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Balkontomaten und keine Ahnung
#1
Hallo erst mal,

Vielleicht kann mir jemand einen Tip geben...

Die Vorgeschichte....
Im Frühjahr war ich mit meinem Cousin und meiner Mutter bei "PflanzenKölle" weil sie Blumenerde und ein paar Kleinigkeiten kaufen wollten. Ich brauchte eigentlich nix. Damit ich nicht ganz umsonst(außer zum schleppen) da war, sah ich mich etwas um und fand zwei jämmerliche Tomatenpflänzchen die scheinbar kurz vor dem eingehen waren. Naja die hab ich dann einfach mitgenommen und zu Hause in zwei Töpfe gepflanzt. Später bekam ich noch zwei Erdbeeren geschenkt... Das waren die ersten Pflanzen auf meinem Balkon. Ich hatte noch nie Pflanzen auf dem Balkon(außer ein paar zimmerpflanzen zum beregnen). Der Balkon ist auch sehr dunkel und eigentlich ungeeignet da nur sehr wenig Sonne auf dem Balkon ist. Egal...

Die Tomaten wachsen und wachsen und hören garnicht mehr auf. Jetzt haben die eine Höhe erreicht wo ich nur noch mit Tritt ran komme. Ich kann sie auch nicht mehr befestigen in der Höhe ist nix mehr. Ich hatte zwar was zum befestigen gebastelt aber in der Höhe ist jetzt Schluss.
Als unten die ersten Blüten erschienen, hab ich mich gefreut, leider zu früh. Das Wetter war sehr kalt und nass. Die meisten Blüten sind dann abgefallen. Nur 3 jämmerliche klitzekleine Tomaten sind dran. Die Pflanzen sind aber weiter in die Höhe gewachsen und haben jetzt oben einige Blüten. Ich hoffe das da wenigstens noch ein paar Tomaten wachsen werden. Ansonsten finde ich die Pflanzen auch so sehr schön, hat was von Urwald und der Geruch....

Jetzt bleibt aber die Frage, ob ich die jetzt einfach oben abschneiden soll???
Leider hab ich das Schild für die Tomaten in meiner Idiotie weggeschmissen. Ich weiß nur noch, dass da drauf stand "Gelb" "historische Tomate" "süß" "nicht ausgeizen!!" Ich hab mich ein wenig schlau gemacht über das ausgeizen und da eigentlich nur den Hinweis gefunden, dass Buschtomaten nicht ausggeizt werden sollen, alle anderen schon. Wie ein Busch sehen die ja nicht aus, auch viel zu hoch. Kann das sein das die nicht ausgegeizt werden sollen oder hab ich mich da eventuell nur verlesen? Wieso sind die Dinger eigenlich so groß? Die Tomatenpflanzen die ich sonst so gesehen habe sind viel kleiner, außer die Dinger in den Gewächshäusern...

So, soll ich die jetzt also einfach oben abschneiden und wenn ja wie? Was muss ich stehen lassen? Was muss ich sonst noch tun? Gedüngt hab ich mit Tomaten Langzeitdünger. Mit dem ausgeizen weiß ich auch nicht, lieber lassen oder doch machen? Ein paar Achsansätze sind schon da aber nicht sehr viele.

Ich hänge mal ein paar Bilder mit ran...


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#2
Wahrscheinlich handelt es sich um die Golden Currant. Die werden oefter im Handel angeboten. Das ist eine Wildtomate mit sehr ungestümen Wuchs. Deshalb nicht oder nicht alles ausgeizen. Die Früchte sind ziemlich klein. Ich würde sie oben abschneiden, wenn du sie nicht mehr befestigen kannst. Sonst bricht dir die Spitze irgendwann mal ab. Und wenn möglich lieber noch einen Trieb oder mehrere von weiter unten wachsen lassen.


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#3
Oh vielen Dank, das hilft tatsächlich weiter. Ich hab mir mal ein paar Blüten über Google angesehen, das könnte tatsächlich sein. Naja scheint dann wohl nicht die ideale Tomate für den Balkon zu sein.:noidea: Dann werd ich sie morgen mal oben kappen in der Hoffnung das unten noch was nachwächst. Schade das ich keinen Garten+Zeit habe, so ein wuchernder Busch mit lecker Tomaten würde mir schon gefallen. Allerdings scheint der Aufwand mit dem befestigen etwas höher zu sein.

MfG dp-wurzel
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#4
Du könntest auch oben eine Querverbindung zwischen den beiden Rankgittern basteln und sie dort quer wuchern lassen. wink

Sorte ist schwer zu beurteilen. Nur drei Tomätchen an einer Golden Currant würde mich aber schwer wundern. Das sind Massenträger (und damit meine ich Hunderte von kleinen Früchten) und wachsen bei mir seit Jahren auf Balkonien im Halbschatten und sogar im Schatten unter einem Baum hatte ich sie schon. Das bremst die alles nicht.

Hast Du mal gedüngt? Womit? Solchen Monsterwuchs mit wenig Früchten kann man auch durch zu viel Düngung mit Stickstoff bekommen, dann wird vor allem Grün (also Blätter) gebildet und keine Früchte.

Eine Buschtomate würde irgendwann von alleine das Höhenwachstum einstellen. Zwar gibt es unterschiedliche Buschis, von 20 cm bis 1,5 m Endhöhe ist da alles möglich, je nach Sorte, aber da würden dann die Seitentriebe kaum so lang werden wie bei Dir. Solche Scherze machen eigentlich nur die wuchernden Stabtomaten (unbegrenzter Wuchs) und die Wilden.
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#5
(10.07.15, 01:07)Mayapersicum schrieb: Du könntest auch oben eine Querverbindung zwischen den beiden Rankgittern basteln und sie dort quer wuchern lassen. wink
Das hab ich jetzt gemacht. Jetzt hab ich etwas mehr Fläche zum festmachen. Oben hab ich dann gekappt.

(10.07.15, 01:07)Mayapersicum schrieb: Hast Du mal gedüngt? Womit? Solchen Monsterwuchs mit wenig Früchten kann man auch durch zu viel Düngung mit Stickstoff bekommen, dann wird vor allem Grün (also Blätter) gebildet und keine Früchte.
Das wäre eine Möglichkeit. Ich habe Langzeitdünger verwendet und hinterher erfahren das mein Cousin der Erde schon Hornspäne beigemischt hatte...
Ist leider nicht mehr zu ändern...

MfG dp-wurzel
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#6
Die Hornspäne (reiner Stickstoffdünger) kannst Du nicht mehr entfernen, aber Du könntest durch Einsatz eines P-K-lastigen Düngers das Nährstoffverhältnis von N : P : K verändern. wink

Was für einen Langzeitdünger hast Du verwendet? Welche NPK-Werte?
Je nach "Langzeitdünger" reichen auch die bei Starkzehrern nicht die ganze Saison.
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#7
Hallo,
Das war COPMPO Tomatendünger, 14,5% - 7,0% - 14,5% steht so auf der Packung.
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#8
Mein Bauch sagt: nix mehr dran machen, nicht weiter düngen, es sei denn, die Triebspitze (oder ein Geiztrieb) zeigt durch Verfärbung Mangel an

Liebe Grüße, Mechthild
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#9
14,5 % N + Hornspäne, na dann ist es wirklich kein Wunder, dass sie Blattmonster werden.

Bei derart heftiger Düngung würde ich auch nicht noch mehr nachlegen, sondern eher versuchen den Überschuss aus dem Boden zu bekommen.

Erstens mal gründlich durchspülen, wenn das geht. Also wässern, bis unten reichlich Wasser rausfließt. Das sollte einige Nährsalze wieder ausspülen.

Anschließend den Topf (Erde) mit einer Lage bissl klein geschnittenes Stroh abdecken = Strohmulch. Dieser entzieht der Erde beim Verrotten Stickstoff. Ist dann zwar eine Umstellung beim Gießen, musst bissl buddeln, um zu sehen, ob es schon nötig ist, hilft aber auch gegen Verdunstung.

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