macht Ihr das?
#21
(22.02.19, 10:49)Sternenwoelfin schrieb: Ist bestimmt lustig , wenn der Nachbar das auf dem Gartentisch findet :cool:  :lol:

Der liegt bei mir offen im Wohnzimmer. 
Fällt den wenigsten auf. Anthrazit ist unauffällig. 
Und wenn, dann hat man etwas zu spannendes zu erzählen.

Wie leben ja nicht mehr im zwanzigsten Jahrhundert.
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#22
Provozierst Du gerne ? :devil: 

Ich habe Kinder und vertraue auf den Wind - der erledigt das zuverlässig :thumbup: 

Liebe Grüße, Mechthild
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#23
(18.02.19, 12:16)asmx91 schrieb: Alles gut,  nur Eure Verhüterei NICHT!!! Habe von mir alten verhüteten Samen angezogen - hatte kein unverhütetes mehr und schon wieder Krüppel! Macht was Ihr wollt, ich will kein verhütetes Saatgut - separiertes ok.

Ich verhüte auch nicht. Teebeutel und was für Käse. Meist klappt das nicht was man erwünscht.
Zwar hab ich auch eine Separierung und Selektierung. Und dann auch nach Aussehen.
Wenn man das alles fachmännishcmachen kann und will, kann man das Handtuch schmeißen.
Richtig angewendete natürliche Sortenreinhaltung ist ganz einfach Yes :clap: :laugh:.

Bis jetzt hab ich immer Erfolg.
Einfach anbaun und so und fertsch.

LG Frank

Ubrigens..... Saatgut war letztes Jahr bei mir von 2007 noch voll keimfähig.
 Bei Gurken zum Beispiel sollte das Saatgut mindestens 3 Jahre alt sein, dass es sich richtig entfaltet.
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. - Umgedreht ist das schon schwieriger.
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#24
Frank
Bei der Größe an Fläche die du hast , hast du sicher Recht.
Aber wer hat das schon ?
Zudem erkennt man doch meist die reinerhaltung erst ein zwei Generationen später.
Oder irre ich mich da ?

Das mit den Gurken ist interresannt.
Das probier ich dieses Jahr mal aus. Ich bin gespannt ob die noch keimen.
Dann kann ich gleich Annelieses Keimmethode austesten.
Danke ihr zwei

LG Martina
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#25
Darf ich fragen, womit genau bei den beschriebenen Kümmerwuchsproblemen verhütet wurde?

Dass eine samenechte und damit weitestgehend homozygote Sorte rein mutationsbedingt durch einmalige Selbstbestäubung ohne Selektion der Elternpflanzen merklich degeneriert, kann ich mir nicht wirklich vorstellen.

Es könnte aber gut sein, dass innerhalb der Schutzhaube ungünstige Bedingungen (Hitzestau, Materialausdünstungen, permanente mechanische Reizung, etc.) auftreten und sich im entstehenden Samen ein nachhaltig beeinträchtigter Embryo entwickelt. (ähnlich wie beim fetalen Alkoholsyndrom)
Angenommen die Samen sind dadurch epigenetisch auf z.B. Hitze-/Trockenstress eingestellt, wäre es nur plausibel, dass kein großes vegetatives Wachstum stattfindet. Ähnlich haben im Extremsommer 2018 alle von mir angebauten Hempel-Sorten (Green Tiger, Lucky Tiger,
Blush, Maglia Rosa, versch. Quellen) bei einer Höhe von 30-40 cm ihr Wachstum eingestellt.

BTW, falls es tatsächlich so ist, dass samenechte Sorten nach wenigen Jahren Eigenvermehrung (und ohne nennenswerte Selektion – samenechte Sorten besitzen ja fast keine genetische Variation mehr und neue Mutationen sind selten) besser mit den lokalen Gegebenheiten klarkommen, wäre das m.E. auch nur epigenetisch zu erklären.
Dazu ein Zitat von einer Arbeitsgruppe, die sich mit der Vererbung epigenetischer DNA-Modifikationen bei Pflanzen befasst:

"We have previously shown that experimentally-induced as well as spontaneously occurring
epimutations can be remarkably stable across generations,
and can in some cases even contribute to the heritability of important plant traits." (johanneslab.org)
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#26
Ich hatte meine Blüten mit selbst genähten Vliesbeutelchen verhütet....wie schon geschrieben...ich mache es nicht mehr und wenn die Sorten sehr selten sind - Separieren!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Selbst Dr. Carolyn Mayle empfiehlt es!!!
Die Tomate ist eine Frucht, die wohl unmittelbar aus dem Paradiese zu uns gekommen sein muß, und wenn sie nicht die hesperidischen Äpfel bedeutet, gewiß der Apfel gewesen ist, den Paris der Venus bot, sehr wahrscheinlich auch der, welchen die Schlange zur Verlockung der Eva anwendete.
Eugen van Vaerst
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#27
Bisher habe das das bei den wenigen Sorten, von denen ich Samen nehme, auch so gehandhabt.
Vlies würde aber zur Hitzestresshypothese passen, Organza-Säckchen hätten evtl. einen geringeren Teibhauseffekt (auf Kosten der Sicherheit).
Und dass zu hohe Temperaturen während der frühen Samenentwicklung sich auf das Wachstum der Sämlinge auswirken können, ist auch belegt,
hier am Beispiel Reis: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/article...290647/#F9
Wenn verhüten, dann vielleicht besser im Schatten...
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#28
Ich nehme auch Organza-Säckchen und dünne Nylonstrümpfe.
Mit Minderwuchs hatte ich keinerlei Probleme.
Liebe Grüße, Tubi
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#29
Gut zu wissen – werde heuer auch erstmals Organza ausprobieren.
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#30
(28.03.19, 22:30)xenophanes schrieb: Vlies würde aber zur Hitzestresshypothese passen, Organza-Säckchen hätten evtl. einen geringeren Teibhauseffekt (auf Kosten der Sicherheit).
Und dass zu hohe Temperaturen während der frühen Samenentwicklung sich auf das Wachstum der Sämlinge auswirken können, ist auch belegt,
hier am Beispiel Reis: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/article...290647/#F9
Wenn verhüten, dann vielleicht besser im Schatten...

Wann entwickeln sich denn die Samen? Zuverlässig keimfähig sind sie ja erst bei Vollreife der Tomatenfrüchte. Die Verhüllungen werden normalerweise abgenommen, wenn die Fruchtansätze erkennbar sind. Dass eine Anlage der Samen zu diesem Zeitpunkt bereits vorliegt, ist klar. Die Entwicklung kommt aber - denke ich - mit dem Wachstum der Frucht. Dann würde jedoch eine schadhafte Samenentwicklung aufgrund Hitze(stau) eher durch extreme Sonneneinstrahlung oder Anbaufehler (z.B. zu starkes Entlauben) verursacht werden. 

Ich verhülle relativ frühzeitig die zweiten oder dritten Blütenrispen mit Reinraumhauben. Das Problem Hitzestau verbinde ich mit unbefruchteten Blüten. Deshalb wohl auch die allgemeine Empfehlung, die Pflanzen frühmorgens und/oder spätabends zu schütteln, weil dann die Bedingungen für eine Befruchtung einigermaßen passen. Ansonsten bin ich mit den Pflanzen aus meinem sortenrein gewonnenen Saatgut sehr zufrieden.

Letztendlich muss wohl jeder für sich entscheiden, wie er sein Saatgut gewinnen möchte. Fairerweise sollte es bei Weitergabe jedoch mitgeteilt werden, ob das Saatgut verhütet oder eben unverhütet angebaut wurde.
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