Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Blätter
#1
Liebe Tomatenfreunde,

einzelne meiner Blätter sehen nicht ganz normal aus. Bin mir unsicher... Krautfäule ist das nicht - oder? Pflanzen stehen extrem sonnig und super durchlüftet.

Grüße,

Achim


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
                       
Zitieren
#2
Hallo

Erstmal willkommen im Forum.

Das sieht für mich nach Nährstoffmangel aus. Die lila Flecken deuten auf Phosphormangel hin, die helle Farbe eventuell auf Stickstoffmangel.

Ich würde die Tomaten düngen, aber vielleicht hat jemand noch andere Ideen.

Grüße vom Tomatenfan
Zitieren
#3
Anthocyane durch kühle u feuchte Witterung.
Wenns das ist dann ist es ungefährlich.
Zitieren
#4
Das wären sehr merkwürdige Symptome für einen Phosphormangel. Zwar werden bei Phosphormangel die Adern rot/blau, aber normalerweise zuerst an der Unterseite. Hier ist aber bei allen drei Blättern die Oberseite stärker verfärbt als die Unterseite.
Gerade wenn der Phosphormangel schon so gewaltig wäre, dass er auf die Flächen zwischen den Adern übergreift, müsste er nicht nur deutlichst an den Blattunerseiten zu sehen sein, sondern die eigentliche Blattflächenverfärbung vom Blattrand aus beginnen und von dort nach und nach die Blattflächen erobern und nicht überall kleine Kleckse bilden.

Ich halte Phosphormangel für unwahrscheinlich.

Anthocyane bilden die Pflanzen als UV-Schutz bei Hitze und nicht bei Kälte. wink

Wie war das Wetter bei Euch in der letzten Zeit? Heiß oder regnerisch und nass.

Es würde mich wundern, wenn die Anthocyanbildung so gleichmäßig über das Blatt verteilt wäre. Normalerweise kann man bei den Sonnenschutzanthocyanen gut erkennen, dass die mehr der Sonne zugewandten oder besonders erhöhten Flächen stärker verfärben als der Rest des Blattes. Auf die Blattadern könnte das vielleicht noch zutreffen und es passt zur Verfärbung der Blattoberseiten, aber die Flecken? Die passen wieder nicht ins Bild.

Außerdem: das sind doch erwachsene Tomatenpflanzen, die schon die ganze Zeit dem Licht ausgesetzt sind, oder? Die stehen doch schon eine Weile in der Sonne? Da sollten die schon längst überall einen UV-Schutz gebildet haben. (Es sei denn es handelt sich bei diesen 3 Blättern um Jungblätter, die bisher nur Regentage erlebt haben und plötzlich stand die Sonne am Himmel ... )

Ich vermute, dass die Flecken von Thripsen verursacht wurden. Dafür sprechen auch einige verräterisch hell-silbrig schimmernde Flecken zwischen den dunklen Flecken (z. B. Blatt 3 Oberseite, in der unteren Blatthälfte, in der Nähe des Stielansatzes). Nachdem die Thripse die Blattoberfläche geschädigt haben, ist diese dann in der Sonne verfärbt, teilweise bilden sich ja auch schon kleine braune Nekrosen.

Ich würde also mal nach Thripsen Ausschau halten. Die sind bei weitem nicht so leicht zu entdecken, wie Blattläuse und sie kommen zu Anfang einzeln, was das erwischen noch schwerer macht. Aber ein Befall einzelner Blätter wäre ganz typisch für die Bande.
Zitieren
#5
Mehrere Experten aus der Pflanzenschutzbrachne u.a. die hier ansässige BASF haben mir das Phänomen als Folge des Kältestress erläutert.
Ich zieh jetzt trotzdem einen Artikel aus dem Netz hierrein.


http://www.nebelung.de/




Edit Mayapersicum: Bitte keine langen Textstellen einfach so kopieren. Copyright, Abmahngefahr etc. pp. wink


Ich habe deinen hier geposteten Text von Nebelung mal verlinkt.
Der Text beginnt im Link unter der Überschrift: "Nicht warm genug zum Wachsen"
Zitieren
#6
Okay, also nochmal ausführlich. :rolleyes:

Das was im Artikel geschildert wird, die Anthocyanbildung bei "exotischen" Pflanzen (wie Tomaten und Chilies) bei Temperaturen unter 15 Grad gibt es natürlich. Aber - wie auch dort steht - treten diese Phänomene üblicherweise im Frühjahr auf, wenn die Temperaturen längere Zeit (mehr als ein paar Stündchen) unter die genannte Grenze fallen. Es müssen nämlich nicht nur ein paar Anthocyane gebildet werden, sondern auch noch die entsprechenden Stoffwechselstörungen durch längere Kältephasen auftreten, damit die nicht abgebauten Anthocyane als Rotfärbung sichtbar werden.

Selbst dieser kühle Sommer - und hier bei uns war es wirklich etliche Tage nichtsommerig - erreicht diese Kälteschwelle nicht.

Wenn ich also jetzt gefragt werde, ob es Anthocyane durch Kälte sein können, dann verneine ich das.

Ich kann nicht jedes Mal eine komplette wissenschaftliche Abhandlung zu jedem Thema und jeder Eventualität schreiben. Dann müsste ich z. B. in diesem Fall noch den Mechanismus der Jungpflanzenanthocyane, den Prozess der Herbstanthocyanbildung etc. mit erwähnen, um den Ansprüchen auf Vollständigkeit zu genügen. Der reine Irrsinn. Außerdem bin ich nicht gewillt jedes meiner Worte vor dem Posten auf die Goldwaage zu legen. Dann dürfte ich nicht mal von Anthocyanbildung reden, denn die werden immer gebildet, sondern von der Sichtbarwerdung der nicht abgebauten Anthocyane durch Prozess XYZ ...

Dazu habe ich weder Lust noch Zeit. :thumbdown:

Es wird ja auch niemand gezwungen mir zu glauben. tongue
Jeder kann gerne selbst die Fachliteratur wälzen oder sich an Experten wenden.

Aber in der Regel fehlt doch genau dazu die Lust und deshalb wird hier gefragt und eine "einfache" Antwort gewünscht.

Zitieren
#7
Die Temp ging in den letzten Tagen
nachts deutlich unter die 15C ja sogar angeblich unter 10C.
Zitieren
#8
Eben: nachts. Aber nicht tagsüber.
Genau das ist es was ich mit den nicht vorhandenen längeren Kältephasen meine.
Eben nicht nur ein paar Stunden nachts und tagsüber ist es warm genug.

Aber vielleicht war es bei Euch auch tagsüber deutlich unter 15 Grad. Ich will wirklich nicht mit Dir über Euer Wetter streiten. smile
Zitieren
#9
Tagsüber um wink15 u. nachts darunter.
Zitieren
#10
Zunächst mal vielen Dank für die zahlreichen Antworten!!!!

Anbei mal die Wetterdaten...

LG, Achim


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
   
Zitieren