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Krankheit oder Nährstoffmangel?
#1
Hallo zusammen,

im Zweiten Jahr versuche ich unsere eher karge Terrasse mit einigen Tomatenkübeln zu begrünen. Sie bekommen dort stets sehr viel Sonne. Ein Wetterschutz ist leider nicht wirklich möglich. Die Erde in den Kübeln (zwischen 11 und 28 Liter) ist aus dem letzten Jahr und habe ich vor dem Umtopfen mit Humus etwas aufgefrischt. Jedoch zeigen einige Pflanzen diese gelben Blätter, v.a. unten. Oben ist noch alles grün.
Für das Saatgut habe ich einige frühblühende alte Sorten im Internet bestellt. Die Sorten die ich im Baumarkt gekauft habe (irgendwelche F1-Hybride) zeigen diese gelben Blätter nicht, jedoch stehen die überwiegend auch in den größeren Töpfen. Für einen Nährstoffmangel spricht für mich eher, dass v.a. die Pflanzen in den kleineren Töpfen betroffen sind. Jedoch habe ich eigentlich für alle einen Flüssigdünger (Melasse) verwendet.
Kann es sich auch um einen Pilz handeln? Danke für Eure Meinungen!

   
   
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#2
Alte Erde und Melasse als Dünger? Deine Pflanzen verhungern gerade. :rolleyes:

Ein Starkzehrer wie die Tomate braucht im Topf gigantische Mengen Futter, entweder in Form von nahezu reinem Kompost (auch der hält nicht für die ganze Saison) oder indem man ordentlich Dünger zufügt (und damit meine ich nicht schwachbrüstige Melasse).

Die gekauften Pflanzen haben garantiert einen Depotdünger in ihrem Wurzelballen und halten deshalb länger durch als deine Eigenanzucht.

Besorg Dir einen vernünftigen NPK-Dünger (+ Mg + Ca), der K-lastig ist, also mehr K als N enthält. 
Ob flüssig, organisch-mineralisch, Nährsalz oder Depotdünger ist wurscht. Nur das Nährstoffverhältnis muss stimmen.

Du kannst auch mit Mist/Kompost und Jauchen arbeiten, aber das wäre einfacher gewesen, diese gleich bei der Pflanzung ordentlich zu mischen.
Jetzt wo die Pflanzen eingewachsen sind, ist die Nachdüngung mit konventionellen Düngern einfacher.
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#3
Dann ist das bei mir sicher auch ein Nährstoffmangel. Hatte 1/3 alte Erde 1/2 neue Erde und den Rest mit Kompost aufgefüllt. Die letzten Wochen habe ich hin und wieder ein bisschen Kompost hinzugegeben, aber da habe ich noch keine Ahnung wie viel davon pro Woche zugegeben werden muss.


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#4
Ja, die haben auch zu wenig Futter.
Auch Pipi als Dünger ist klasse, reicht aber nicht alleine.

Liebe Grüße, Mechthild
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#5
Kompost wöchentlich zuzugeben ist Blödsinn.

Kompost ist ein organischer Dünger, der eine ganze Weile braucht, bis die Bodenbakterien ihn aufgeschlossen haben und die Nährstoffe dann durch die Pflanzenwurzeln aufgenommen werden können. Wir reden da nicht von Tagen, sondern Wochen.
Deshalb gibt man den Kompost zum Kulturbeginn in die Endtöpfe, damit er dann zur Verfügung steht, wenn die Pflanzen im Endtopf richtig eingewachsen sind und loslegen wollen mit wuchern und fruchten.

Einen rein mineralischen Dünger (= sofort pflanzenverfügbar) gibt man wöchentlich, dabei ist es egal ob Flüssigdünger oder Körnchen, die eingeschwemmt werden.

Man kann die Flüssigkeit, die sich unten in einem Komposthaufen sammelt ggf. als "Flüssigdünger", entsprechend verdünnt verwenden oder auch Pflanzenjauchen. Dann sollte man aber zuvor wissen, welche Nährstoffe gerade fehlen, damit man die richtige Jauche wählt.



"Pipi" bringt nur N (Stickstoff). Jetzt brauchen die Pflanzen aber auch viel K  (und Mg, Ca und ggf. sogar S).
Wie Mechthild schreibt ... "es reicht alleine nicht."



Die gelben Blätter unten : Stickstoffmangel
Die fleckigen Blätter oben: lila Flecke = Magnesiummangel, helle Flecke Blattunterseite = Thripsfraßspuren.

Schau mal nach einzeln rumhuschenden Thripse (in schwarzbraun oder grün) an der Pflanze (Stiel, Blüte, Blattunterseite). Übersieht man schnell, da sie sich rasant vom Acker machen und einzeln rumhuschen. Nicht so gemächlich in großen Gruppen rumhängen wie Blattläuse.
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#6
Oh nein.... :head:
Naja, dann muss ich schnell mit dem Körner Dünger nachhelfen.
Den Kompost habe ich von der örtlichen Kompostieranlage gekauft. Daher habe ich platztechnisch keine Möglichkeiten einen Komposthaufen anzulegen und die Flüssigkeiten davon zu nutzen.
Die Thripse werd ich morgen suchen. Ich sehe allerdings alle 2-3 Tage, ob sich irgendwelche Tiere an den Tomaten zu schaffen machen, bisher sind mir nur die wenigen Blattläuse aufgefallen. Ein paar weisliche Flecken kommen allerdings von der Asche des Holzkohlegrills.

Danke euch zweien für eure immer hilfsbereite Art und guten Erklärungen! :thumbup:

Liebe Grüße Give_rose
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#7
Mach mal gescheites Foto von den gelben Blättern mit den braunen Flecken. Bitte auch die Rückseite scharf abbilden.
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#8
Mit der Kamera sind die Bilder jetzt besser geworden smile


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#9
Die silbrigen Flecke da unten sind definitiv Thripse.
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#10
Diese Thripse sind so schwer zu finden ... sad 
Bisher habe ich nur einige wenige gefunden. Kann man anhand der Menge der befallenen Blätter ungefähr auf die Größe der Population schließen?

Zusätzlich habe ich noch einen Knoblauchsud angesetzt, mit der ich morgen die Pflanzen gieße. Das wirkt zwar erst in ein paar Tagen, aber in der Zwischenzeit versuche ich sie händisch zu entfernen.
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