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Anzucht im Topf. Tipps für Anfänger? ;)
#1
Hallo liebe Tomaten-Liebhaber :clap: ,

da ich ein riesiger Tomaten-Fan bin, habe ich mich dieses Jahr entschieden, selber im Topf auf meinem Balkon einige Pflanzen zu züchten. Hierfür habe ich bereits vorgezogene Pflanzen (ca. 70 cm groß) von einem Bauernhof gekauft. Da ich aber noch keinerlei Erfahrung habe und leicht perfektionistsich veranlagt bin, habe ich jetzt angefangen, das Internet nach hilfreichen Tipps zu durchforsten. Dabei bin ich auf dieses Forum gestolpert und habe mich gleich mal in der Hoffnung angemeldet, hier ein paar gute Tipps von ein paar Experten zu bekommen.

Ich wieß nur, daß man die Topfgröße nicht zu klein dimensionieren sollte... Die Frage ist aber: Was ist groß genug? 20 Liter?
Muss man Spezialerde kaufen, oder tut es einfach Blumenerde?
Wie schaut es mit Düngung aus? Der Bauer, von dem ich die Tomaten gekauft habe, meinte, er würde Dünger benutzen. Ich habe aber auf der anderen Seite in einem Video auf youtube von der vielen von euch wahrscheinlich bekannten Irina Zacharias gehört, daß Tomaten besser schmecken würden, wenn man nicht dünge ... Hier gehen die Meinungen anscheinend weit auseinander  :confused:

Weitere Fragen hätte ich bezüglich der Pflanzenpflege, um den Ertrag zu steigern. Stimmt es, daß man Zwischentriebe entfernen sollte? Wann sollte man idealerweise gießen und wie viel? (Soll heißen, kann man auch zu viel gießen, wenn man einen Topf mit Loch im Boden verwendet und einen Teller unterstellt, so daß überschüssiges Wasser abfließen kann?)

Ich würde mich über zeitnahe Hilfestellungen von euch freuen, weil ich demnächst zumindest sicherlich entscheiden muss, in welche Töpfe und Erde ich meine Pflanzen überführe.

Danke  Vielen Dank schon mal im Voraus und einen guten Start in die Tomaten-Saison  Sun

Beste Grüße
Dirk
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#2
20 Liter je Pflanze reicht locker. Es geht auch weniger, aber wenn Du genügend Platz hast, dann nimm 20 Liter, dann ist das gießen im Hochsommer weniger Stress.

Düngen musst Du bei Kultur im Kübel unbedingt.
Ohne Dünger geht es höchstens im Freiland und auch da nur, wenn man einen gut nährstoffversorgten Boden hat.
Im Freiland wurzeln Tomaten weit über 2 m tief, können sich also vieles selbst holen. Im Kübel mit 30, 40 cm ist das wie die Haltung von Batteriehühnern im Vergleich. Also muss man reichlich füttern und gießen.

Tomaten zählen zu den Starkzehrern, d. h. sie brauchen sehr viele Nährstoffe, anders als z. B. Salat oder Möhren.

Du kannst normale Blumenerde verwenden, besser wäre es, wenn Du irgendwo Kompost organisieren könntest und halbe/halbe mischen.
Wenn nicht muss entweder ein Langzeitdünger (mit mehr K als N bei der Zusammensetzung) mit in die Erde oder Du musst regelmäßig flüssig düngen. Regelmäßig heißt, mindestens wöchentlich, das artet dann über den Sommer echt in Arbeit aus. :rolleyes: 

Düngen geht organisch (Mist, Pflanzejauche, Kompost etc.) oder mineralische (pillierte Langzeitdünger, Flüssigdünger etc.) oder beliebige Mischformen davon. Da führen Millionen Wege zum Ziel so lange man die richtige Nährstoffzusammensetzung schafft.

Außer N, P und K brauchen Tomaten auch Mg, Ca und etwas S.


Tomaten wollen gleichmäßig feucht gehalten werden. Wie viel Du gießen musst hängt vom Wetter ab. Vor allem im Hochsommer/bei großer Hitze oder starkem Wind trocknen Kübel sehr schnell aus, so dass es auch mal nötig sein kann zwei Mal am Tag zu gießen.

Je nach Tomatensorte entgeizt man (Seitentriebe entfernen) oder nicht.

Buschtomaten, sollen buschig und vielzweigig wachsen, also bleiben die Seitentriebe stehen. Das ist auch deshalb notwendig, weil diese nur eine begrenzte Höhe erreichen und sonst zu wenig Ertrag haben.

Stabtomaten wachsen immer weiter in den Himmel, setzten immer weiter Früchte an. Bei ihnen entfernt man die Seitentriebe und lässt, je nach Sorte und Platz, nur 1 Haupttrieb stehen oder zieht mit 3 bis 5 Trieben.

Ziel ist es, dass die Pflanze immer gut durchlüftet werden kann. D. h. wenn die Blätter vom Regen nass sind, muss der Wind so durchsausen können, dass sie schnell wieder trocknen. Zu viele Triebe und zu viele Blätter sind dabei hinderlich, das führt zu Krankheiten und vor allem der gefürchteten Kraut- und Braunfäule, die die Pflanzen dann in wenigen Tagen zum Absterben bringt.
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#3
Guten Morgen,

vielen Dank für die Infos, das hat mir auf jeden Fall schon mal geholfen

Beste Grüße
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#4
:thumbup: :thumbup: Ich gehöre ja auch zu den Neulingen und schaue mir gerne Videos an. Habe heute da schon hilfreiche auf youtube gefunden. Einfach mal Tomaten anpflanzen eingeben und da kommt dann schon einiges.  :thumbup:
"Gardening is cheaper than therapy and you get tomatoes"




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