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Kleine Tomaten als Ganzes konservieren
#1
Werde heute / morgen eine größere Menge "Gelbe Johannisbeeren" ernten (und zusätzlich auch viele andere kleine Cherry-/Kirsch-Tomaten) und möchte sie nicht zu "Brei" verarbeiten (siehe "Schnelle Tomaten-Konservierung", auch eigenen Beitrag dort).

Mit Einlegen in Öl habe ich schlechte Erfahrungen gemacht, (süß-) sauer Einlegen schmeckt uns nicht.

Habe gegoogelt und in etwa Folgendes gefunden: Früchte in Twist-off-Gläser schichten, ohne Flüssigkeit im Backofen "sterilisieren", gleichzeitig Salzlösung aufkochen und dann in die Gläser gießen, zuschrauben. Angaben zu Grad, Zeit und Salzlösung variieren.

Hat hier jemand eigene Erfahrungen mit dieser Methode, idealerweise mit bewährten Zeit-/Temperatur-/Mengen-Angaben? Funktioniert das?

LG, Marco
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#2
Was gut funktioniert: Einige Tomaten mit etwas Salz pürieren, ein Einmachglas dicht mit ganzen Tomaten füllen, die Zwischenräume mit dem Pürree ausgießen und dann ganz normal einkochen. Zeit hängt von der Glasgröße ab, ich mach immer lieber ein bisschen länger.
Beste Grüße,
JPM
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#3
(31.08.11, 15:30)paradeisergarten schrieb: .... möchte sie nicht zu "Brei" verarbeiten.....


Ich auch nicht, denn meine Lieblings-Pizza "Margaritha" will ich im Winterhalbjahr mit stückigen Tomaten belegen.

Deshalb verordne ich mir Mühsal:
Tomaten häuten, Innenleben (Kerne pp) entfernen, Fruchtfleisch in passende Stücke schneiden; OHNE jeden Zusatz in Gläser (Twist-Off, Weck pp.) füllen und 10 Minuten einkochen.

Es bildet sich zwar etwas Flüssigkeit im Glas aber die Tomatenstücke bleiben "stückig".

Bei sauberer Arbeitsweise halten sich diese Tomaten locker 1 Jahr lang - ohne wesentlichen Aromaverlust.


"Johannisbeeren" würde ich wohl ungeschält einwecken.
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#4
das Rezept eines französischen Feinschmeckers:

Dans des pots de 1/2 l 1 cac de sel + 1 cas de jus de citron et recouvrir d'eau puis stérilisation pendant 1 h . Je les utilise sur les pizzas

Übersetzung:

Die Tomaten in 1/2 l Gläser füllen mit 1 Kaffeelöffel Salz und 1 Esslöffel Zitronensaft, mit Wasser bedecken, 1 Std. sterilisieren.
Er benutzt diese für Pizza.
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#5
Danke für die Hinweise.

Habe heute vormittag mal als "Pilotversuch" rund 1.2 kg Cherry-Tomaten ("schwarz", gelb und rot gemischt) eingekocht: Halbiert, in 350 ml Gläser geschichtet (immer wieder auf mit Geschirrtuch belegter Arbeitsplatte gestossen, um zu verdichten), das fehlende (Flüssigkeits-) Volumen mit siedender 3%-iger Salzlösung aufgefüllt bis ca. 1 cm unter dem Rand (entspricht am ehesten Aubergines zitierten Rezept - ohne Zitrone). Danach 45 Minuten im Heißluftofen bei 120 Grad, mit nicht ganz fest zugeschraubten Twist-off-Deckel. Dann versucht, den Deckel fest zuzuschrauben - dabei ist bei 3 von 4 Gläsern ziemlich viel siedende Flüssigkeit unter dem Deckel herausgespritzt (befürchte nun Verschmutzung des Glasrandes und damit verringerte Haltbarkeit), und auf dem Deckel stehend auskühlen lassen. Eines der 3 "spritzenden" Gläser ist undicht, liegt wohl am Deckel. "Schön anzusehen" ist das Ganze nicht, die Früchte (bzw. deren Reste) schwimmen oben auf, unten hat sich die Flüssigkeit gesammelt - aber wenn's hält egal.

Werde weiter experimentieren: Mit den dzt. rund 5 kg Cherrys nach JPM's Rezept (statt Salzwasser gesalzenes Tomatenpüree gefällt mir und könnte das "Aufschwimmen" verhindern), mit den rund 3/4 kg Johannisbeeren nach Pyromanix's Vorschlag - bin gespannt, was da passiert (wie sehr zerfallen sie?).

Habe heute auch noch einige Portionen fertiges Sugo mit Hackfleisch (1:1.5 mit Tomaten und anderen Zutaten, u.a. viel Chili) gekocht, kochend in sterilisierte Gläser abgefüllt und zusätzlich noch 30 Minuten bei 150 Grad im Heissluftofen zur Sicherheit weiter konserviert. Das hält erfahrungsgemäß gut 6 Monate.

smile Marco
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#6
ausgesehen hat es bei den Franzosen so:

http://imageshack.us/photo/my-images/21/...63910.jpg/
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#7
Kurz: Der Tipp zu den Johannisbeer-Tomaten hat gut geklappt, ein paar sind gesprungen und damit eine "Saft-Schicht" unten, aber der Großteil ist unversehrt im Glas. Auch die Variante mit gesalzenem Tomatenpüree als Füllmasse (für spätere Verwendung als Pizzabelag mit Stücken) funktioniert gut. Danke für die Tipps! Marco smile
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