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Hexengebräu vs. Magermilch
#1
Hoi zäme,

Dass das Hexengebräu wirkt habe ich nun mehrfach gelesen. Was ist aber mit der Magermilchmischung? Funktioniert das genau so gut, was sind eure Erfahrungen?
Hat die Magermlichmischung eher einen präventiven Charakter oder kann man sie auch noch gut bei Befall spritzen?

liebe Grüsse
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#2
Magermilch hilft doch nur gegen Mehltau? Bei mir kriegen das höchstens die Rosen... :noidea: 

Liebe Grüße, Mechthild
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#3
hmm ich habe gestern von einem älteren Herr im Schrebergarten so ein factsheet über Tomaten bekommen und da stand das darin.. aber gut möglich das das humbug ist, es wir ja bekanntlich noch viel geschrieben. Weis da sonst noch jemand bescheid?

grüsse

ps: bezüglich des Hexengebräu; im factsheet stand das man es vorbeugend spritzen soll. Kann das jemand so bestätigen oder spritzt man das erst wenn die Braunfäule ausbricht?
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#4
Ich spritze, wenn ich die Tomatenminiermotte fliegen sehe. Dann dauert es erfahrungsgemäß noch eine Woche bis zur Fäule.
Wenn im Herbst der Kartoffelacker der Agrargenossenschaft beerntet wird, hilft auch kein Hexengebräu mehr... :noidea: 

Liebe Grüße, mechthild
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#5
aha also kann man es präventiv geben. Danke dir. smile
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#6
Hallo Tap,
ich habe es mir lange überlegt Dir zu antworten. Wir haben hier im Forum zwei Fronten: die Nützlings Front und die Hexengebräu Front. Ich gehöre zu der Hexengebräu Front.
Vorab: es soll und kann jeder so handhaben wie er es will. Ich stehe zum Hexengebräu.
Ich verwende das Hexengebräu präventiv, d. h. ich sprühe alle meine Tomaten bevor ich sie pflanze. Das mache ich bereits im Haus, da geht garantiert KEIN Nützling kaputt!
Durch das enthaltene Rapsöl bekommen die Blätter und der Stamm eine Schutzschicht. Durch diese dringt in die Pflanze fast nichts mehr von außen ein. (Bitte von unten auch spritzen) Es ist im Rapsöl Lecithin enthalten, das wirkt wie eine Kittsubstanz, wenn an der Pflanze schon ein Schaden entstanden ist, heilt das. Wenn ich ausgeize habe ich in einer Hand eine Flasche Hexengebräu und die offene Stelle wird sofort gesprüht.
Im Moment versuche ich eine Tauschpartnerin aus den USA (auch von der Nützlingsfront) zu überzeugen - sie hat massive Probleme mit der Rostmilbe. An den ausgewachsenen Pflanzen funktionieren die Nützlinge, aber nicht an den Keimlingen.
Wenn meine Tomaten gepflanzt sind, sprühe ich nur noch alle 14 Tage und dann nur den frisch nachgewachsenen Teil.
Entscheide Dich richtig.
LG asmx
Die Tomate ist eine Frucht, die wohl unmittelbar aus dem Paradiese zu uns gekommen sein muß, und wenn sie nicht die hesperidischen Äpfel bedeutet, gewiß der Apfel gewesen ist, den Paris der Venus bot, sehr wahrscheinlich auch der, welchen die Schlange zur Verlockung der Eva anwendete.
Eugen van Vaerst
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#7
Schade, das es hier Fronten zu geben scheint... Ich wusste gar nicht das Krieg ist :no: 

Ich äußere mich auch auf den Verdacht hin mich in die Nesseln zu setzen.
Erst mal mein Outing: Ich bin von der sogenannten Nützlingsfront

Ich bin aber deshalb nicht per se gegen Hexengebräu - ich bin gegen das vorsorgliche Ausbringen und vor allem gegen ein Ausbringen ohne den Feind zu kennen.
Aber um klarzustellen - Jeder kann und soll es machen wie er es mag - ich werte das nicht, ich handle nur anders - weil es für mich der Weg ist.

Ich habe auch lange Zeit Hexengebräu genutzt, finde es aber eine richtige Sauerei im Garten und am Gewächshaus - alles klebt und wird dreckig durch das Öl... Die Blätter glänzen zwar auch ganz schön, aber nur bis es staubig wird. Die Scheiben von GWH werden Trüb - ok gleichzeitig ein Sonnenschutz - aber so möchte ich das nicht.

Mit den Nützlingen hat es übrigens nur soweit etwas zu tun, das ich Ihren Einsatz als sehr Hilfreich kennengelernt habe und sie weiter nutzen möchte - z.B. gegen der Weichhautmilbe an Chili und Paprika. Ich untersuche die Pflanzen regelmäßig mit einem USB-Mikroskop und entdecke viele Lebewesen - nur ein geringer Teil will wirklich wwas Böses.

Was vom Rapsöl wirklich abstirbt ist noch gar nicht umfassend untersucht - es gibt da aber auch positive Berichte - einige Arten überleben - aber ich möchte ein ausgegelichenes Ökosystem wo die Natur es selber regelt.
http://oekologischerlandbau.julius-kuehn...eporeid=41

Vorsorglicher Einsatz zur Stärkung - nein, ich möchte meine Pflanzen auch lieber mit optimalen Bedingungen stärken - ausreichende Topfgrößen, guter Dünger und bestmöglicher Standort und auch vernünfige Selektion... Zusätzlich Pflanzbrühen aus Ackerschachtelhalm und Brennessel...

Übrigens auch Milch habe ich im Garten schon eingesetzt - mein Ergebnis war ekliger weißer Belag auf der Erde und irgendwie ein Käsiger Geruch... Mach ich so nicht mehr (hab dabei aber sicher auch nicht alles richtig gemacht)
 
Teste verschiedene Wege und suche Dir DEINEN WEG heraus - denn es gibt nicht DEN RICHTIGEN WEG!
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#8
Ich habe mal eine interessante Sache gelesen, weiß leider nicht mehr in welchem Buch - dennoch versuch ich es wiederzugeben:

Zwei Menschen stehen sich gegenüber, die eine Person hält einen Kaffeebecher in der Hand. Für sie war der Henkel des Bechers auf der rechten Seite... Die andere Person sah den Henkel auf der linken Seite...

Wer hat recht? Beide haben recht, es kommt auf den eigenen Standpunkt und die Sichtweise an....
Beide liegen absolut richtig. Es gibt keine falsch...

------------------

Ich wäre dafür einen Krieg zu beenden - wenn es denn einen gibt. Man kann doch wirklich auf tausenden Wegen nach Rom kommen einzig das Ankommen zählt doch.

Ich fände es echt schade, wenn andere Herangehensweisen hier als Undankbarkeit gelten würden, denn Undankbar bin ich ganz sicher nicht. Ich weiß wem ich einen Großteil der Tomatenvielfalt hier verdanke....
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#9
Hallo Tap,

ich möchte noch mal nachfragen...: Dir geht es um die Braunfäule und nicht um sonstige Krankheiten?.....da gibt es ja so einige verschiedene Sachen/Krankheiten, die uns, bzw. unseren Tomaten Probleme bereiten können..., Pilze...Viren...Bakterien...Schädlinge.....Misch-Geschichten...

Nützlingseinsatz, Milchspritzungen haben genau wie auch das Hexengebräu nach meiner Meinung ihre "Daseinsberechtigung", es kommt halt drauf an, was das Problem ist und wie man gärtnern möchte. Blattläuse? Pilze? Viren? Bakterien? andere Schädlinge?
Ich muss für mich und für meinen Garten entscheiden, was ich dann später essen möchte und was ggf. nicht....


Meine bisherige Erfahrung, bitte nur bezogen auf meinen Garten und meine Anbaubedingungen, meinen persönlichen Ansprüchen... verstehen, ist, daß es kein Mittel gibt, welches vorsorglich angewendet, gegen alle nur möglichen Probleme hilft.
"Vorsorglich" gegen z.B. Braunfäule gibt es auch durchaus wirksame Chemiekeulen, die in "sinnvoller " Abwechslung der Wirkstoffe gespritzt, durchaus helfen können, eine BF-freie Saison hinzubekommen, aber....will ich die Früchte der so behandelten Tomatenpflanzen auch essen, meinen Kindern/Enkeln geben?


Ich überlege immer, welche Tomate wo hin? Welche kommt mit Freiland klar, welche braucht Südseite/Folienzelt? Frühe, Mittlere, Späte, diese sinnvoll gruppieren,bzgl. BF die vorwiegende Windrichtung zu beachten, es gibt so viele Aspekte.


Katekits Beiträge gefallen mir!
Jede/r muss seine/ihre Anbaumethode und jeweiligen Ansprüche für sich definieren und entsprechend handeln/anbauen.

V.G.
Carmen
( keine "Frontenfrau", wenig kriegerisch, nur Tomatenfan :heart: )
DNFTT
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