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Überdüngung oder Mangel?
#1
Moin, ich habe meine ersten Tomaten in alte Erde plus 3 Hände voll Pferdedung gesetzt.Jetzt sehen sie so aus:        
Bin mir jetzt nicht sicher:ist zuviel Pferdedung oder ein Düngemangel? Bin für jeden Tip dankbar.
Gruß aus Ostwestfalen
Topeka
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#2
Hallo topeka,
ich meine fast, dass es Düngermangel ist, dann noch Sonnenbrand.
Der Kopf der Tomate ist ok, die verrappeln sich. Beobachte die mal ein paar Tage, sollte sich nix ändern, dann mach ne Mischung: 1 Liter Wasser und 10 ml flüssigen Blumendünger und damit giessen.
Gefroren haben die Tomaten auch, ist aber nicht weiter schlimm.
LG Anneliese
Die Tomate ist eine Frucht, die wohl unmittelbar aus dem Paradiese zu uns gekommen sein muß, und wenn sie nicht die hesperidischen Äpfel bedeutet, gewiß der Apfel gewesen ist, den Paris der Venus bot, sehr wahrscheinlich auch der, welchen die Schlange zur Verlockung der Eva anwendete.
Eugen van Vaerst
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#3
Hallo topeka,
ich würde auch auf Mangel tippen - in dem Fall fast Magnesium. Mein Pflanzbuch sagt dazu: Blätter vergilben von der Mitte her, Blattadern mit Saum bleiben grün, an älteren Blättern zuerst, später Braunfärbung. Ursachen können sein: Kalium- und Kalziumüberschuss oder niedrige ph-Werte. Pferdemist ist ja sehr kaliumreich, wenn ich mich recht erinnere.
LG
Gartenperle
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#4
Danke Euch Beiden, werde es mal mit leichter Düngung versuchen.
Gruß aus Ostwestfalen
Topeka
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#5
(25.04.14, 09:10)topeka schrieb: Danke Euch Beiden, werde es mal mit leichter Düngung versuchen.

:laugh: ... ich bin mal wieder völlig anderer Meinung
man darf nie direkt in frisch gedüngte Erde pflanzen -
den die Wurzeln müssen erst einwachsen und an die neue Erde gewöhnen
- können also nicht viel Nährstoffe auf nehmen - ergo versalzen die Wurzeln
weil nix verwertet wird -
10 cm tiefer darf viel sein - dann holt die Pflanze was sie braucht -
in deinem Stadium fast nix ausser Wasser -
Frisch gepflanzt oder umgetopft wird 3 Wochen nicht gedüngt -
sonst ist es fast MORD

*** wenn jetzt wieder einer sagt ich hab es gemacht und nix ist passiert
- sage ich -Gott war mit dir - strapaziere aber das Glück nicht zu oft Yes
Vor Jahrzehnten habe ich 20 Jahre alte Bonsai s in gedüngte Erde getopft
und fast umgebracht - - gelbe Blätter - gelbe Nadeln ..
erst als ich sie ausgetopft und wurzelnackt gewaschen in neutrale Erde gepflanzt
haben sie sich erholt -
die nicht umgesetzten - :blush: sind gestorben

Ißt du nach ner Magen OP gleich Gulasch mit Knödel ?
oder doch lieber ein Süppchen Give_rose
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#6
Hallo Alwin,

liest sich, wie immer, sehr plausibel. Vielleicht liegen wir auch gar nicht so weit auseinander - wenn der frische Pferdemist einen niedrigen ph-Wert bei gleichzeitigen Spitzen/Überversorgung z.B. im Kalium oder Stickstoffbereich mit sich bringt, ist womöglich die Aufnahme von Spurenelementen wie Magnesium zur Zeit suboptimal/blockiert. Nur ob ich dann abwarten könnte, weiß ich nicht ;-). Also übersetzt: Ich würde schon - nicht zu fettes Süppchen - essen, aber dennoch eine kleine Prise Salz hinzufügen. Aber natürlich ist das alles nur Vermutung und im Trüben gefischt, so lange man die konkrete Zusammensetzung der Nährstoffe in der Erde nicht kennt. Nach Deiner Erfahrung wäre es dann wahrscheinlich das Sinnvollste, der Tomate zunächst eine Pufferschicht aus StiNo Blumenerde zu geben, damit sie sich erholen kann, oder?
LG
Gartenperle
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#7
(25.04.14, 09:10)topeka schrieb: Danke Euch Beiden, werde es mal mit leichter Düngung versuchen.

Ich sehe das ähnlich wie alwin.
Wie auch immer:
http://www.tomaten-forum.com/attachment.php?aid=21847
Auf dem Bild sind viele "Zuglöscher" von der Balkonbrüstung zu ersehen.
Dort pfeift der Wind bestimmt ganz ordentlich durch.. .

Sei so gut und stelle deine Pflanze windgeschützter auf, und/oder entschärfe die Zuglöcher.
(Pappe davor ..??) .

Gießen:Verwöhne deine Pflanze mit warmen Wasser.. .


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#8
Ein recht nützlicher Link für solche Sachen:
http://www.tomatenundanderes.at/Krankhei...ml#krank12

Eine (starke) Überversorgung mit einem Nährstoff erzeugt fast immer einen Mangel eines anderen Nährstoffs...
Und Mist ist im abgelagerten Zustand i.d.R. verträglicher als im frischen.

Ich vermute zwar auch, dass es an den Nährstoffen liegt, aber da es "alte Erde" ist der Vollständigkeit halber:
Schädlinge/Krankheiten kommen nicht in Frage?´

Außerdem - wie schon erwähnt - Sonne, Zugluft, Temperatur oder Gießwasser (Menge und Temperatur)?
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#9
Die Pferdeäpfel müssen schon älter gewesen sein, denn als ich sie bekommen habe, waren sie schon pudertrocken. Diese habe ich dann zerbröselt und 3 Hände voll auf nen 10l Eimer unter die Erde gemischt. Dachte,daß es so eine homöopathische Dosis sei( trocken sehen Pferdeäpfel so harmlos aus..........ok ich habe gelernt) und daß die Erde vom letzten Jahr ja ziemlich nährstoffarm war.
Schädlinge habe ich bis jetzt keine gesehen.
Zugluft ist bei meinem Westbalkon mit Sicherheit ein Thema. Überleg mir mal das mit der Pappe.
Gruß aus Ostwestfalen
Topeka
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#10
Einige Streßfaktoren, die zusammengekommen sind?

Evtl. auch noch Temperaturschock gegenüber dem Standort vorher?
Sonnenbrand (wie von Anneliese vermutet)?
Temperaturunterschied Tag/Nacht ?

Das und die Zugluft in Kombination mit dem Stress vom Umtopfen...
Und dann noch die Düngermenge dazu...?

Mit der "nährstoffarmen Erde vom letzten Jahr" verschätzt man sich gerne.
Stickstoff fehlt zwar recht schnell, wenn die Erde ein Jahr liegt (Auswaschung),
aber Phosphat und Kali ist oft trotzdem noch genügend da.
Und auch im Mist sind die zwei Nährstoffe i.d.R. reichlich vorhanden.
Der Kalianteil im Mist hängt stark vom Strohanteil ab - in Stroh ist sehr viel Kalium.

Ich tipp fast auf zuviel Kali bzw. Phosphor durch die Pferdeäppel -
dadurch Magnesium- und Eisenmangel. Verstärkt durch den zusätzlichen Stress.

Aber Ferndiagnosen sind immer schwierig.
Vergleich mal die Symptome mit dem Link, den ich oben reingesetzt hab
und schau, was am ehesten zutreffen könnte.

Schutz vor Zugluft und evtl. Beschattung (je nach Wetter natürlich) ist sicher nicht verkehrt.
Kann sein, dass die sich dann wieder von allein berappeln.

Oder evtl. nochmal umtopfen in etwas nährstoffärmeres, falls es zu arg ist.

Zur Einsatzmenge von Pferdemist (Stichpunkt "hamöopathische Dosis"):
http://agrar-cockpit.de/pflanzenprodukti...verwerten/
Hier (und auch an anderen Stellen) werden maximal 20 to/ha und Jahr empfohlen (160 kg Rein-N pro ha ist einiges).
20 to/ha entsprechen 2 kg/m² (Für Gärtner eine besser vorstellbare Einheit).
In 1 m² Gartenboden hast Du bei 20-30 cm durchwurzelbarer Bodentiefe ein Volumen von 200-300 l.

Wenn man die Nährstoffkonzentration in der Erde vergleicht sind 3 Hände voll auf 10 l einiges mehr,
denke ich... Homöopathisch ist das nicht mehr.
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