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Erste Anzeichen - wie gehe ich nun vor?
#1
Photo 
Hallo,

ganz neu in Sachen Garten habe ich letztes Jahr mit Tomaten gleich mal eine Bruchlandung hingelegt.
Dieses Jahr sollte alles besser werden doch leider frustriert mich das aktuelle Bild erneut ein wenig.

Diese Krankheit hier zeigt sich an den ersten zwei Pflanzen:

   

   

Ich bin mir nicht ganz schlüssig ob es sich hier um angehende Braunfäule, angehende Blattfleckenkrankheit oder gar was Anderes handelt, aber gut sein kann das sicher nicht.

Standort ist ein durch Verwitterung nur 99% dichter Folientunnel in einer von 3 Reihen, Pflanzabstand ungefähr 60 cm. Auch wenn ich im eigenen Garten eigentlich nicht so sehr spritzen wollte ist der Frust so groß, dass ich momentan alles über die Planzen gießen würde, damit die Pilze keinen Ärger mehr machen.

Habe "Celaflor Gemüse-Pilzfrei Saprol" hier liegen, aber noch nicht angewendet.

Ein paar Fragen dazu:
Wird mir das Mittel vorraussichtlich helfen können?
Sollte unbedingt die ganze Kultur gespritzt werden oder tun es auch erstmal die betroffenen und die direkt angrenzenden Pflanzen?
Woran mache ich fest, welche Blätter bei den betroffenen Pflanzen unbedingt ab sollten und welche stehen bleiben können? Wenn ich nach der kleinsten Spur einer oberflächlichen Verfärbung gehe kann ich die Pflanzen auch gleich ganz rausreißen.

Vielen Dank schonmal
Chris
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#2
Hallo Chris,
wir brauchen große Bilder von die ganze Pflanze, aber ich denke Braunfäule ist das nicht. Chemie solltest Du lieber nicht anwenden. Wenn wirklich nötig ist, dann vielleicht die Hexengebräu von Anneliese. Erstemal brauchen wir gute Bilder. Dann wird schon jemand helfen.:thumbup:

Liebe Grüße
Peter
Gibt es hier jemanden, der keine Tomaten mag?
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#3
Hallo Chris,

erst mal
Herzlich Willkommen hier.

Ich sehe an den Blättern auf Deinen Fotos derzeit keine Braunfäule.
Ist Dein Tunnel gut belüftet?
Wie hast Du bisher gedüngt?
Sind die Blätter auf den Bildern junge oder ältere Blätter?
Es nutzt Dir ja nichts ein Pilzmittel zu geben, wenn es vielleicht ein Mangel an Nährstoff/en oder ein sonstiges Problem ist.

V.G.
Carmen



DNFTT
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#4
Fangen wir nochmal von vorne an.

Spritzen ohne Diagnose ist sinnlos.

Dein Spritzmittel ist bei Tomaten im Hausgarten nur für die Anwendung bei:

Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans),
Samtfleckenkrankheit (Fulvia fulva),
Echtem Mehltau (Leveillula taurica)

zugelassen. Nichts davon hat deine Pflanze. Ein Einsatz ist also sinnlos!

Mal ganz abgesehen davon, dass Du damit Schwebfliegen (wichtige Nützlinge) schädigst und die Gefahr der Wasserverunreinigung besteht. Das Mittelchen ist hochgradig giftig für Wasserorganismen aller Art, darf nicht ins Abwasser gelangen, es gibt Mindestabstände, die zu Oberflächengewässern (Seen, Flüssen, Teichen) einzuhalten sind etc. pp. An all das sollte man mal einen Gedanken verschwenden, bevor man wegen ein paar Flecken auf ein paar Blättern damit rumsprüht. Nur weil es in jedem Baumarkt zu haben ist, heißt dass nicht, dass es harmlos ist.


So, nach dem Vortrag zurück zu den paar Flecken. Schärfere Bilder und auch Ganzaufnahmen der Pflanze, wo man erkennen kann, ob es alte oder neue Blätter sind, die Flecken haben, wären wichtig.

Es kann gut sein, dass es eben keine Krankheit ist, sondern Thripse da saugen. Dafür spricht der silbrige Glanz der Flecken und die Tüpfelchen an der Blattunterseite, aber alles nicht genau genug zu erkennen ... bessere Bilder bitte.

Wenn es nur an zwei Pflanzen ist, würde ich die auf alle Fälle mal mit der Lupe absuchen (Blattunterseiten, Triebspitzen, Blattachseln besonders gründlich) ob Du nicht Thripse oder ihre Larven findest. Die treten nicht gleich in Scharen auf wie Blattläuse, sondern sind einzeln unterwegs. Deshalb muss man gründlich suchen. Dann sofort den Killerdaumen zum Einsatz bringen. Natürlich solltest Du auch die Nachbarpflanzen mal etwas genauer beäugen. Thripse sind schnell und können auch fliegen, sind von daher nicht an eine Pflanze gebunden und latschen mehr durch die Gegend als Blattläuse, die träge rumhängen und süffeln.
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#5
Sieht für mich sehr nach Kaliummangel aus, den meine Pflanzen dieses Jahr auch schon hatten :whistling: siehe auch hier ziemlich weit unten (wobei das bei jeder Pflanze ein wenig anders ausschauen kann): http://6e.plantphys.net/topic05.01.html
Die Pflanzen bei Kalimangel auch recht hellgrün, vllt ein weiteres Merkmal...

So sah das ganze bei mir aus. Nach Düngung verschwinden die Stellen nach und nach und die Pflanzen wurden deutlich satter im grün.


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#6
(09.07.15, 17:49)lenni schrieb: Sieht für mich sehr nach Kaliummangel aus,

Das halte ich für ein Gerücht. Kaliummangel beginnt immer am Blattrand, nicht mit Flecken, nicht in der Blattmitte. Ganz typisch bei Kaliummangel wäre auch eine vertrocknete Blattspitze. Nichts davon sehe ich bei den Blättern, die der Threadersteller gepostet hat. :rolleyes:
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#7
Sie haben Recht. Habe ich mit Magnesium verwechselt. An meinen Pflanzen hatte ich beides. Mit Patentkali erledigte sich das....

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