Themabewertung:
  • 1 Bewertung(en) - 5 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Falle für Marienkäferlarven/Fundorte
#1
Bug 
Servus Forum!

Ich habe letzlich schon einen Thread erstellt, weil ich Probleme hatte mit geflügelten Blattläusen und nach nicht-chemischen Methoden gesucht habe um diese zu beseitigen. [-> http://goo.gl/RIivGr]

Mein momentaner Stand ist eine große Reduzierung der Kultur um etwa 90% der Blattläuse durch Abspülen der Pflanzen mit einem harten Wasserstrahl
> Nachteil: Blatttriebe/Stängel können abknicken :thumbdown:
> Nachteil: Auch beim Säubern am Abend um 19 Uhr können nachher noch "Sonnenbrände" auftreten
> Nachteil: Man muss in den Folgetagen noch ein paar Exemplare absammeln

> Vorteil: Gründliche Reinigung auch der Blattunterseiten ohne Rückgriff auf Chemie :clapping:

Nun wollte ich mich aber mit einfacheren Lösungen beschäftigen und euch fragen, welches Fachwissen ihr über die natürlichen Fressfeinde der Läuse besitzt: Die Marienkäferlarven.

> Kann man "Fallen" bauen, an denen die Marienkäfer bevorzugt die Eier ablegen? Gibt es Pflanzen/Orte an denen man leichter/generell Marienkäferlarven finden und sammeln kann?
(-> Bilder?)

> Kann man Marienkäferlarven auch einsetzen, wenn die Blättläuse als Honigtau-Herden von Ameisen genutzt und beschützt werden?

> Sind Marienkäferlarven imstande auch die geflügelten Varianten der Blattläuse effizient zu bejagen? :huh:
Zitieren
#2
Wenn man konsequent (mindestens einige Monate lang) keine Chemie versprüht hat (auch nicht die "Bio"-Mittelchen à la Rapsöl-Gemische), kommen die Marienkäfer von alleine, denn sie werden durch Signalstoffe angelockt, die die befallenen Pflanzen aussenden. Sie legen ihre Eier dann mitten in die Befallszonen.

Es gibt keine generelle Regel wo Marienkäfer sind. Sie sind immer dort, wo es gerade Futter für die Larven gibt, also viele Blattläuse.

Wenn Ameisen da sind, funktioniert es nicht. Zuerst müssen die Ameisen weg, dann kann man Nützlinge einsetzen. Die Ameisen greifen sonst die Nützlingslarven an.

Zitieren
#3
Werden diese Signalstoffe von allen Tomatenarten abgesondert?
Zitieren
#4
(28.06.15, 19:47)Ben schrieb: Servus Forum!

Ich habe letzlich schon einen Thread erstellt, weil ich Probleme hatte mit geflügelten Blattläusen und nach nicht-chemischen Methoden gesucht habe um diese zu beseitigen. [-> http://goo.gl/RIivGr]

Mein momentaner Stand ist eine große Reduzierung der Kultur um etwa 90% der Blattläuse durch Abspülen der Pflanzen mit einem harten Wasserstrahl
> Nachteil: Blatttriebe/Stängel können abknicken :thumbdown:
> Nachteil: Auch beim Säubern am Abend um 19 Uhr können nachher noch "Sonnenbrände" auftreten
> Nachteil: Man muss in den Folgetagen noch ein paar Exemplare absammeln

> Vorteil: Gründliche Reinigung auch der Blattunterseiten ohne Rückgriff auf Chemie :clapping:

Nun wollte ich mich aber mit einfacheren Lösungen beschäftigen und euch fragen, welches Fachwissen ihr über die natürlichen Fressfeinde der Läuse besitzt: Die Marienkäferlarven.

> Kann man "Fallen" bauen, an denen die Marienkäfer bevorzugt die Eier ablegen? Gibt es Pflanzen/Orte an denen man leichter/generell Marienkäferlarven finden und sammeln kann?
(-> Bilder?)

Fallen? Für Marienkäfer, sorry was soll das sein :blush:
Du kannst aber als Unterschlupf oder Behausung für Marienkäfer, Tannenzapfen an einem Bändchen, in die Pflanzen und Bäüme hängen. Wenn du Glück hast ziehen dort Marienkäfer ein.
Oder auch Nützlinge-Hotels basteln (oder Kaufen) und in deinem Garten oder Balkon aufstellen.

> Kann man Marienkäferlarven auch einsetzen, wenn die Blättläuse als Honigtau-Herden von Ameisen genutzt und beschützt werden?

> Sind Marienkäferlarven imstande auch die geflügelten Varianten der Blattläuse effizient zu bejagen? :huh:

Tomatige Grüße
Jeannettsche
Zitieren
#5
Hallo,

bei den Marienkäfern fressen nicht nur die Larven die Läuse, sondern auch die ausgewachsenen, flugfähigen Käfer lieben Blattläuse. Bei Florfliegen sind es (meine ich) nur die Larven.
Wenn also der Jäger, wie auch das potentielle Opfer fliegen können, erwischen die Marienkäfer bestimmt auch die geflügelten Blattläuse.

V.G.
Carmen
DNFTT
Zitieren
#6
Ich benutze die sogar im Frühjahr für meine Indooranzucht

http://www.tomaten-forum.com/attachment.php?aid=21340
LG Kerstin
Zitieren
#7
(28.06.15, 22:35)Mayapersicum schrieb: Wenn man konsequent (mindestens einige Monate lang) keine Chemie versprüht hat (auch nicht die "Bio"-Mittelchen à la Rapsöl-Gemische), kommen die Marienkäfer von alleine, denn sie werden durch Signalstoffe angelockt, die die befallenen Pflanzen aussenden. Sie legen ihre Eier dann mitten in die Befallszonen.

Es gibt keine generelle Regel wo Marienkäfer sind. Sie sind immer dort, wo es gerade Futter für die Larven gibt, also viele Blattläuse.

Wenn Ameisen da sind, funktioniert es nicht. Zuerst müssen die Ameisen weg, dann kann man Nützlinge einsetzen. Die Ameisen greifen sonst die Nützlingslarven an.

(29.06.15, 12:35)Jeannettsche schrieb:
(28.06.15, 19:47)Ben schrieb: Servus Forum!

Ich habe letzlich schon einen Thread erstellt, weil ich Probleme hatte mit geflügelten Blattläusen und nach nicht-chemischen Methoden gesucht habe um diese zu beseitigen. [-> http://goo.gl/RIivGr]

Mein momentaner Stand ist eine große Reduzierung der Kultur um etwa 90% der Blattläuse durch Abspülen der Pflanzen mit einem harten Wasserstrahl
> Nachteil: Blatttriebe/Stängel können abknicken :thumbdown:
> Nachteil: Auch beim Säubern am Abend um 19 Uhr können nachher noch "Sonnenbrände" auftreten
> Nachteil: Man muss in den Folgetagen noch ein paar Exemplare absammeln

> Vorteil: Gründliche Reinigung auch der Blattunterseiten ohne Rückgriff auf Chemie :clapping:

Nun wollte ich mich aber mit einfacheren Lösungen beschäftigen und euch fragen, welches Fachwissen ihr über die natürlichen Fressfeinde der Läuse besitzt: Die Marienkäferlarven.

> Kann man "Fallen" bauen, an denen die Marienkäfer bevorzugt die Eier ablegen? Gibt es Pflanzen/Orte an denen man leichter/generell Marienkäferlarven finden und sammeln kann?
(-> Bilder?)

Fallen? Für Marienkäfer, sorry was soll das sein :blush:
Du kannst aber als Unterschlupf oder Behausung für Marienkäfer, Tannenzapfen an einem Bändchen, in die Pflanzen und Bäüme hängen. Wenn du Glück hast ziehen dort Marienkäfer ein.
Oder auch Nützlinge-Hotels basteln (oder Kaufen) und in deinem Garten oder Balkon aufstellen.

> Kann man Marienkäferlarven auch einsetzen, wenn die Blättläuse als Honigtau-Herden von Ameisen genutzt und beschützt werden?

> Sind Marienkäferlarven imstande auch die geflügelten Varianten der Blattläuse effizient zu bejagen? :huh:

Hast du die Antwort hier nicht etwas falsch im Zitat platziert?
Zitieren
#8
(30.06.15, 16:09)Kerstin schrieb: Ich benutze die sogar im Frühjahr für meine Indooranzucht

http://www.tomaten-forum.com/attachment.php?aid=21340

Interessant biggrin Sammelst du sie, oder bestellst du sie?

Zitieren
#9
(29.06.15, 19:02)es Perlsche schrieb: Hallo,

bei den Marienkäfern fressen nicht nur die Larven die Läuse, sondern auch die ausgewachsenen, flugfähigen Käfer lieben Blattläuse. Bei Florfliegen sind es (meine ich) nur die Larven.
Wenn also der Jäger, wie auch das potentielle Opfer fliegen können, erwischen die Marienkäfer bestimmt auch die geflügelten Blattläuse.

V.G.
Carmen

Gute Überlegung und auch treffend argumentiert. Allerdings sind die Larven wohl beliebter, weil sie...

1. mehr Läuse fressen (bis zu 300 pro Tag) und

2. aufgrund fehlender Flügel nicht die Pflanze verlassen oder wechseln. Man kann also über einen bestimmten Zeitraum mit erhöhter Wahrscheinlichkeit mit einem reduzierten Schädlichsbefall rechnen.
Zitieren
#10
UPDATE:

Die Läuse sind wieder da und ich bin jeden Tag am Quetschen. Den Pflanzen geht es aber vergleichsweise gut.

Außerdem hat sich auf einer Pflanze eine Marienkäferlarve satt gefressen, die sich nun verpuppt. Sehr süß :]
Ergo: Weniger Arbeit für mich Dance2
Zitieren