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Wasserspeicher Granulat?
#1
Hallo,
meine Tomaten stehen in 15l Töpfen auf der Terrasse, oben überdacht, Nord-/Ostseite geschlossen, Süd-/Westseite offen. Also schön sonnig warm und es regnet nicht darauf. In den letzten beiden Jahren sind sie dort gut gewachsen, aber ich hatte immer wieder Schwierigkeiten mit der Wasserversorgung. Ich konnte an heißen Tagen gar nicht so schnell gießen wie es verdunstet ist. Jetzt habe ich von Wasserspeicher Granulat gelesen (Geohumus oder Stockosorb). Hat das jemand von euch schon mal benutzt? Bringt das etwas? Oder ist es eher schlecht für die Tomaten oder denjenigen der sie später essen möchte?
Viele Grüße
Rapunzel
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#2
Anstelle von Granulat/ Geohumus oder Stockosorber würde ich lieber die Kübelgröße ändern.
Gegen Verdunsten :Siehe Alfred.. mit Steinen /Folie ab decken.

Meine Nachbarin-so wie bei dir offene Terrasse - Süd/Westseite-..- hatte letzte Saison auch in (zu) kleinen kübeln ihr Glück versucht.(20l).
Sagen wir mal ..eher bescheiden.

Diese Saison hat Sie wieder "kleine" Pflänzchen von mir bekommen.
Diesmal wurden Sie in 65l Kübel eingepflanzt.

Jetzt hat Sie schon die ersten Knubbel dran und ist Stolz wie Oskar...

(Cool,wenn man die Nachbarschaft an fixen kann..:whistling:..)

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#3
Danke für deine Antwort. Größere Töpfe oder Kübel sind hier leider aus Platzgründen nicht möglich. :noidea:
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#4
Giftig werden die Früchte durch das Granulat nicht. Einen Topf mit guter Erde würde ich aber bevorzugen. An extrem heißen Tagen könntest du mit größeren Untersetzern helfen. Oder ein Bewässerungssystem, welches laufend Wasser zuführt.
LG
Harald
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#5
Ich halte gar nix von dem Superabsorberzeug.
Zum Einen kann man eine normale, gute Wasserhaltefähigkeit auch durch eine ordentliche Erdmischung erreichen. Mama Natur regelt das mit Humus, Kompost und Löss. smile

Dann wären da noch so ökologische Sperenzchen wie die Herstellungsverfahren, der Energieaufwand etc. Ich mag keine Polymere in meiner Erde, egal aus was produziert.

Man sollte auch bedenken, woher das Superabsorberzeug kommt ... aus der Windelherstellung. :rolleyes:
Dort ist es gewünscht, dass viel Wasser aufgesogen, aber nicht wieder abgegeben wird.
In der gärtnerischen Praxis bedeutet dies, dass die Polymere zunächst einmal mit den Wurzeln um das vorhandene Wasser konkurrieren. Soll heißen, man muss erst mal deutlich mehr gießen, weil die Pflanzen auch was trinken wollen, während sich die Polymere gigantisch vollsaugen.

Die Sache mit dem Wiederabgeben des Wassers funktioniert - je nach Topfgröße und damit Gewicht, dass auf die Polymere drückt, auch nicht immer so reibungslos wie die Werbung verspricht. Je kleiner der Topf, desto weniger Druck ... wobei ich zugestehe, dass die Hersteller da kleine Fortschritte gemacht haben.

In meinen Augen der größte Nachteil ist, dass die Polymere wenn sie vollgesogen sind eine gelartige Konsistenz erreichen und so die Bodenporen verstopfen, die für eine ordentliche Belüftung des Bodens und das Überleben der Bodenlebewesen aber wichtig und notwendig sind.

All' das heißt nicht, dass es nie und niemals mit dem Kram funktioniert. Wenn man alles richtig macht und die Voraussetzungen stimmen etc. wirken die bestimmt gaaaaanz prima. Aber wenn man alles richtig macht und die Voraussetzungen stimmen, dann funktioniert auch Erde ganz wunderbar und ich muss kein Schweingeld für solchen Kram ausgeben. :whistling: tongue

PS: Ich baue sehr viel in 10 Liter-Töpfen an, dann gieße ich halt morgens und abends wenn es heiß ist ... ich sehe da kein Problem. Gärtnern ist nunmal mit Arbeit verbunden. tongue
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#6
Man kann auch solche PET-Saftflaschen (oder Wasserflaschen, aber da ist Pfand drauf:angel: ) mit anderthalb Liter Fassungsvermögen als Gießhilfe verwenden.

Dazu muß die Flasche ganz bleiben, also kein Loch in den Boden bohren oder so.
Die Flasche wird mit Wasser gefüllt und dann mit der Öffnung nach unten in die Erde gesteckt. Das Wasser sickert langsam in die Erde, über ein paar Stunden. So kann man heiße Tage gut ein bißchen abmildern für die Pflanzen...

Liebe Grüße, Mechthild
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#7
Wenn Tommis in Kübeln gegeossen werden, läuft viel Wasser am Kübelrand auf den Boden.
Wenn man mit Flüssigdünger düngt der auch.
Mit Flaschen gegossen kommt das Wasser an die Wurzeln.
Ich habe dieses Jahr überall Flaschen.( ca. 120)
Deshalb ist bei mir der Boden der Flaschen weg. Damit es nicht zu schnell durchläuft,
gebe ich eine Handvoll Erde in die Flasche.
Die Verdunstung nach oben verhindern Steine oder Folie.
Man kann sich auch unten geschlossene Kübel besorgen,
Dann 2 Löcher ca 2-3 cm ab Boden bohren.
Habe meinen alten Beitrag hierher kopiert

gekübelt, a la Alfiwe

Diese Tommi stehen nie im Regen.
Deshalb die Löcher auf der Seite, damit beim giessen immer ein Rest bleibt.

[Bild: img_0289-dbro2y.jpg]

Damit die Wurzlen nicht im Schlamm stehen, unten Steine.

[Bild: img_0294-dofrk6.jpg]

Dann etwas Erde mit der Hälfte des Langzeitdünger.

[Bild: img_0296-d95ovo.jpg]

Pflanze nach unten

[Bild: img_0297-dp4ou7.jpg]

Erde mit der anderen Hälfte Dünger

[Bild: img_0299-d6pqps.jpg]

Auffüllen

[Bild: img_0301-dczraz.jpg]

Steine druf und fertig.
Steine sind Wärmespeicher und halten die Verdunstung nach oben zurück.

[Bild: img_0304-dx4qgp.jpg][/b]
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#8
So viele Antworten - vielen Dank! smile

Einige der genannten Sachen habe ich letztes Jahr schon gemacht - abgeschnittene PET Flaschen als Gießhilfe und in der wärmsten Zeit zweimal täglich gießen. Morgens hat das irgendwie nicht immer geklappt. Wenn ich spät dran war, oder noch nicht richtig wach, dann ist es mir manchmal erst eingefallen, wenn ich schon auf der Arbeit war. Hier gäbe es wohl noch Verbesserungspotential.
Dieses Jahr habe ich schon größere Untersetzer unter die Töpfe gestellt. Da ist dann an heißen Tagen ein bisschen mehr Puffer möglich und es ist nicht gleich alles weg, was beim Gießen aus den Töpfen heraus läuft.
Ein Bewässerungssystem kann ich am Standort der Tomaten nicht machen.
Die Sache mit den Steinen gegen Verdunstung werde ich wohl noch dazu nehmen.
Eine PET Flasche als zusätzlicher "Wassertank" für heiße Tage klingt auch gut, das werde ich eventuell probieren. Wie tief sollte die Flasche denn in der Erde stecken? Und gibt es einen Trick, wie ich die Flasche in die Erde bekomme ohne vorher die Hälfte zu verschütten?

Was man so über das Granulat lesen kann, klingt halt nach einer schönen einfachen zuverlässigen Lösung, auch um z.B. mal übers Wochenende wegfahren zu können. Naja, in den vorhandenen Töpfen werde ich sowas jetzt wohl eher nicht dazu geben. Erst mal sehen wie ich diesen Sommer zurechtkomme, und dann teste ich es vielleicht nächstes Jahr mit ein oder zwei Töpfen.
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