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Mein erster Versuch
#1
Hallo,
Tomatenzüchtermäßig bin ich Neuling. 
Als im Mai bei Aldi 6 Tomatenpflänzchen angeboten wurden, für 3,15€, habe ich zugeschlagen ohne recht zu wissen, auf was ich mich da einlasse. Mein garten ist weit im Norden am Nord-Ostsee-Kanal und sicherlich nicht so die Toplage für Tomaten. Die letzten Sommer waren aber warm und fast zu trocken, so dass ich recht optimistisch war.

Die Sorten sind:
Aktueller Standort:
Schwarze Ananas - Blumenbeet - 4 Triebe gezogen
               

Schwarze Krim - Blumenbeet - 4 Triebe
         

Andenhorn - 45L Topf Terasse - 2 Triebe
                     

Grünes Zebra - 45L Topf - 2 Triebe
         

Berner Rose - 45L Topf - 2 Triebe
               
Sieht etwas sonderbar aus? Ursache?

Roter Russe - 45l Topf - 2 Triebe
   

In die Töpfe habe ich Blumenerde und Kompost gemischt.

Als ich die Pflanzen im Mai hatte, habe ich sie nach den Eisheiligen in 10l Töpfen auf die Terrasse gestellt und mit Untersetzern immer feucht gehalten. Sind gewachsen wie auf Hefe.
Nach dem Umsetzen wurde das Wetter leider immer schlechter, zuletzt hatten wir ja eine wochenlange Regenperiode. Alle Pflanzen sind 2 Meter groß geworden (2 Meter Stäbe  mit Kunststoffmantel ) und waren am Anfang gesund. Allerdings dauerte es lange, bis aus den Blüten erste Tomaten wurden. Die wuchsen und wuchsen und wuchsen. Mir war am Anfang nicht klar, dass 4 der Sorten Fleischtomaten waren. Erstes großes Problem, die Befestigung der Triebe. Ich hatte so Klipse, aber mache Stängel wurden zu dick. Und die Tomaten wurden schwer wie Blei. Ich hätte wohl an jedem Fruchtstand nur 2 oder max 3 Tomaten lassen sollen. Ich hab jetzt angefangen, die kleineren abzuschneiden und auch alle restlichen Blüten. Nach den ersten starken Winden in den lezten 2 Wochen hatten sich einige Triebe gelöst und ich habe jetzt nach und nach alles mit Leinenbändern zusätzlich festgezurrt. Dann waren besonders bei der Schwarze Krim die Fruchttriebe viel zu dünn. Auch hier verzurrt. Bei der Schwarze Ananas sind sie recht kräftig, aber die Tomaten gehen eher in Richtung Pampelmuse und deshalb auch hier fixiert.

??? Dazu meine Frage, wie soll man solche riesigen Tomaten bändigen? Muss man sie liegend ziehen, oder auf Leitern binden?

Durch den vielen Regen und möglicherweise durch eine Goldulme, die von einer totalen Welke dahingerafft wird, kam die Braunfäule. Ich habe die befallenen Blätter  und Früchte beseitigt und zuletzt eine Mittel von Oskorna mit Pflanzenextrakten und Mineralien gespritzt. Die Tomaten sind jetzt etwas kahler, aber die Braunfäule ist halbwegs gestoppt.  Nur den Roten Russen hat es fast ganz dahingerafft, wahrscheinlich hatte ich ihn überdüngt, weil er zuerst angefangen hatte, die Blätter zu rollen, danach kam die Fäule.
Jetzt wird endlich die erste Tomate Berner Rose rot und kann wohl in ein paar Tagen geerntet werden, wenn die Braunfäule nicht schneller ist. Alle anderen sind zwar teilweise riesig geworden, bleiben aber hartnäckig grün, selbst das Grüne Zebra wird nicht gelblich, obwohl nur 5-6 cm groß.

Trotz dieses bis jetzt mäßigen Ergebnisses will es nächsten Jahr wieder probieren, aber dann mit resistenten, kleinen Sorten. Hier hoffe ich im Forum fündig zu werden.

Ich versuche, morgen ein paar Bilder einzustellen. ??? Wie geht das, leider komme ich mit den Attachments nicht klar, Hilfe hilft auch nicht - einen Tipp bitte ???

Gruß Werner
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#2
Hallo Werner,
so schlecht liest sich Dein erster Versuch gar nicht.
Probier doch mal ein paar Buschtomaten...die kannst bei anhaltendem Regenwetter gut mit einer Folie zudecken und abdecken...ist zwar Arbeit, aber die lohnt sich.
Was für Sorten da in Frage kommen  kann ich Dir erst am Ende der 2017er Saison sagen. Ich bin da noch am Ausprobieren.
LG asmx
Die Tomate ist eine Frucht, die wohl unmittelbar aus dem Paradiese zu uns gekommen sein muß, und wenn sie nicht die hesperidischen Äpfel bedeutet, gewiß der Apfel gewesen ist, den Paris der Venus bot, sehr wahrscheinlich auch der, welchen die Schlange zur Verlockung der Eva anwendete.
Eugen van Vaerst
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#3
Wenn du auf der Suche nach resistenten Cherrys bist, kann ich Schneewittchen und mein oranges Pfläumchen (das ist ein Supermarktfund, keine Ahnung, ob es einen anderen Namen hat) empfehlen.
Beide wachsen bei mir seit Jahren im Freiland und haben auch regenreiche Sommer sehr gut überstanden.
Dann noch Bianca und eigentlich alle Wildtomaten.
Bei mir stehen darunter Winzlinge. Red Robin und Floragold Basket sind unverwüstlich.
Etwa 70 cm hoch wird die Dreikäsehoch. Auch ihr ist Regen egal.
Ich habe noch einige andere Sorten im ersten Test. Da es momentan ständig regnet werde ich sicher berichten können.

Teneriffa (das ist eine kleine Salattomate) hält sich auch gut. Sie steht aber erst im dritten Jahr im Freiland.
Ebenso Solar Flare (Fleischtomate).
Silvery Fir Tree hält auch seit Jahren problemlos durch. Sie ist eine Buschtomate. Aber die Früchte sind mehlig, nicht so toll für Salat aber super für Soßen.
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#4
Hallo Werner,

was die Resistenz gegen Regen angeht kann ich dir die Schwarze Trüffel empfehlen.
Eine aus Rußland stammende Tomate.
Sie ist im Wachstum ähnlich wie deine, ca. 6-8 cm große Früchte.
Sie wird fast schwarz wenn sie reif wird.

Ich habe mir von einem Eigenheimbesitzer gesiebte Komposterde besorgt und nachdem ich die Pflanze zum Keimen gebracht habe anschließend bei einer Größe von ca 10 cm dann in das kühlere Treppenhaus gestellt.
Dort gingen die Triebe erst mal nicht mehr in die Höhe sondern in den Durchmesser des Stammes.
Nach den Eisheiligen dann ins Freiland gepflanzt in besagte Komposterde und Tomatenanzuchterde aus dem Fachmarkt. (Vermischen. ca. 1:1)
Erst mal nicht düngen.

Stäbe dazu gesteckt. (Bambus, 1,5 Meter hoch, 2 Stück.

Gleich beim auspflanzen mit Bast angebunden. Bekommst du in Bastelgeschäften und Samengeschäften.

Von Anfang an darauf achten, dass du fast täglich schaust ob Zwischentriebe kommen und ausknipsen.

Durch den Kompost gehen die nach ca. 2 Wochen los wie "Luzie"

Ständig ausknipsen ist wichtig.

Dann ab Mitte Juni habe ich dann mit Pferdeäpfeln gedüngt.

Das Zeug mit Gummihandschuhen zerbröselt und in kleinen Mengen bestreut und eingearbeitet+ gießen.

Nicht zu nah an  den Pflanzenstengel kommen lassen.

Das habe ich dann alle 3 Wochen wiederholt.

Die Pflanze ist durch den Dünger sehr Stark geworden und von daher auch gut gerüstet gegen Krankheiten.

Grüße, Peter.
Das beste im Leben ist oft das, was einem erspart blieb.
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#5
Ich versuche, morgen ein paar Bilder einzustellen. ??? Wie geht das, leider komme ich mit den Attachments nicht klar, Hilfe hilft auch nicht - einen Tipp bitte ???

Gruß Werner

http://www.tomaten-forum.com/Thread-Bild...ch-gemacht
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#6
Hallo Grill-Fan,
Danke, habe es hinbekommen.

Gruß Werner
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#7
Hallo, 
Heute konnte ich die erste Berner Rose ernten. 381g, Geschmack gut, mild und sehr säurearm, Haut sehr weich, Fleisch ähnlich einer sehr reifen Wassermelone.

Bei den Andenhorn bekommt die erste einen leichten Schimmer rosa. Alles andere noch knallgrün.

Frage: Wie kommt diese Verbänderung der Wuchszone zustande? Ist das normal oder ein Kulturfehler? Ich gestehe, Fleischtomaten hatte ich bis jetzt nie gekauft.

   

Gruß Werner
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#8
Hallo Werner,

Da könnte eine Himmel an der Blüte gewesen sein.

Schau mal unter Anbau und Pflege: Verkreuzungen, Anneliese hat dort Bilder eingestellt.

Liebe Grüße 
Tomatenfan
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#9
Heute konnte ich 2 weitere Berner Rose ernten. Waren kleiner. Sonderbarerweise schmeckten die total anders als die erste, sehr intensiv nach Tomatenketchup. Hätte nie gadacht, dass Fleischtomaten so gut und intensiv schmecken.

Und von den Schwarzen Ananas musste ich die größte wegen Braunfäulebefall vernichten. Sie wog 641g, Schluchts...

Gruß Werner

   
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#10
Hallo Werner,

ich habe einige meiner Tomaten gegessen, die die Blütenendfäule hatten. Einfach das verkorkte Stück
abschneiden und genießen. Mir ist dabei aufgefallen, dass die Tomaten, die die BEF hatten, sogar noch
süßer und aromatischer geschmeckt haben. 

Können das andere User vielleicht auch bestätigen?

Liebe Grüße
virgi
Erfolg hat drei Buchstaben: T U N
Johann Wolfgang von Goethe
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