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Gelbe und eingerollte Blätter
#1
Hallo Liebes Forum!

Ich habe mir dieses Jahr auf meinem Balkon 8 Tomatenpflanzen aus Samen gezogen und habe auch schon die ersten Blüten zu sehen bekommen. Leider sehen ein paar der Pflanzen nicht so gesund aus, und ich wollte mal im Forum nachfragen, ob mir vielleicht jemand bei der Analyse helfen kann.
Ich habe erst dieses Jahr "richtig" Tomaten angebaut, bin somit quasi noch ein Anfänger.

[Bild: uc?export=download&id=0BwL14lMNAdsoX0JsNGtNYlZsZW8]
Die Blätter wurden am Rand gelb/braun und die betroffenen Stellen sind anscheinend dann auch abgefallen.

Hier sieht es ähnlich aus:
[Bild: uc?export=download&id=0BwL14lMNAdsoQmtkZlRURHBYdlE]


Die unteren Blätter sind gelb verfärbt und sehr schwach (wenn ich etwas stärker zupacke, dann fallen sie ab)
[Bild: uc?export=download&id=0BwL14lMNAdsoQ3l4cjlqRTVDQVU]

Hier noch mal an einer anderen Pflanze zu sehen:
[Bild: uc?export=download&id=0BwL14lMNAdsoV25BUEhoX3g0WUE]

Als letztes sind mir noch schwarze Flecken auf den Blättern aufgefallen. Ich habe aber gelesen, dass die Flecken auch von einem früheren Blattlaus befall kommen können?
[Bild: uc?export=download&id=0BwL14lMNAdsoUW1xalNBRGlkLW8]
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#2
Irgendwas hat mit deinen Bildern nicht geklappt. Ich kann sie jedenfalls nicht sehen.
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#3
@ spinix
Die sehen nach google+ bzw. google-photo links aus. Sobald Du dort ausloggst, sind die inaktiv.
Schau mal, wenn Du eingeloggt bist, unter https://get.google.com/albumarchive nach. Dort solltest Du permanente links finden können.
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#4
Ohh. Ich habe die Bilder aktualisiert, kann man sie jetzt sehen?

Ansonsten hier einfach der Link zum Ordner mit den Bildern: https://drive.google.com/open?id=0BwL14l...TQ1OVFQdWc
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#5
(16.06.17, 20:47)spinix schrieb: Ohh. Ich habe die Bilder aktualisiert, kann man sie jetzt sehen?

Ansonsten hier einfach der Link zum Ordner mit den Bildern: https://drive.google.com/open?id=0BwL14l...TQ1OVFQdWc

Hallo,
ich sehe die Bilder...

ich denke , da fehlen die Nährstoffen...  

wenn bei alten Blätter kommt:

Gelbverfärbung, ganzes Blatt: Stickstoffmangel
Gelbverfärbung, am Blattrand: Kaliummangel
Gelbverfärbung, zwischen den Blattadern: Magnesiummangel
Rotverfärbungen: Phosphormangel 

Hast du die Tomatendünger? am besten mit Kalium und Guano...
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#6
Hallo, spinix!
Zumindest für den Moment sind sie sichtbar. wink

Deine Tomate sieht schon recht stattlich aus für so einen kleinen Topf. Darin könnte aber auch das Problem liegen.
Tomaten sind Starkzehrer, brauchen viele Nährstoffe und viel Wasser. In kleinen Töpfen sind die natürlich schnell aufgebraucht.

Da ihr Wurzelballen durch die geringe Topfgröße eingeschränkt ist, kam sie womöglich an den warmen, zehrenden Tagen der letzten Wochen nicht mit der Versorgung hinterher und die Blattspitzen sowie die untersten, ältesten Blätter begannen zu welken.
Auch wenn die Temperaturen nun vielleicht moderat bleiben sollten, haben deine Tomaten durch die Größenverhältnisse zwischen Pflanze und Topf wohl ein generelles Versorgungsproblem.
Um nicht jeden Tag gießen und alle paar Tage düngen zu müssen, würde ich wenigstens 10 Liter Eimer verwenden. Dann haben die Tomaten mehr Spielraum und Du auch. wink
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#7
*Meinem nasigen Vorredner zustimm*

Größerer Topf und vor allem mehr - richtig zusammengesetzte - Nährstoffe.

Die ersten beiden Bilder mit den braunen Blatträndern: Sonnenbrand/Hitzeschaden.
Vielleicht waren die Blätter an den Stellen feucht als die Sonne knallte oder irgendwo an einer besonders heißen Stelle (Mauer, Metall) angelehnt.

Die gelben unteren Blätter mit den roten Adern: Stickstoffmangel, sehr deutlicher Stickstoffmangel.

Jetzt aber nicht einfach nur große Menge Stickstoff düngen, denn zu viel Stickstoff gibt nur Blätter bei den Tomaten und Du bekommst kaum Früchte.

Suche Dir einen Dünger, der N - P - K enthält,
wobei
P = niedrigste Zahl
N = mittlere Zahl
K = höchste Zahl
sein sollte.

(also z. B. NPK   8-4-12)

Optimalerweise sollte der Dünger auch noch Mg und Ca enthalten.

Wenn Du nur wenige Pflanzen hast, kannst Du einen Flüssigdünger nehmen. Bei vielen Pflanzen ist das einfach zu teuer.

Du kannst auch mit
Nährsalzen, die in Wasser gelöst werden (Kristalon, Hakaphos spezial ...) oder
organisch-mineralischen Mischdüngern (Gemüsedünger, Tomatendünger) oder
pillierten "Langzeitdüngern" (Blaukorn, Oscorna...) oder
Kompost + Pflanzenjauche

Viele Wege führen zum Ziel. Wichtig ist nicht die Art des Düngers, sondern das richtige Nährstoffverhältnis, wie oben beschrieben.
Je nach Dünger musst Du unterschiedlich häufig nachdüngen. Ist im Topf nicht anders zu machen. Wie Naseweis schon schrieb, sind Tomaten Starkzehrer. Wenn man Früchte ernten will, muss man ordentlich düngen.

Dein letztes Foto sieht nicht nach Blattläusen aus, sondern nach Thripssaugstellen. Schau mal ob Du irgendwo an der Pflanze (unter den Blättern, an den Stielen, in der Blüte) Thripse findest. Die treten oft einzeln auf, sind auch sehr schnell  und werden deshalb gerne übersehen. Sobald da was ca. 2 mm Langes Schlankes in grün oder schwarz sehr schnell rennt: Daumen drauf und matschen. wink

Nur vorher sicherheitshalber kurz überlegen: nicht dass es eine Marienkäferlarve (schwarz, aber nicht sehr schnell), Florfliegenlarve (bräunlich, aber auch nicht sehr schnell)  oder eine Florfliege (grün, aber größer) ist. Das sind Nützlinge, die unbedingt geschont werden sollten.   wink
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#8
Ich habe möglicherweise das gleiche Problem wie spinix. Meine selbst aus Samen gezogenen Pflanzen (zwei Sorten) werden mit der Zeit gelb und braun, die Blattadern sind teilweise noch grün. Die Strauchtomaten wachsen in etwa 10-Liter-Kübeln weitgehend vor Regen geschützt auf dem Balkon. Ab Mittag haben die Pflanzen volle Sonneneinstrahlung.
Ich dünge die Pflanzen nicht anders wie die in meinem Minigarten, die in üppigem Grün erscheinen.
Überzählige Pflanzen gebe ich an einen Nachbarn ab, der diese in den Garten gepflanzt hat, ebenfalls alle grün.
Die Pflanzen haben viele Früchte und obwohl kein grünes Blatt mehr vorhanden ist, werden die Tomaten trotzdem noch reif.

Mir ist bekannt, dass Tomaten Starkzehrer sind, ich dünge diese deshalb mit NPK-Dünger 9–5–13 (+2 MgO) und habe heuer zusätzlich Kali 0-0-30 (+10 MgO + 17SO3) verwendet.
Das mit „viel und ausreichend“ düngen ist aber alles recht subjektiv.

Das ich das Problem jetzt das dritte Jahr in Folge habe, meine Bitte um Rat an das Forum:
Wieviel Dünger genau muss ich verwenden? Ich bitte um eine Angabe in g pro Periode und Pflanze.
Vielen Dank.
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#9
Dass im Garten ausgepflanzte Tomaten nicht so leicht Mangelerscheinungen bekommen, ist doch klar. Sie haben jede Menge Boden unter den Wurzeln, wo sie sich selbst zusätzlich zu deinen Düngergaben versorgen können.

Die Pflanzen im Topf sind halt auf regelmäßige Düngergaben angewiesen. 10 Liter ist halt furchtbar winzig für eine Tomate.
Damit will ich nicht sagen, dass Du größere Töpfe nehmen sollst, sondern dass Du viiiiel mehr düngen musst als bei Freilandtomaten.

Eine genaue Grammzahl pro Saision wird Dir niemand nennen können.
Zum einen hängt es davon ab, was das für ein Dünger ist (organisch, mineralisch, flüssig, fest, pilliert ...)
Dann von dem jeweiligen Wetter in der Saison. Temperaturen haben ein großen Einfluss darauf wie schnell oder langsam ein Dünger pflanzenverfügbar ist.
Außerdem haben unterschiedliche Tomatensorten ein unterschiedliches Wuchsverhalten (Balkontomaten, Buschtomaten, Stabtomaten ...), das auch unterschiedliche Nährstoffmengen bedingt.

Da gibt es keine Patentregel. Pflanzen sind keine Maschinen, die nach Vorschrift funktionieren.
Da hilft nur hinschauen!


Du musst spätestens dann nachdüngen, sobald die allerersten Mangelerscheinungen zu sehen sind.
Also wenn Blätter nur noch hellgrün, statt sattgrün sind.
Wenn Blattränder beginnen braun werden oder erste helle Blattflecken entstehen.
Alles Kennzeichen von Mangel, je nachdem welcher Nährstoff fehlt.

Keinesfalls warten bis Blätter ganz gelb oder gar braun sind.

Blätter mit nur noch grünen Blattadern, klingen nach Eisen-Mangel.

Keine Ahnung was für Dünger Du da verwendest, aber insgesamt kommt mir die Kali-Dosis (13 + 30) viel zu hoch vor. Man kann es auch übertreiben und zu viel von einem Nährstoff führt zur Festlegung (also Nichtverwendbarkeit) anderer Nährstoffe.

D. h. nicht, dass Du insgesamt zu viel düngst. Es kann durchaus sein, dass Du insgesamt viel mehr Dünger verwenden müsstest, aber halt im richtigen Verhältnis der Nährstoffe untereinander.

So als Tendenz: Einen Langzeitdünger mit ausgewogenem NPK + Mg würde ich zu Beginn in die Töpfe geben und dann alle 4 Wochen nachlegen, auch wenn auf der Packung nur was von 1 x je Saison steht. Die gehen von Gartenboden aus, nicht von Töpfen.

Zusätzlich lohnt es sich einen Flüssigdünger zur Hand zu haben, der die ganzen Spurenelemente enthält. Damit kann man dann schnell gegensteuern, wenn Mangelerscheinungen auftreten und die Zeit überbrücken bis der (gleichzeitig nachgelegte) Langzeitdünger dann wieder verfügbar ist. .
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#10
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Wie bereits erwähnt, verwende ich NPK-Dünger 9-5-13, das Patentkali habe ich heuer das erste Mal bereits unter die frische Erde gemischt, da ich an anderer Stelle schon über Kalimangel gelesen hatte. Insgesamt schließe ich eine Überdüngung aber aus.
Die Zugabe von Eisen hat im vergangenen Jahr nichts genutzt.

Das mit dem Düngen ist eben so eine Sache. Wenn ich den Düngerverbrauch für meinen 100m²-Garten pro Jahr ansehe, kommt mir das alles recht viel vor (an anderer Stelle hier im Forum habe ich schon von Überdüngung in Hobbygärten gelesen). Wenn ich aber den Düngereinsatz bei den Bauern vor Ort sehe (ich wohne direkt in einem Gemüseanbaugebiet), dann ist mein Düngerverbrauch doch eher bescheiden.

Für dieses Jahr ist eh nichts mehr zu retten, nachdem in Kürze die letzten grünen Tomaten reif geworden sind, ist mit einer neuen Fruchtbildung nicht zu rechnen. Aber ich habe ja noch wenige Pflanzen im Garten.

Ich werde in Zukunft wohl mehr Dünger verwenden müssen, plus Langzeitdünger, plus Spurenelemente, sicherheitshalber Eisen.
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