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Vorgedüngte Universal Erde und Langzeitdünger
#1
Liebe Freunde der Tomatenzucht,

Ich habe eine Vorgedüngte Universal Erde für meine Kübelpflanzen gekauft, die man laut den Angabe in den ersten zwei Wochen nicht Düngen muss. Nun steht aber bei dem Langzeitdünger Azet® TomatenDünger man solle es bei der Pflanzung schon beigeben. Jetzt die Frage, kann man den Dünger auch im Nachhinein einarbeiten oder ist es Pflicht/Voraussetzung das der Dünger von Anfang dabei ist bzw. muss eigentlich so ein Langzeitdünger richtig in das Substrat eingearbeitet werden oder reicht es aus den nur oberflächlich einzuarbeiten?

Entschuldigt mich bitte, falls die oben gestellte Frage vielleicht doof klingt, aber ich habe wirklich null Ahnung von der Materie. Es ist das erste mal das ich überhaupt etwas anpflanze und und hoffe sehr das meine Pflänzchen nicht gleich beim ersten mal alle ein gehen. :undecided:

Grüsse

Tap
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#2
Ich würde Langzeitdünger erst im finalen Pflanztopf einsetzen. Hab schon oft gehört/ gelesen, dass die kleinen Pflanzen unter zu viel Dünger leiden. Weniger ist meiner Meinung nach bei Tomaten mehr. Zumal die Erde vorgedüngt ist. Mal sehen, was die alten Hasen dazu sagen. Ich mach es jetzt 5 Jahre und habe während der Aufzucht nur Kompost benutzt, also ab dem ersten Pikieren. Gedüngt dann später am finalen Platz. Man muss da ein Gespür entwickeln, damit die Tomaten nicht zu sehr Grünzeug bilden, man will lieber kräftige, kompakte Pflanzen mit vielen Früchten. Auch Karnickelmist etc. bekommen sie erst am finalen Platz. Wenn man’s zu gut meint, ist es eher schädlich. Und ich würde immer lieber zu natürlichen Mitteln greifen anstatt zu künstlichen Dünger und Hornspänen. Wer weiß, was sich alles im Horn ablagert, die Viecher werden ja auch ständig gedopt. Ich könnte mir vorstellen, dass die Stoffe dann auch in die Tomate wandern.
Ich selbst benutze Kaninchenmist, weil ich den immer in beliebiger Menge bekommen kann, Kompost, Milch wegen Kalzium und Braunfäulevorbeugung. Manchmal auch Tabletten, Brennesseljauche, ab nächstem Jahr versuche ich noch Beinwelljauche. Wenn die Früchte anfangen, nehme ich weniger Brennesseljauche und dünge mit Wuxal. Ein sehr guter Dünger.
____________________________________________________________________

Wenn jemand für mich Beinwell abstechen könnte, würde ich mich freuen.
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#3
Hallo Torsten,

Danke für deine Antwort. Düngen wollte ich sowieso erst am Schluss so wie du es geschrieben hast. Ich wollte mehr wissen ob dann(wohl gemerkt beim Umtopfen in die finalen grossen 30l Kübel) eine Langzeitdüngung, plus so eine frische vorgedüngte Universal Erde nicht zu viel ist und man erst nach zwei Wochen später den Langzeitdünger einarbeiten soll? Entschuldige ich habe mich vermutlich ein wenig missverständlich ausgedrückt. smile

Ja am liebsten würde ich ganz biologisch Düngen. Ein schöner eigener Kompost, plus Brenneselejauche usw. Nur das geht halt leider nicht, da nur einen Balkon. -.-

Jetzt habe ich wenigstens ein "Biodünger" gefunden bei dem das NPK Verhältnis in etwa stimmt. Und Laut der Firma Neudorff versuchen sie den biologischen Fussabdruck möglichst gering zu halten also Ressourcen schonend zu Produzieren. Ich hoffe es! ;-D

Grüsse
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#4
Man soll die "künstlichen" Dünger nicht verteufeln. Sie liefern genau das, was die (Topf)pflanzen brauchen. Langzeitdünger gibt die Nährstoffe über einen langen Zeitraum ab und nicht alles aufeinmal. Damit kommen Pflanzen gut zurecht. Alternative: regelmäßig mit kleinen Mengen düngen - für Töpfe am Balkon eignet sich Flüssigdünger sehr gut.
In gutem Gartenboden existiert ein vielfältiges Bodenleben, das ist mit Töpfen nicht vergleichbar. Mist ist für den Balkon wenig geeignet (selbst pelletierten, "geruchsarmen" Mist merkt man auf engem Raum). Brennnesseljauche müsste man mit Urgesteinsmehl oä. ansetzen, sonst stinkt es. Das ist alles für den Balkon nix.
Hornspäne können zwar Rückstände von Medikamenten enthalten, das bedeutet aber noch lange nicht, dass die von den Tomaten unzersetzt weitergegeben werden. Da sehe ich keine Gefahr, genausowenig was BSE anbelangt (da war vor ein paar Jahren die Panikmache).
Da könnte frischer Mist viel eher ein hygienisches Problem darstellen, egal ob Bio oder nicht.

Wie auch immer, guter mineralischer ("künstlicher") Dünger ist für Topfpflanzen absolut OK.


Bei billiger, stark vorgedüngter Erde muss man aufpassen. Eine kräftige Pflanze werden die wohl nicht umbringen, empfindliche Pflanzen können da aber durchaus Schaden nehmen.
LG
Harald
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#5
(02.04.15, 08:53)hhh13 schrieb: Man soll die "künstlichen" Dünger nicht verteufeln. Sie liefern genau das, was die (Topf)pflanzen brauchen. Langzeitdünger gibt die Nährstoffe über einen langen Zeitraum ab und nicht alles aufeinmal. Damit kommen Pflanzen gut zurecht. Alternative: regelmäßig mit kleinen Mengen düngen - für Töpfe am Balkon eignet sich Flüssigdünger sehr gut.
In gutem Gartenboden existiert ein vielfältiges Bodenleben, das ist mit Töpfen nicht vergleichbar. Mist ist für den Balkon wenig geeignet (selbst pelletierten, "geruchsarmen" Mist merkt man auf engem Raum). Brennnesseljauche müsste man mit Urgesteinsmehl oä. ansetzen, sonst stinkt es. Das ist alles für den Balkon nix.
Hornspäne können zwar Rückstände von Medikamenten enthalten, das bedeutet aber noch lange nicht, dass die von den Tomaten unzersetzt weitergegeben werden. Da sehe ich keine Gefahr, genausowenig was BSE anbelangt (da war vor ein paar Jahren die Panikmache).
Da könnte frischer Mist viel eher ein hygienisches Problem darstellen, egal ob Bio oder nicht.

Wie auch immer, guter mineralischer ("künstlicher") Dünger ist für Topfpflanzen absolut OK.


Bei billiger, stark vorgedüngter Erde muss man aufpassen. Eine kräftige Pflanze werden die wohl nicht umbringen, empfindliche Pflanzen können da aber durchaus Schaden nehmen.

Super, kurz und knapp, alle wichtigen Infos enthalten, hilft mir als Dünger-Anfänger sehr, danke :thumbup:

Gruß
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#6
OK, an das Balkonproblem dachte ich beim Schreiben nicht. Weil ich bei Tomaten, die ich in Eimern auf meiner Terrasse stehen habe, nicht mit Geruchsproblemen etc. umgehen muss.
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#7
Na Geldfrage.
Wir haben eine Analyse Mal bei solchen Zeug machen lassen. War bei weiten nicht das drin, was auf der Tüte stend und was eigendlich drin sein sollte. Lieber ricvhtige Erde kaufen und eben düngen. So wiel düngen bringt auch nichts.

Frank
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. - Umgedreht ist das schon schwieriger.
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#8
Nein "verteufeln" tu ich eh nichts. Mich reizt einfach die Vorstellung quasi den eigenen Müll den man hinterlässt wiederzu verwerten in Form von einem Dünger zum Beispiel. Wie gesagt den ökologischen Fussabdruck möglichst klein halten. smile Und das es dabei noch Bio ist, ist ein schöner Nebeneffekt. Aber wie du schreibst das geht halt in der Stadt nicht wirklich -.- peace out.
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#9
Verteufeln tue ich nichts. Da bei mir sowieso ein Haufen Pflanzenreste etc. anfallen, der Kaninchenmist kostenfrei ist, komme ich so über die Runden. Balkon ist natürlich eine etwas eingeschränkte Möglichkeit. Wobei gesiebter Kompost überhaupt nicht riecht. Den kann man auch dort verwenden. Wenn man da ran kommt.

Im Garten selber muss jeder selber wissen, wie er ran geht. Ich sehe auch Garten Nachbarn, die fahren alles weg, von Rasenschnitt bis abgeschnittene Blumen. Ich weiß gar nicht, wo die das Zeug abladen. Zum einen bin ich da zu faul zu, zum anderen verwende ich Rasenschnitt als Mulch Schicht bei Kohlrabis usw. Da habe ich weniger Unkraut und gleichmäßigere Feuchtigkeit. Ich habe den Garten jetzt 5 Jahre und wie sich die Erde schon verwandelt hat, ist sagenhaft. Gut, Gründüngung kostet auch Geld, aber mein Nachbar sagt selber, so viele Schmetterlinge und andere Insekten waren früher nicht da.

Wäre es 2013 nicht zur Trennung gekommen, hätte ich einige Bienenvölker in meinen Garten stehen. Der Imker hat aufgehört, es fehlt einfach an Insekten. Auch aus diesem Grund habe ich soweit es möglich ist auf natürliche Stoffe gesetzt. Um Chemie komme ich bei meinem Birnenbaum nicht herum und für den Rasen nehme ich auch Rasendünger aus der Tüte. Aber im allgemeinen empfinde ich die Preise für Düngemittel überzogen.

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#10
Im Facebook würde ich jetzt auf den "gefällt mir" button klicken für dein posting :clapping:

Das du jetzt mehr Insekten in deinem Garten hast, spricht für dich und dein Garten in dem es vermutlich eine große Pflanzenvielfalt gibt. ^^
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