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Vom Saatkorn zur Tomate. Wie lange dauert das denn?
#1
Information 
Hallo zusammen,

mal ein bisschen Statistik für die Beginner unter uns Tomatenfreaks. Wie lange dauert es denn eigentlich bis man seine Tomaten ernten kann?
Mitte Februar habe ich ausgesät, die Samen an der Fensterbank gekeimt. Das dauert so zwischen 8 bis 15 Tage in Einzelfällen auch länger. Ich verwende kein Kunstlicht usw., sondern arbeite hier nachhaltig, Sonnenlicht und das was die Zimmerheizung so abgibt. 35 bis 40 Tagen nach Aussaat wird pikiert. Bis zur Auspflanzung ins Freiland vergehen jetzt noch mal ca. 40 Tage.
Jetzt wird’s spannend, von Pflanzung bis zur ersten Blüte vergehen, je nach Sorte, zwischen 15 bis 40 Tage. Die Fruchtreife, die Zeit von der ersten Blüte bis zur ausgereiften Tomate, dauert je nach Sorte noch mal 43 bis 69 Tage.
 
Grob gesagt kann man mit mindestens 130 Tagen und maximal 190 Tagen von Aussaat bis zur Ernte rechnen.
 
Ich meine aus meinen langjährigen Aufzeichnungen herauslesen zu können, dass sich Auspflanz- und Erntezeitpunkte immer weiter nach vorne verschieben. Früher habe ich nicht vor Mitte Mai ausgepflanzt. Diese Jahr war ich Anfang Mai schon draußen. Und Sorten, die sonst nicht vor Anfang/Mitte September reif waren, sind jetzt schon abgeerntet. Vermutlich gehören wir hier zu den Gewinnern der Klimaveränderung.

schönen Gruß
ulrich
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#2
(31.08.17, 11:31)nitrospira schrieb: Hallo zusammen,

mal ein bisschen Statistik für die Beginner unter uns Tomatenfreaks. Wie lange dauert es denn eigentlich bis man seine Tomaten ernten kann?
Mitte Februar habe ich ausgesät, die Samen an der Fensterbank gekeimt. Das dauert so zwischen 8 bis 15 Tage in Einzelfällen auch länger. Ich verwende kein Kunstlicht usw., sondern arbeite hier nachhaltig, Sonnenlicht und das was die Zimmerheizung so abgibt. 35 bis 40 Tagen nach Aussaat wird pikiert. Bis zur Auspflanzung ins Freiland vergehen jetzt noch mal ca. 40 Tage.
Jetzt wird’s spannend, von Pflanzung bis zur ersten Blüte vergehen, je nach Sorte, zwischen 15 bis 40 Tage. Die Fruchtreife, die Zeit von der ersten Blüte bis zur ausgereiften Tomate, dauert je nach Sorte noch mal 43 bis 69 Tage.
 
Grob gesagt kann man mit mindestens 130 Tagen und maximal 190 Tagen von Aussaat bis zur Ernte rechnen.
 
Ich meine aus meinen langjährigen Aufzeichnungen herauslesen zu können, dass sich Auspflanz- und Erntezeitpunkte immer weiter nach vorne verschieben. Früher habe ich nicht vor Mitte Mai ausgepflanzt. Diese Jahr war ich Anfang Mai schon draußen. Und Sorten, die sonst nicht vor Anfang/Mitte September reif waren, sind jetzt schon abgeerntet. Vermutlich gehören wir hier zu den Gewinnern der Klimaveränderung.
Bei der Keimbeutel-Variante 3-4 Tage. 
( Damit könntest du deine Anzucht um wenigstens 10 Tage verkürzen)

Deine Aufzeichnungen decken sich mit der "Faustformel" . 90 Tage bis zur Blüte + 90 Tage bis zur Ernte.

Mit Kunstlicht-in meiner Region- verkürzt sich der Erntebeginn um 4-5 Wochen. 

Dann hast du -wahrscheinlich- zu wenige Blütenstände dran gelassen, bzw: die Nachdüngen zu früh  eingestellt.
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#3
Von den Cherrys, die ich im März gesät habe, konnte ich Ende Juli ernten.
Die Fleischtomaten von Anfang April reifen seit Mitte August.
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#4
(31.08.17, 13:37)Xiocolata schrieb: Von den Cherrys, die ich im März gesät habe, konnte ich Ende Juli ernten.
Die Fleischtomaten von Anfang April reifen seit Mitte August.

Natürlich heißt "Faustformel" nur grob umrissen.
Gibt ja frühe und eher späte Sorten.

Fleischis  brauchen halt länger..oder -mit Kunstlicht-auch nicht.. .
http://www.tomaten-forum.com/attachment.php?aid=34655
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#5
ich rechne auch 6 Monate vom sähen bis zum ernten...wobei meine Spanier 2017 deutlich früher waren als letzte Saison. Die Cherries sind bei mir immer Langweiler, keine Ahnung warum. Die legen erst jetzt so richtig los...
Die Tomate ist eine Frucht, die wohl unmittelbar aus dem Paradiese zu uns gekommen sein muß, und wenn sie nicht die hesperidischen Äpfel bedeutet, gewiß der Apfel gewesen ist, den Paris der Venus bot, sehr wahrscheinlich auch der, welchen die Schlange zur Verlockung der Eva anwendete.
Eugen van Vaerst
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#6
Hallo Ulrich

ich gebe einmal zwei Beispiele aus dem Frankenland,

viel Licht und Sonne und kühle Nächte sind am Standort vorherrschend

1. Nonna Annett Folienhaus und 60 l Topf
28.2. gesät, Saatgut 26 Grad beheizt
6.3. gekeimt
10.3. pikiert
20.5. gepflanzt
4.6. 75 cm groß, 1 Blütenrispe
17.7. 5 große Tomaten, Durchm. 8 cm, und 3 Blütenrispen
1.8. Ernte der ersten Tomate = 155 Tage

2. Veras Paradeiser im Freiland
2.3. gesät, Saatgut 26 Grad beheizt
10.3. pikiert
20.5.gepflanzt
4.6. 60 cm, 2 triebig, 2 Blütenrispen, Pflanze gesund
17.7. 5 riesige Tomaten, Pflanze gesund
28.7. 1. Tomate geerntet = 149 Tage

LG Karl
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#7
(31.08.17, 13:56)grill-fan schrieb:
(31.08.17, 13:37)Xiocolata schrieb: Von den Cherrys, die ich im März gesät habe, konnte ich Ende Juli ernten.
Die Fleischtomaten von Anfang April reifen seit Mitte August.

Natürlich heißt "Faustformel" nur grob umrissen.
Gibt ja frühe und eher späte Sorten.

Fleischis  brauchen halt länger..oder -mit Kunstlicht-auch nicht.. .
http://www.tomaten-forum.com/attachment.php?aid=34655

Eigentlich war der Unterschied unerwartet kurz.
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#8
Ist je nach Sorte sehr unterschiedlich. Meine Schnellsten kommen Anfang Februar in die Erde. Dann hab ich in der Regel Ende Mai die ersten reifen Tomaten.

LG Manfred
Nur Tomaten bringen das Seelenheil
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#9
Hallo Karl,

meine Daten zur Nonna
Aussaat 19.2. ganz normal, Erde, Samen, Wasser fertig.
Keimung: 1.3.
pikiert: 25.3.
Pflanzung: 6.5.
Blüte: 12.6.
Frucht: 27.7.

gesamte Dauer 158 Tage

Setting: Südpfalz, Freiland, Boden seit Jahren mit Kompost angereichert, zweimal Gabe von je 10 Gramm Holzasche, Bodenabdeckung mit Mulch, später durch Beikräuter (Kapuzinerkresse, Tagetes, Salat, Mangold, Rucola, was halt so wild wächst) keinerlei Wetterschutz. Ernte 3 Stück >600 Gramm, zwei hängen noch, bekommen aber wohl BF.

Ich denke, in der frühen Phase geben sich die unterschiedlichen Vorgehensweisen nicht viel , wichtig ist die Zeit ab Pflanzung.

schönen Gruß
ulrich
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#10
Hallo Ulrich
ich bin erstaunt, daß zwischen Pfalz und Frankenland nur ein so geringer Unterschied ist.

Ich bin auch erstaunt. daß Du die Nonna im Freiland kultivierst, alle Achtung!

LG Karl
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